„Das ist einfach nur bitter!“

VfL Wildeshausen geht trotz eines kämpferischen Kraftakts im Kreisderby leer aus

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Frank Schröders Einzelsieg in Laxten kam nicht mehr in die Wertung. 

Wildeshausen - Tischtennis-Bezirksoberligist VfL Wildeshausen klebt derzeit regelrecht das Pech am Schläger: Erst wurden die Huntestädter beim 3:9 in Laxten eindeutig unter Wert geschlagen, dann scheiterten Spitzenspieler Guido Grützmacher und Co. trotz eines kämpferischen Kraftakts unglücklich mit 7:9 beim Klassenprimus TV Hude III. Negative Konsequenz: Nach sechs Partien belegt Wildeshausen mit 2:10 Punkten den vorletzten Rang – also einen Abstiegsplatz.

SV Olympia Laxten – VfL Wildeshausen 9:3: Zumindest ein Teilerfolg wäre für den VfL möglich gewesen. Doch sämtliche Schlüsselspiele gingen an Laxten. Zunächst zogen Michael Rüdebusch/Martin Hakemann hauchzart mit 9:11 im Entscheidungssatz gegen Laxtens Paradedoppel Alexander Keller/Eduard Beck den Kürzeren, dann scheiterten im weiteren Verlauf der Begegnung Hakemann (10:12 im fünften Durchgang gegen Claus Hartdegen), und Helmut Rang (vergab gegen Beck einen Matchball) ähnlich knapp.

Besonders bitter: Nach der Niederlage von Routinier Rang kam das bereits gewonnene Match von Frank Schröder gegen Laxtens Nummer vier Julian Brand nicht mehr in die Wertung. Wildeshausen schrammte also nur denkbar unglücklich an einem besseren Ergebnis vorbei. Rang sah es ähnlich: „Die Niederlage ist eindeutig zu hoch ausgefallen. Natürlich sind wir enttäuscht. Leider waren wieder die Doppel der Knackpunkt.“ Stimmt, denn vor den Einzeln hechelte Wildeshausen bereits einem 0:3-Rückstand hinterher.

Trotzdem hätten die Gäste mit etwas mehr Fortune punkten können. So blieb es für die Huntestädter am Ende bei Achtungserfolgen durch Grützmacher (3:0 gegen Keller), Helmut Rang (Dreisatztriumph über Brand) sowie Youngster Fabian Rang, der seine prima Leistung gegen Florian Schöttmer durch einen Viersatzsieg krönte.

TV Hude III – VfL Wildeshausen 9:7: Nach der ärgerlichen Niederlage im Kellerduell reiste der VfL mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch zum Landkreisderby beim Spitzenreiter. Dank einer engagierten Vorstellung brachte der VfL den Klassenprimus an den Rande der Niederlage. Deshalb fiel das Fazit von Wildeshausens Nummer eins Grützmacher trotz des Ergebnisses auch durchweg positiv aus: „Wir haben einen großen Fight geliefert. Mit dieser Leistung über die gesamte Saison hätten wir sicherlich schon zwei bis vier Punkte mehr auf dem Konto.“

Zum Leidwesen der Gäste wurde ihr großer Kampf aber nicht belohnt. Dabei kamen sie diesmal sogar besser aus den Startlöchern. Grützmacher/Carsten Scherf verhinderten mit einem Viersatztriumph über Cedric Meißner/Andreas Lehmkuhl ein erneutes 0:3-Fiasko – und auch im Einzel bot Wildeshausen den Hudern die Stirn. So „breakte“ Rüdebusch in vier Sätzen Hudes Nummer eins Julian Meißner, Grützmacher panierte Cedric Meißner, und Fabian Rang kämpfte Tom Piper mit 14:12 im Entscheidungssatz nieder.

Zwar lag Hude zur „Halbzeit“ knapp mit 5:4 vorn, doch noch durfte der Vorletzte von einer Überraschung träumen. Aber wieder einmal hatte sich Glücksgöttin Fortuna nicht das VfL-Trikot übergestreift: Erst konnte Grützmacher im Spitzeneinzel gegen Julian Meißner einen 2:0-Satzvorsprung nicht ins Ziel retten, dann musste Rüdebusch haarscharf mit 14:16 im fünften Durchgang gegen Cedric Meißner passen.

Doch noch gab sich Wildeshausen nicht geschlagen: Lediglich Kapitän Hakemann scheiterte bis zum Abschlussdoppel noch an Piper, so dass die Gäste nach Erfolgen von Helmut Rang, Carsten Scherf und Fabian Rang, der sich in absoluter Galaform präsentierte, beim Stand von 7:8 einen Bonuspunkt im Abstiegskampf schon vor Augen hatten. Doch trotz einer 2:1-Satzführung zogen Grützmacher/Scherf noch gegen Julian Meißner/Julian Ewert den Kürzeren. Entsprechend fassungslos wirkte Teamsprecher Rüdebusch: „Das ist ärgerlich, enttäuschend und zudem unverdient. Einfach nur ganz bitter!“ - drö

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