VfL Wildeshausen reist „relativ entspannt“ zum SC Türkgücü Osnabrück

Wiedersehen mit Oguz Deniz

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Wildeshausens Linksverteidiger Lukas Schneider (am Ball) musste das Donnerstagstraining wegen Fußproblemen abbrechen.

Wildeshausen - Der Einstand in der Fußball-Landesliga war für den VfL Wildeshausen gewiss nicht schön. Trotzdem ist VfL-Coach Marcel Bragula auch nach der 0:4-Niederlage gegen Mitaufsteiger SV Vorwärts Nordhorn immer „noch relativ entspannt“.

Die Videoanalyse der Partie veranlasste ihn und seinen Trainerpartner Marco Elia, in dieser Woche nochmal an der Schnelligkeitsausdauer zu arbeiten. „Wir hatten das Gefühl, dass da in den letzten 20 Minuten ein bisschen was fehlte“, erläutert Bragula. Dermaßen präpariert, gehen die Krandel-Kicker ihre erste Auswärtsaufgabe beim SC Türkgücü Osnabrück an (Sonntag, 15 Uhr). „Und ich will nicht um den heißen Brei herumreden“, sagt Bragula, „wir sind da mit Sicherheit nicht in der Favoritenrolle.“

Das Wildeshauser Trainerduo macht sich gern selbst ein Bild vom nächsten Gegner. „Die Spielbeobachtungen haben uns in der letzten Saison bestimmt zehn Punkte gebracht“, schätzt Bragula. Doch diesmal schafften es weder er noch Elia, die Osnabrücker persönlich in Augenschein zu nehmen. „Aber wir haben aus unserem Netzwerk ein paar Infos gezogen“, berichtet Bragula. Der spielende Co-Trainer Furkan Güraslan sei der überragende Mann, „der Leuchtturm“, in der Mittelfeldzentrale. Hinzu kämen groß gewachsene Innenverteidiger und schnelle Außen sowie in Oguz Deniz ein gefährlicher Freistoßschütze. Der Torjäger ist ein alter Bekannter aus gemeinsamen Bezirksliga-Zeiten mit dem TSV Oldenburg.

Zum Saisonauftakt kam die Mannschaft des neuen Türkgücü-Trainers Nihat Derya trotz viermaliger Führung nicht über ein 4:4 beim SV Bad Rothenfelde hinaus. Als Pablo Andrade Gregorio in der 90. Minute das 4:3 erzielt hatte, schien der Dreier eingesackt. Doch Torsten Kuhlmann konterte in der Nachspielzeit (90.+2). Davon unbeeindruckt, zog Türkgücü am Mittwoch durch ein souveränes 3:0 über den Bezirksligisten VfR Voxtrup in die dritte Bezirkspokalrunde ein.

Beim Remis in Rothenfelde konnte Türkgücü vor allem offensiv überzeugen, schwächelte aber in der Defensive. „Da fehlten aber auch drei Mann aus der Stammviererkette“, hat Bragula in Erfahrung gebracht. In der Saison 2014/2015 landete Aufsteiger Türkgücü als 13. gerade so über dem Strich, hatte mit 47 Punkten aber satte acht Zähler Vorsprung auf den ersten Absteiger FC Schüttorf 09. Seitdem herrschte im Osnabrücker Kader eine große Fluktuation: Acht Akteure gingen, 13 neue Spieler kamen.

Die Wittekind-Crew muss an der Weberstraße ohne Tobias Düser, Janek Jacobs (beide Urlaub), Storven Bockhorn (Bandscheibenvorfall) und Bastian Stuckenschmidt (Knöchelverletzung) auskommen. Zudem brach Linksverteidiger Lukas Schneider die Donnerstagseinheit mit Fußproblemen ab. „Aber da bin ich ganz optimistisch – Lukas ist ein Kämpfer“, erklärte Bragula. Apropos Kampf: „Wenn wir 0:1 zurückliegen sollten, dürfen die Köpfe nicht runtergehen“, fordert der Übungsleiter. Stattdessen möchte er von seinen Schützlingen „große Leidenschaft“ und einen „taktisch disziplinierten Auftritt“ sehen.

mar

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