VfL Wildeshausen II geht mit stark verjüngter Mannschaft in die Saison

Arends pflegt den Jugendstil

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Der neue VfL-Trainer Arend Arends (M.) hat mit Marius Meier, Pascal Hesselmann, Marcos Cavalcante-Monteiro, Schahuaz Amir-Juki und Nico Krumdiek (nicht auf dem Bild) fünf Akteure aus dem eigenen Nachwuchs dazubekommen.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Jugend forscht – so könnte bei den Kreisliga-Fußballern des VfL Wildeshausen II das Motto für die Saison 2014/2015 lauten. Fünf erfahrene Kräfte haben die VfL-Reserve verlassen, dafür rücken fünf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs auf. Hinzu kommt mit Arend Arends ein junger, unverbrauchter Trainer.

Besonders schmerzhaft ist der Verlust von Philipp Stangneth. Der langjährige Kapitän arbeitet inzwischen in Wilhelmshaven und kann den Aufwand nicht mehr leisten. Offensivmann Benjamin Bohrer wechselte nach internen Querelen zum Kreisligisten SG SW Oldenburg. Verteidiger Tim Albus und die Angreifer Kai Schmale und Tobias Kern sind mit Trainer Marcel Bragula in die Bezirksliga-Mannschaft aufgerückt.

Den Verlust dieses Stammspieler-Quintetts muss der neue Coach Arend Arends mit fünf Akteuren kompensieren, die den A-Junioren entwachsen sind. Doch Arends, der morgen seinen 30. Geburtstag feiert, ist von der Qualität der Youngster überzeugt.

Ein „zentraler Baustein“ wird Pascal Hesselmann sein, der mit einem der erfahrenen Selcuk Keyik (27) oder Christian Otten (33) die Innenverteidigung bilden soll. Schahuaz Amir-Juki plant Arend Arends auf einer zentralen Position im Mittelfeld ein. „Schahuaz hat einen Blick für seine Mitspieler und war in der Vorbereitung am beständigsten von allen“, lobt der Übungsleiter den kleinen „Techniker“.

Derweil hat sich Marius Meier für den Job des Rechtsverteidigers empfohlen, könnte allerdings auch links spielen, wenn Philipp Finger ausfallen sollte. „Marius bringt viel Ruhe rein, deshalb haben wir ihn auch als dritten Kapitän in den Mannschaftsrat geholt“, berichtet Arend Arends. Marcos „Junior“ Cavalcante-Monteiro konkurriert mit Ole Willms und Yannis Brockmann um einen Platz im defensiven Mittelfeld. „Er ist unheimlich fleißig und steigert sich von Einheit zu Einheit“, erläutert Arends. Dagegen dürfte Nico Krumdiek „noch einige Wochen brauchen, bis er sich zurechtgefunden hat“, schätzt Arends. Denn der Mittelfeldspieler stieß erst spät zum Team, weil er bis zum Ende der Vorbereitung versuchte, sich für einen Platz im Bezirksliga-Kader zu empfehlen.

Passend zum Jugendstil, hat der VfL Wildeshausen II nun mit Yannis Brockmann einen Mannschaftsführer, der auch erst 20 Jahre alt ist. „Yannis trägt die Binde nicht spazieren, weil er denkt, dass er der Geilste ist – er ist ein echter Käpt’n“, erläutert Arend Arends. Brockmann sei bei jeder Trainingseinheit dabei gewesen und habe sich um viele Dinge auf und neben dem Platz gekümmert. Hinzu komme seine ruhige sachliche Art. Dumm nur, dass Brockmann im Kreispokalspiel gegen RW Hürriyet mit dem Fuß umknickte und in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste. „Ich hoffe, dass es nur eine Zerrung ist“, meint Arend Arends.

Der Oberschullehrer legt viel Wert auf Taktik und wird seine Mannschaft ein gepflegtes Mittelfeldpressing spielen lassen. „Außerdem werden wir viel über außen kommen.“ Mit Andreas Kari, Hector Hüls, Philipp Finger und Marius Meier habe er schnelle Leute, die auf den Flügeln Dampf machen, in den Rücken der gegnerischen Abwehr vorstoßen und dann nach innen passen könnten. „Und Norman Holzenkamp macht die Dinger dann weg.“ Soweit die Theorie.

Nachdem die VfL-Reserve in der abgelaufenen Saison lange kämpfen musste und mit Mühe auf dem ersten Nichtabstiegsplatz eingelaufen ist, könne das Ziel nur „Klassenerhalt“ lauten, bekräftigt Arend Arends: „Es wäre vermessen, von einem einstelligen Tabellenplatz zu reden. Mit Glück können wir um die Plätze acht bis zwölf mitspielen, aber gerade am Anfang darf man keine Wunderdinge erwarten – die Jungs brauchen Zeit.“

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