VfL Wildeshausen II jubelt: Durchmarsch von der Kreis- bis in die Landesliga

Maik Backhus und Eike Mildes stabilisieren den Meister

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Der VfL Wildeshausen II ist nach einem Volleyball-Krimi am letzten Spieltag Bezirksliga-Meister.

Wildeshausen - Und wieder jubeln die Volleyballer des VfL Wildeshausen II: Am letzten Bezirksliga-Spieltag kämpfte die Crew von Spielertrainer Frank Gravel in einem Volleyball-Krimi den Tabellendritten Oldenburger TB III mit 3:2 (25:18, 19:25, 21:25, 28:26, 15:11) nieder. Damit sicherten sich die Wildeshauser ihre dritte Meisterschaft in Serie und machten den Durchmarsch von der Kreis- bis in die Landesliga perfekt.

Dabei hatten die Gastgeber beim Stand vom 24:20 im vierten Durchgang und einer 2:1-Satzführung bereits Matchball. Niemand hätte wohl mehr einen Pfifferling auf die Wildeshauser Youngster gesetzt. „Aber das hat uns in der ganzen Saison ausgezeichnet: Wir haben einige aussichtslos scheinende Spiele noch gewonnen – das zeigt, welches Selbstvertrauen die Mannschaft hat“, sagte Frank Gravel. So auch diesmal.

Paul Schütte, dem in den drei Sätzen zuvor viele Fehlangaben unterlaufen waren, war mit dem Aufschlag an der Reihe. Und er hielt dem Druck stand. Der VfL wehrte die vier Matchbälle ab und hatte beim 25:24 dann selbst Satzball, der aber ungenutzt blieb. Nachdem die Wildeshauser beim 25:26 einen weiteren Matchball abgewehrt hatten, verwandelte Frederik Bartelt den zweiten Satzball zum 28:26. Der starke VfL-Mittelblocker legte den Ball locker über den lauernden OTB-Dreierblock ins Feld.

Nun hatten die Gäste Rückenwind. Im Tiebreak lagen sie lediglich beim 3:4 im Hintertreffen und setzten sich vom 9:8 dann entscheidend auf 13:8 ab, als Frederik Bartelt mit dem Aufschlag an der Reihe war. Nach dem verwandelten Matchball kannte der Jubel bei den Wildeshausern keine Grenzen. Ihren Titel-Hattrick feierten sie mit einem mehrgängigen Menü im Caruso. „Die Letzten haben den Abend weit nach Mitternacht im Franziskaner ausklingen lassen“, berichtete Frank Gravel.

Dabei war die Ausgangslage vor der abschließenden Partie alles andere als rosig: Viele VfL-Akteure waren grippegeschwächt. Doch rechtzeitig bis zum Spielbeginn meldeten sich alle wieder fit. Zumindest im ersten Satz sah es dann hervorragend aus: Der Spitzenreiter, der das Hinspiel gegen den amtierenden Vizemeister überraschend deutlich mit 3.0 gewinnen konnte, setzte sich schnell auf 5:2 ab. Das gab Sicherheit, und bald darauf war der Satzgewinn perfekt. Doch je länger der zweite Durchgang dauerte, um so besser kamen die Oldenburger ins Spiel, während der VfL abbaute: Libero Christoph Albers hatte einen gebrauchten Tag erwischt, und auch Conny Kramer ließ immer weiter nach. Zudem musste Frederik Bartelt zu Beginn des dritten Satzes mit Nasenbluten draußen bleiben.

Doch Libero Maik Backhus und Außenangreifer Eike Mildes stabilisierten das Wildeshauser Spiel im vierten Durchgang. Zur Satzmitte setzte sich Oldenburg von 13:12 auf 16:13 ab und hielt diesen Vorsprung bis zum 24:20. Was dann folgte, war an Dramatik nicht mehr zu überbieten und endete im Freudentaumel.

„Ich weiß noch nicht, wie die Mannschaft im nächsten Jahr aussehen wird, weil viele Spieler Abitur machen. Aber es werden so viele in Wildeshausen bleiben, dass wir auf alle Fälle eine schlagkräftige Mannschaft für die Landesliga haben“, kündigte Frank Gravel an.

mar

VfL Wildeshausen II: Eike Mildes, Frank Gravel, Leon Gravel, Conrad Florian Kramer, Jannik Eggers, Maik Backhus, Paul Schütte, Jonas Boldt, Frederik Bartelt, Christoph Albers, Marco Backhus.

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