Wildeshausen gibt dritten Saisonsieg fahrlässig aus der Hand – 3:3

Fleck auf weißer Weste

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Sascha Görke (links) brauchte nach seiner Einwechslung nur fünf Minuten, um sein Tor zum 2:2 zu erzielen.

Wildeshausen - Von Daniel Wiechert. Darüber, ob ein Glas halb voll oder halb leer ist, lässt sich streiten. Ebenso über das gestrige 3:3 (1:2) des VfL Wildeshausen gegen den TSV Ganderkesee: Durften sich die Krandelkicker über dieses Remis nun freuen, da sie zweimal im Rückstand gelegen hatten, oder musste sich die Bezirksliga-Mannschaft von Trainer Marcel Bragula grämen, weil sie fünf Minuten vor Schluss eine 3:2- Führung verbaselt hatte?

Für Bragula war die Sache klar: „Ich bin angenervt von diesem Spiel“, sagte er kurz nach dem Schlusspfiff: „Als ambitionierter Bezirksligist dürfen wir gegen einen Aufsteiger keine drei Gegentore kassieren.“ Zumal die Gegentore vermeidbar waren. Vor dem 0:1 war die Situation eigentlich schon geklärt, doch Jan Lehmkuhl verdaddelte im eigenen Strafraum den Ball, so dass Ganderkesees Marc Rässler das Leder vor die Füße sprang. Er fackelte nicht lange und stellte auf 1:0 (28.) für die Gäste aus Ganderkesee.

Doch anstatt in Schockstarre zu verfallen, antwortete Wildeshausen direkt. Lehmkuhl bediente Janek Jacobs, der das hohe Anspiel mit dem ersten Kontakt über TSV-Keeper Felix Dittrich lupfte, um dann locker einzuschieben – 1:1 (30.). Der VfL war jetzt nah an der Führung, doch Maximilian Seidel (31.) und Lehmkuhl (45.) verzogen knapp. Hinten blieben die Gastgeber aber anfällig, was der Aufsteiger zu nutzen verstand. Seelenruhig durften die TSV-Akteure im Wildeshauser Strafraum kombinieren, so dass der Ball zu Apostolos Papakostas kam. Der griechische Ex-Profi ließ sich die Chance nicht nehmen und traf aus zwölf Metern flach ins rechte Eck – 2:1 (45. +2).

Bragula reagierte sofort, ordnete noch vor dem Kabinengang an, dass sich Rene Tramitzke und Sascha Görke intensiv warm machen sollten. Beide kamen zum Wiederanpfiff in die Partie und strahlten direkt Torgefahr aus. Lehmkuhl steckte durch die Nahtstelle in den 16er auf Seidel, dessen Querpass verwertete Görke zum 2:2-Ausgleich (50.). Auch am nächsten Treffer war Görke beteiligt. Er schickte Jacobs auf die linke Außenbahn, die Hereingabe vollstreckte Seidel zum 3:2 (73.). Doch dann zeigte sich, dass der VfL derzeit noch kein Team ist, das ein Ergebnis verwalten kann. Nach einer VfL-Ecke ging es ganz schnell. Papakostas nahm über rechts Tempo auf, zog in die Mitte, um dann für Torschütze Manuel Joao Dinis Carrilho durchzustecken – 3:3 (85.).

Somit hat Wildeshausen nun sieben statt neun Zähler nach drei Saisonpartien auf dem Konto. „Mit den sieben Punkten kann ich leben“, sagte Bragula: „Wir wussten auch, dass der TSV kein normaler Aufsteiger ist. Die schlägst du nicht im Vorbeigehen.“ Das Glas schien nun doch wieder halb voll zu sein.

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