VfL Wildeshausen nach glanzlosem 2:0 in Esenshamm wieder Tabellenführer

Schmale mit Schussglück und Verletzungspech

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Tor erzielt, kurz darauf verletzt ausgeschieden: VfL-Angreifer Kai Schmale (l.).

Wildeshausen - Der spielerische Glanz der vergangenen Wochen war dem VfL Wildeshausen ein wenig abhanden gekommen. Dennoch siegten die Krandel-Kicker mit 2:0 (1:0) beim TV Esenshamm und übernahmen nach der Punkteteilung im Delmenhorster Derby zwischen dem SV Tur Abdin und dem SV Atlas (1:1) wieder die Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga.

Diesmal war Marcel Bragula lediglich mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber mit der spielerischen Vorstellung. Seine Schützlinge taten sich auf dem holprigen Geläuf schwer. „In der ersten Halbzeit hatten wir viele technische Mängel, haben individuell oft falsche Entscheidungen getroffen und automatisierte Laufwege nicht abgerufen. Außerdem fehlte die taktische Disziplin“, monierte der VfL-Trainer.

Trotzdem führten die Wildeshauser zur Pause mit 1:0: Sascha Görke hatte sich auf der linken Seite gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt. Seine scharfe Hereingabe grätschte Kai Schmale in Mittelstürmermanier über die Linie (24.).

Doch nach dem Schussglück erwischte Schmale das Verletzungspech: Der Angreifer knickte um und musste mit einem dicken Sprunggelenk ausgewechselt werden (35.). „Kai war in richtig guter Verfassung. Er hat in den beiden letzten Spielen geknipst, war spritzig und hat sich gut bewegt“, haderte Bragula.

Auch wenn ihr Kombinationsspiel weiterhin hakte, präsentierten sich die Gäste in der zweiten Halbzeit leicht verbessert. Dafür haperte es nun in der Chancenverwertung. Allein nach dem Wechsel zählte Marcel Bragula „acht, neun Hochkaräter“, die seine Crew ausließ. „Das rächt sich fast noch. Dadurch halten wir den Gegner im Spiel“, schimpfte der VfL-Coach. Denn der TV Esenshamm besaß durchaus Möglichkeiten. VfL-Torhüter Sebastian Pundsack musste mehrfach sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern.

Erst nach dem 2:0 konnte Bragula dem Geschehen etwas entspannter folgen: Sascha Görke hatte den Ball von der Strafraumgrenze mit seinem schwächeren rechten Fuß volley ins Tor gedroschen (73.).

„Wir haben aus neun Spielen acht Siege geholt – das ist eine überragende Ausbeute. Die Mannschaft strahlt eine unglaubliche Stärke aus und hat trotz einer schlechten Leistung souverän gewonnen“, bilanzierte Marcel Bragula.

mar

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