VfL Wildeshausen hat keine Mühe mit erschreckend schwachem STV Voslapp

Seidels Knöchelverletzung trübt Freude über klares 4:0

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Jan Gusfeld-Ordemann erzielte per Strafstoß seinen ersten Treffer im VfL-Trikot.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Normen Günther mochte nichts beschönigen: „Der Klassenunterschied war eindeutig. Streckenweise hat es so ausgesehen, als ob eine Herren- gegen eine A-Jugendmannschaft spielt“, sagte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten STV Voslapp nach dem 0:4 (0:3) beim VfL Wildeshausen.

Während Günther seinem hoffnungslos unterlegenen Team eine „desolate Leistung“ attestierte und ihm in dieser Verfassung die Ligatauglichkeit absprach, durften sich die Wildeshauser über einen hochverdienten Sieg freuen. „Das Ergebnis ist dem Spielverlauf angemessen. Wir waren 90 Minuten die klar dominierende Mannschaft – nur bei der Chancenverwertung hat es ein bisschen gehapert“, bilanzierte VfL-Coach Marcel Bragula.

Getrübt wurde die Siegesfreude der Krandel-Kicker durch die Verletzung von Maximilian Seidel. Der flinke Angreifer musste nach einer guten halben Stunde mit dick geschwollenem Knöchel vom Platz und ließ sich nach dem Abpfiff zur Untersuchung ins Krankenhaus fahren. „Das wäre ein herber Verlust“, meinte Bragula im Hinblick auf die „Mission Heidmühler FC“. Die Partie beim Tabellenvierten dürfte seiner Crew wesentlich mehr abverlangen als die gestrige.

Die erschreckend schwachen Voslapper hatten dem VfL nur herzlich wenig entgegenzusetzen. Bereits nach drei Minuten kombinierten sich die Gastgeber über ihre starke linke Seite in den STV-Strafraum, und Ole Lehmkuhl musste nach Ablage von Seidel nur noch zum 1:0 einschieben. Der eingewechselte Rene Tramitzke erhöhte auf 2:0 (42.).

Noch vor der Pause kam VfL-Winterneuzugang Jan Gusfeld-Ordemann zu seiner Torpremiere. Janek Jacobs war nach einem Duell mit Marcus Kubiak im Strafraum zu Fall gekommen. Der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter André Gantschnig (SSV Jeddeloh) gab den ziemlich schmeichelhaften Foulelfmeter. Zum Schützen hatte Marcel Bragula Innenverteidiger Gusfeld-Ordemann bestimmt. „Jan hat die Elfmeter beim Ahlhorner SV immer recht sicher verwandelt, und ich habe ihm gesagt, dass er in Wildeshausen erst richtig angekommen ist, wenn er ein Tor geschossen hat. Aber eigentlich hatte ich eher mit einem Kopfball nach einer Ecke gerechnet“, meinte der Übungsleiter grinsend. Gusfeld-Ordemann, dem sie den Spitznamen „Gustl“ verpasst haben, lief an und scheiterte zunächst an STV-Keeper Marco Neuweger. Doch weil mehrere Voslapper zu früh in den Strafraum gelaufen waren, ließ Referee Gantschnig wiederholen, und diesmal zappelte der Ball im Netz (45.+3).

Obwohl die Wildeshauser nach dem Seitenwechsel noch einige gute Chancen besaßen, musste für das 4:0 ein Eigentor von Martin Falkenberg herhalten (89.).

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