Wildeshausen heute gegen Tur Abdin und Montag gegen Wiefelstede gefordert

Coach Bragula befördert Kari in seinen Bezirksliga-Kader

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Am Sonntag wirbelten Rene Tramitzke (vorn) und Maximilian Seidel (links) noch in der Offensive des VfL Wildeshausen. Für heute, im nächsten Spiel gegen Tur Abdin Delmenhorst, sind ihre Einsätze allerdings fraglich.

Wildeshausen - Von Cord Krüger. Keine Chance auf ruhige Ostertage – doch das nimmt Andreas Kari nur zu gern in Kauf: Der Offensivmann des VfL Wildeshausen II zählt vorübergehend zum Kader der Ersten, für die es während der Feiertage gleich doppelt dicke kommt: Heute um 15 Uhr tritt der Bezirksliga-Zweite beim Dritten Tur Abdin Delmenhorst an, und nur 48 Stunden später empfängt Wildeshausen den Rückrunden-Dritten SV Eintracht Wiefelstede im Krandelstadion – am Ostermontag um 15 Uhr. „Andreas hat zuletzt in der Kreisliga überragende Leistungen gezeigt“, sagt VfL-Trainer Marcel Bragula über Flügelstürmer Kari. „Deswegen habe ich ihn in den Kader der Ersten berufen – zunächst für diese beiden Spiele.“

Hinzu kommt, dass Bragula noch freie Kapazitäten in der Kabine hat, denn neben Verteidiger Kai Meyer (Aufbautraining) fallen auch Defensivkollege Alexander Kupka (Bluterguss im Oberschenkel) und Stürmer Majues Gebhardt-Bauer (Adduktorenprobleme) aus. Ob Defensiv-Allrounder Matthias Ruhle und Angreifer Rene Tramitzke ihre Knieprobleme rechtzeitig abgeschüttelt haben, stellt sich erst kurzfristig heraus. Ebenfalls fraglich: der Einsatz des überaus variablen Maximilian Seidel, der erst am Sonntag beim 3:0-Heimsieg über Tur Abdin eine Knöchelblessur erlitten hatte. Auch deshalb beförderte Coach Bragula Kari ins Bezirksliga-Team, denn „Andreas bringt eine starke Dynamik, gutes Tempo und Variabilität mit: „Ich kann ihn auf dem linken und rechten Flügel einsetzen.“

Immer vorausgesetzt, dass es die Witterung zulässt. Denn wegen ausgiebiger Regen- und Hagelschauer bis Gründonnerstag war bis gestern nicht ganz klar, ob die Plätze bespielbar sind: „Wenn jetzt aber kein weiterer Regen dazu kommt, sieht es gut aus“, meint Bragula. Delmenhorsts Manager Stefan Keller sieht es ähnlich: „Wir gehen davon aus, dass wir spielen.“

Das heutige Nachhol-Hinspiel bei Abdin stehe aber unter komplett anderen Vorzeichen als das Rückspiel vom Sonntag: „Unser Gegner wird nach der Niederlage stark auf Wiedergutmachung aus sein – und die Anzeichen verdichten sich, dass wir vor einer großen Kulisse spielen“, schildert der B-Lizenz-Inhaber. Ihm ist klar, dass viele Fans von Spitzenreiter Atlas Delmenhorst im Stadion an der Düsternortstraße nun für 90 Minuten dem Stadtrivalen Abdin die Daumen drücken, damit ihr ärgster Verfolger aus Wildeshausen stolpert: „Schon kurios, wie es plötzlich zu solchen Verbrüderungen kommen kann…“

Doch davon, fordert der 41-Jährige, dürfe sich seine Mannschaft ebensowenig beeinflussen lassen wie von dem am Ende deutlichen Erfolg am Sonntag: „Am meisten hat mir natürlich gefallen, dass wir zu null gespielt haben – aber Abdins Offensivabteilung ist trotzdem brandgefährlich“, warnt er insbesondere vor Simon-Josef Matta und Mikael Blümel. Da nimmt er nicht nur seine Viererkette und die Dreifach-Sechs im defensiven Mittelfeld in die Pflicht: „Wenn der Gegner den Ball hat, werden bei mir alle zu Abwehrspielern!“

Auch am Ostermontag im Heimspiel gegen Wiefelstede sei Vorsicht das oberste Gebot: „Wir müssen hinten sicher stehen. Vorne sind wir immer für ein Tor gut – aber es wird nicht einfach.“ Schließlich steht in Person von Hergen Gerdes ein Regionalliga-erfahrener Keeper zwischen den Eintracht-Pfosten. Der heute 25-Jährige spielte bis vor zwei Jahren noch für den SV Wilhelmshaven. Aber auch der mehr als zwei Meter große Abwehr-Hüne Bernd Hobbie hat seinen Teil zum Wiefelsteder Aufschwung nach der Winterpause mit 15 Punkten aus sieben Spielen beigetragen: Der kopfballstarke Innenverteidiger lässt im Abwehrzentrum wenig zu und strahlt bei Offensiv-Standards Torgefahr aus. „Zur zusätzlichen Motivation werde ich den Jungs in der Kabine die Rückrunden-Tabelle an die Wand hängen“, verrät Bragula. Dieses Ranking zeigt die Ammerländer auf Platz drei. „Sein“ VfL Wildeshausen steht dort allerdings an der Spitze – vor Atlas Delmenhorst. Und Bragula hofft, dass das so bleibt.

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