Wildeshausen gewinnt frostiges Derby in Ganderkesee durch Elfmetertor mit 1:0

Dittrich kalt erwischt, Seidel cool vom Punkt

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Wildeshausens Janek Jacobs (M.) behauptet den Ball gegen Sven Apostel (l.).

Ganderkesee - Von Sven Marquart. Felix Dittrich hatte sich offenbar auf einen arbeitsreichen Nachmittag eingestellt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und eisigem Wind trug der Torhüter des Bezirksligisten TSV Ganderkesee im Derby „beinfrei“. Allerdings ist der VfL Wildeshausen vom Hurra-Fußball aus dem Herbst momentan ein ganzes Stück entfernt. Doch das war Dittrich möglicherweise entgangen. Sonst hätte er es wahrscheinlich seinem VfL-Kollegen Sebastian Pundsack gleich getan und untenrum die lange Variante gewählt.

So musste der TSV-Keeper mit den wenigen Zuschauern um die Wette klappern. Denn viel bekam er in den 90 Minuten nicht zu tun. Bezeichnenderweise resultierte der Treffer zum 1:0 (1:0)-Erfolg des VfL Wildeshausen aus einem Strafstoß. Janek Jacobs war im Duell mit Patrick Meyer zu Fall gekommen, und Maximilian Seidel blieb vom Elfmeterpunkt total cool (34.).

„Es ist nicht okay, dass Ganderkesee Janek Jacobs eine Schwalbe vorwirft. Er kommt mit Vollspeed über die linke Seite – da reicht die kleinste Berührung“, meinte VfL-Trainer Marcel Bragula. Schiedsrichter Jan Denker (VfR Wardenburg), der die Partie sicher im Griff hatte, sah es genauso, zeigte Meyer Gelb und dann auf den Punkt. Kurz darauf ließ Denker nach einem weiteren Foul von Meyer an Jacobs Gnade vor Recht ergehen. Zur Pause nahm TSV-Trainer Hamid Derakhshan seinen gelb-rot-gefährdeten Kapitän deshalb vom Feld.

Bei den Krandel-Kickern spielte überraschend Daniel Pasker in der Abwehrzentrale. Der Innenverteidiger hatte wegen chronischer Kniebeschwerden lange ausgesetzt, konnte in der vergangenen Woche aber das volle Trainingsprogramm absolvieren. Auch Pasker wurde in der ersten Halbzeit kaum gefordert, denn die Gastgeber kamen mit dem 4:3:3 der Wildeshauser überhaupt nicht klar. „Wir lassen nichts zu. Besser kann man das nicht spielen“, freute sich Marcel Bragula.

Das änderte sich nach dem Wechsel. Sven Apostel und Robin Ramke sorgten nun auf dem rechten TSV-Flügel für mächtig Betrieb. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft. In der 64. Minute tanzte Ramke auf engstem Raum vier Wildeshauser aus, doch sein Schuss rauschte knapp am langen Pfosten vorbei. Eine Viertelstunde später klärte Lennart Flege kurz vor der Torlinie im Liegen gegen Ramke (78.). Es blieb beim 0:1.

„Ärgerlich, dass wir mit leeren Händen dastehen“, meinte Hamid Derakhshan. Seine Mannschaft habe den Tabellenzweiten mit viel Ballbesitz kontrolliert. „Wir haben glücklich, aber aufgrund der ersten Halbzeit verdient gewonnen“, fand Marcel Bragula.

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