Trainer Bragula „einfach nur stolz“

VfL Wildeshausen kompensiert Kupka-Ausfall mit viel Disziplin

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„Lichtblick“ für VfL-Coach Marcel Bragula: Sein Mittelfeldspieler Sebastian Bröcker (2.v.r.) bot gegen GVO Oldenburg eine starke Partie auf der Zehnerposition.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen haben ihrer starken Hinrunde das i-Tüpfelchen aufgesetzt: Beim 3:0 (1:0) über den Tabellendritten GVO Oldenburg im abschließenden Heimspiel blieb der Herbstmeister bereits zum zehnten Mal in der laufenden Saison ohne Gegentreffer. „Ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft“, sagte VfL-Coach Marcel Bragula.

Dabei verwöhnten die Krandel-Kicker die gut 200 Zuschauer diesmal weniger mit fußballerischen Geniestreichen, sondern mit einer taktischen Glanzleistung. „Das war nicht spektakulär, dafür absolut diszipliniert. Wir haben unseren Matchplan perfekt umgesetzt und in 90 Minuten keine Torchance zugelassen. Am Ende wurde das Spiel wie so oft durch Standards entschieden“, analysierte Bragula.

Dabei musste Wildeshausens Trainer auf seinen „Sechser schlechthin“ verzichten: Wegen der Fußverletzung, die er sich beim 5:0 in Rastede zugezogen hatte, konnte Alexander Kupka nur zuschauen. „Und ein Spiel ohne Alex Kupka zu bestreiten, ist ein echtes Problem“, erläuterte Bragula: „Das ist, als wenn ich mein neues, teures Fahrrad unverschlossen am Bahnhof abstelle. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie als Mannschaft darauf aufpassen müssen, dass es nicht geklaut wird.“

Diesen Auftrag erfüllte die Wittekind-Crew in Perfektion. Die 4-2-3-1-Formation mit Christoph Stolle und Sascha Görke auf der Doppelsechs ließ die Osternburger überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. „Dabei verfügt GVO mit Andre Geiken, Patrick Janzen und Lasse Dworczak über das höchste Tempo der Liga“, unterstrich Bragula. 

Den ersten Torschuss der Gäste feuerte der 13-fache Saisontorschütze Geiken erst in Minute 43 ab. Doch diese Aufgabe bereitete Sebastian Pundsack keinerlei Probleme. Auch sonst musste der VfL-Keeper an diesem kühlen Herbstnachmittag lediglich Routinearbeit verrichten.

Der Spitzenreiter hatte nicht viele hochprozentige Chancen. Bei den wenigen guten Möglichkeiten waren die Wildeshauser aber ziemlich effektiv. Nach einem Eckstoß kam Jonas Krumland im Fünfmeterraum völlig frei zum Schuss, doch GVO-Schlussmann Lukas Oltmanns lenkte den Ball vor der Linie gerade noch ins Toraus (24.). Auch den folgenden Eckstoß von Lukas Schneider wehrte Oltmanns zunächst ab. Krumland machte den Ball wieder scharf, und Stolle beförderte die Kugel zum 1:0 unter die Latte (25.).

Das 2:0 erzielte Görke, der eine Schneider-Flanke volley ins Netz wuchtete (58.). Dabei war Görkes Einsatz lange ungewiss: Wegen Hüftproblemen hatte er die ganze Woche über nicht trainieren können. Wenig später verlängerte Thorben Schütte einen Schneider-Freistoß mit dem Kopf zum 3:0 ins Tor (60.). Nach einer ähnlichen Situation hätte Maximilian Seidel weiter erhöhen können, doch sein Kopfball strich knapp am GVO-Kasten vorbei (69.).

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