VfL Wildeshausen macht beim TSV Oldenburg aus einem 0:1 noch ein 4:1

Kupka leitet die Wende ein

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Lass dich drücken! Alexander Kupka (2.v.l.) hat gerade das 1:1 geköpft.

Oldenburg - Von Sven Marquart. „Jawoll!“, brüllte Marcel Bragula nach dem Abpfiff und ballte die Fäuste. Schnurstracks marschierte der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen nach dem 4:1 (0:1)-Erfolg beim TSV Oldenburg zu seinem Torhüter Sebastian Pundsack und schloss ihn in die Arme.

Und das aus gutem Grund: Tags zuvor hatte der Keeper noch mit Fieber das Bett gehütet. Allerdings weilte sein Vertreter Lauren Riedel im Skiurlaub. Auf der Ersatzbank nahm Florian Rohe Platz. Der Schlussmann der Wildeshauser U23 war jedoch durch eine Fußverletzung gehandicapt. Also stellte sich Pundsack in den Dienst der Mannschaft. Allein dafür zollte Bragula seinem Kapitän „ein Riesenlob“. Und wegen einer „unmenschlichen Parade“ adelte er ihn dann auch noch zum „Matchwinner“: In der 82. Minute rettete Pundsack gegen TSV-Kapitän Mateusz Peek, der völlig frei vor ihm auftauchte. Es wäre das 2:2 gewesen.

Erwartungsgemäß hatten Bragula und sein Trainerpartner Marco Elia umbauen müssen. Offensivakteur Maximilian Seidel (Kniebeschwerden) saß ebenso nur auf der Bank wie Sechser Alexander Kupka (Rückenprobleme). Die Innenverteidigung bildeten Lennart Flege und Youngster Niklas Heinrich. Lennart Feldhus. gab die einzige echte Spitze.

Beide Teams agierten in der Anfangsphase sehr verhalten, peinlich darauf bedacht, nur ja keinen Fehler zu machen. Chancen waren hüben wie drüben Mangelware. Die erste zwingende Aktion hatten die Gastgeber durch Marvin Osei, der Storven Bockhorn stehen ließ, dann aber freistehend verzog (28.). Die Krandel-Kicker hatten ihre erste gefährliche Szene durch Feldhus, der sich im Laufduell mit Alpha Fadiga behauptete. Doch mit seinem Schuss konnte er Lukas Kaschell, den Ex-Wildeshauser im TSV-Tor, nicht in Verlegenheit bringen (35.). Keine 60 Sekunden später verfehlte Heinrich mit seinem Kopfball nach einem Eckestoß von Lukas Schneider nur knapp.

„Und dann kriegst du so’n Tor, weil du ein Luftloch schlägst“, ärgerte sich Bragula. Nachdem Heinrich über den Ball gesenst hatte, zirkelte Thomas Mennicke das Spielgerät unhaltbar vom linken Strafraumeck zum 1:0 ins Tor (40.).

In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel deutete wenig darauf hin, dass die Gäste den Kuntsrasen an der Maastrichter Straße als Sieger verlassen würden. „Aber ich habe den TSV beim 0:4 in Bad Rothenfelde gesehen und wusste, dass sie ab der 60. Minute abbauen und die Wege nicht mehr gehen“, berichtete Bragula. Genauso kam es auch diesmal.

Zunächst drosch Bockhorn eine weite Flanke von Lukas Schneider noch über das Tor (69.). Doch wenig später war der Ausgleich dann fällig. Alexander Kupka köpfte einen Eckball von Bockhorn unbedrängt zum 1:1 ins Netz (76.). Kupka war nur eingewechselt worden, weil sich Niklas Heinrich bei einer Abwehraktion in der ersten Hälfte verletzt hatte und nun nicht mehr weiterspielen konnte. „Bis dahin waren unsere Standards nicht so stark wie gewohnt“, monierte Bragula.

Und es kam noch besser: Jan Lehmkuhl schoss eine Ablage von Lennart Feldhus platziert zum 2:1 ins lange Eck (79.). Nach einer starken Vorarbeit von Andreas Kari vollendete Feldhus zum 3:1 (84.). Kurz vor Schluss legte Storven Bockhorn uneigennützig quer, und Feldhus besorgte mit seinem siebten Saisontreffer den 4:1-Endstand (89.).

„Wildeshausen hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Das 1:1 hat uns das Genick gebrochen“, sagte TSV-Trainer Andre Schmitz.

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