VfL Wildeshausen auf Platz vier des niedersächsischen Fairnessrankings

Jöckel: „Das hat einen ganz besonderen Wert für mich“

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Die Gelbe Karte bleibt stecken: Schiedsrichter Henrik Bramlage (r.) kam im Saisonfinale der Bezirksliga bei Lukas Schneider (M., VfL Wildeshausen) und Dominik Entelmann (SV Atlas Delmenhorst) mit einer Ermahnung aus.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Die Fußballer des VfL Wildeshausen haben nach dem Gewinn der Bezirksliga-Meisterschaft erneut Grund zum Feiern: Die Krandel-Kicker belegen im VGH-Fairness-Cup, der Fairplay-Rangliste des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), den vierten Platz unter 1012 Mannschaften.

Die Wildeshauser sind nicht nur das fairste Team im Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst, sondern sogar im Bezirk Weser-Ems. „Das hat einen ganz besonderen Wert für mich“, betont VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel.

Niedersachsenweit kamen in der Saison 2014/2015 lediglich 26 Mannschaften ohne Platzverweis aus, eine ist der VfL Wittekind. In 30 Punktspielen zückten die Schiedsrichter lediglich 33 Gelbe Karten gegen die Crew des Trainerduos Marcel Bragula und Marco Elia.

In der Fairnesswertung werden Gelbe Karten mit je einem, Gelb-Rot mit je drei und Rote Karten mit je fünf Strafpunkten geahndet. Sportgerichtsurteile oder auch das Nichtantreten schlagen mit zehn Zählern zu Buche. Die Summe der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Saisonspiele ergibt den Fairnessquotienten, der bei den Wildeshausern 1,1 beträgt. Lediglich der Lüneburger Bezirksligist MTV Barum (0,84), der seinen Vorjahrestitel im VGH-Fairness-Cup verteidigte, der Diepholzer Kreisligist TSG Seckenhausen-Fahrenhorst (0,87) und die SG Ildehausen/Kirchberg (1,04) aus der Nordharzliga-Staffel 1 schnitten besser ab.

„Es ist schön, dass sich erfolgreiches Fußballspielen und Fairness vereinbaren lassen“, freut sich VfLCoach Marcel Bragula. Faires Auftreten sei traditionell Teil der Wildeshauser Spielphilosophie: „Die Jungs sollen ihren Gegenspieler lieber sauber ablaufen als die Grätsche auszupacken.“ Auch sonst tritt der Landesliga-Aufsteiger stets äußerst diszipliniert auf: „Die Mannschaft ist technisch so stark, dass sie bestimmte Dinge einfach nicht nötig hat“, erläutert Ottmar Jöckel. So musste in der Meistersaison lediglich Storven Bockhorn nach seiner fünften Gelben Karte eine Partie aussetzen. Seine Mittelfeldkollegen Sascha Görke und Jan Lehmkuhl, die jeweils vier Verwarnungen kassierten, blieben von einer Spielsperre verschont.

Hinter dem VfL Wildeshausen sind Kreisligist SV Achternmeer (Platz 41/Quotient: 1,56), der ebenfalls ohne Platzverweis blieb, Kreisliga-Absteiger SF Wüsting-Altmoorhausen (73/ 1,73) und Bezirksliga-Aufsteiger VfL Stenum (247/2,2) die fairsten Mannschaften des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst.

Den Vergleich aller 43 NFV-Kreise gewann Uelzen (Quotient: 2,05) vor Lüchow-Dannenberg (2,10) und Schaumburg (2,31). Am Ende des Rankings stehen die Kreise Holzminden (3,2), Wilhelmshaven (3,25) und Wesermarsch (3,42). Oldenburg-Land/Delmenhorst (3,06) rangiert lediglich auf Platz 37, was nach Position 34 im Jahr 2014 und Rang 29 im Jahr 2013 eine nochmalige Verschlechterung bedeutet. Diese Negativentwicklung betrachtet nicht nur der frischgekürte Kreisvorsitzende Erich Meenken mit Sorge.

Zu dem Abwärtstrend leistete RW Hürriyet Delmenhorst einen nicht unerheblichen Beitrag: Der Kreisliga-Vizemeister (Quotient: 5,67) ist Sachen Fairness Vorletzter in Niedersachsen. Mit 17 Platzverweisen (zehn Mal Gelb-Rot, sieben Mal glatt Rot) stellten die Rot-Weißen einen traurigen Rekord auf. Hinzu kamen noch 85 Verwarnungen und zwei Sportgerichtsurteile.

In der Gesamtwertung war nur der SV Victoria Heerte aus der Nordharzliga-Staffel 1 schlechter. Das Schlusslicht brachte es in 28 Saisonspielen auf 66 Gelbe Karten, acht Mal Gelb-Rot und zwei rote Karten sowie elf Sportgerichtsentscheidungen. Das entspricht dem miserablen Quotienten von 7,5.

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