VfL Wildeshausen rückt durch 3:0 über TV Dinklage auf Platz neun vor

Bei Riedel steht die Null

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Wachsam: Lauren Riedel (r.) war ein guter Vertreter für den urlaubenden VfL-Kapitän Sebastian Pundsack. Am Pfosten sichert Rechtsverteidiger Jannik Wallner ab.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Angespannt sei er gewesen, erzählt Lauren Riedel. Aber er habe ja auch die ganze Woche Zeit gehabt, sich auf seinen ersten Einsatz in der Fußball-Landesliga vorzubereiten. Der Nachwuchskeeper des VfL Wildeshausen musste im Heimspiel gegen den TV Dinklage den urlaubenden Stammtorhüter Sebastian Pundsack vertreten. Und der 18-Jährige machte seine Sache gut. Riedel trug entscheidend dazu bei, dass sich die Krandel-Kicker durch das 3:0 (2:0) vom 13. auf den neunten Tabellenplatz verbesserten.

„Das sind genau die Geschichten, die Wildeshausen braucht: ein A-Jugendlicher, der den Kaptitän vertritt und überragend hält“, freute sich VfL-Coach Marcel Bragula über die Leistung des jungen Schlussmanns, der das Duell der Ersatztorhüter gegen Andre Brinkmann klar für sich entschied. Denn nachdem Dinklages etatmäßige Nummer eins Frank Lange beim 1:3 gegen den SV Bad Rothenfelde wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte gesehen hatte, musste Torwarttrainer Andre Brinkmann zwischen die Pfosten. Der 37-Jährige hatte sich zuletzt bei den Altherren fitgehalten.

Doch zunächst stand Lauren Riedel im Fokus. Dadurch blieb ihm keine Zeit, an seine missglückte Pflichtspielpremiere zu denken. Beim Bezirkspokal-Aus in Dötlingen hatte Riedel zwei Mal gepatzt, doch das habe er danach „sofort abgehakt“. Zunächst war der Youngster bei einer Direktabnahme von Michael Bockhorst blitzschnell unten (10.). Kurz darauf lenkte er ein gewaltiges Geschoss von Tobias Schwermann mit den Fingerspitzen an die Latte (11.). „Den hält er sensationell“, lobte Bragula.

Nachdem die Wittekind-Crew den Gästen in der ersten Viertelstunde zu viel Platz gelassen hatte, bekam sie nun immer besser Zugriff auf die Partie. In aussichtsreicher Position konnte Maximilian Seidel ein Zuspiel von Rene Tramitzke nicht kontrollieren (14.). Dann platzierte Lukas Schneider sein Freistoß-Pfund genau in die fangbereiten Arme von Brinkmann (21.). Doch wenig später hieß es 1:0: Ole Lehmkuhl kam in der linken Strafraumhälfte frei zum Schuss und setzte den Ball unhaltbar neben dem Pfosten ins Netz (29.). Jan Lehmkuhl hätte den Vorsprung ausbauen können, als er Brinkmann bereits umkurvt hatte, doch er traf nur das Außennetz (38.).

Kurz bevor ihm seine Teamkollegen folgen durften, stapfte Tobias Blömer in die Kabine: Dinklages Innenverteidiger hatte Ole Lehmkuhl bei einem Konter von hinten von den Beinen geholt und sah dafür Gelb-Rot (44.). Die erste Verwarnung hatte er für ein rustikales Einsteigen gegen Maximilian Seidel an der Seitenlinie gesehen. Noch vor der Pause erhöhte Seidel auf 2:0 (45.+2). „Das war natürlich ein wichtiger Zeitpunkt, so kurz vor der Halbzeit“, freute sich Bragula.

Nach Wiederanpfiff verlebte Lauren Riedel entspannte 45 Minuten, weil seine Vorderleute das Geschehen jederzeit gut im Griff hatten. Dinklage machte es ihnen aber auch einfach. „Das war die schlechteste Leistung, seit wir uns in der Landesliga bewegen“, ärgerte sich Trainer Stefan Stuckenberg.

„Es gibt nur einen Vorwurf, den wir uns gefallen lassen müssen: Wir haben zu viel liegen gelassen – ein bis zwei Tore mehr hätten wir machen müssen“, monierte Bragula. Denn weder Rene Tramitzke (57./75.) noch Jan Lehmkuhl (74.) und Maximilian Seidel (74.) konnten aus ihren Chancen Kapital schlagen. Und als Ole Lehmkuhl in bester Schussposition viel zu lange zögerte und lieber noch einen Haken schlug und noch einen Kringel drehte, flippte Bragula fast aus: „Willst du kein Tor schießen? Das ist doch nicht normal!“ So blieb der Freistoßtreffer von Jan Lehmkuhl die einzige Ausbeute in Hälfte zwei (54.). Lennart Flege hatte Torhüter Brinkmann entscheidend irritiert.

Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, muss der VfL bei Mitaufsteiger Hansa Friesoythe antreten. Dann dürfte Lauren Riedel den Platz zwischen den Pfosten trotz seiner guten Leistung wieder für den bis dahin zurück erwarteten Sebastian Pundsack räumen.

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