„Gold-Star“ Christian Schwarzer verspricht für den 26. Mai „ein gutes Event“

Wildeshausen erwartet Weltklasse-Handballer

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Handball-Nationalspieler Christian „Blacky“ Schwarzer freut sich auf das Spiel in Wildeshausen gegen eine Oberliga-Auswahl: „Ich denke schon, dass wir da noch gut gegenhalten können.“ ·

Wildeshausen - Es ist ein Termin, den sich jeder Handball- und Sportfan in seinem Kalender dick anstreichen sollte: Am 26. Mai werden sich einige der bekanntesten deutschen Handballer in der Halle der Wallschule Wildeshausen die Ehre geben. Das so genannte „Gold-Star-Team“ um den ehemaligen Weltklasse-Kreisläufer Christian „Blacky“ Schwarzer trifft dann auf eine Auswahl aktueller Oberliga-Spieler des TV Neerstedt, der TSG Hatten-Sandkrug und des TV Cloppenburg.

Es sind wahrlich illustre Namen, die für den Kader der Elite-Auswahl gehandelt werden. Neben Schwarzer dürfen die Fans auch auf Stefan Kretzschmar, Heiner Brand, Daniel Stephan, Michael Kriter oder Henning Fritz hoffen. Möglicherweise verstärken mit Pascal Hens, Torsten Jansen und Florian Kehrmann sogar drei aktive Bundesliga-Spieler die Gold-Stars, wenn es ihr Zeitplan denn zulässt. Endgültig entschieden sei allerdings noch nicht, wer letztlich auch wirklich antritt, betonte Christian Schwarzer im Gespräch mit dieser Zeitung. Sicher sei allerdings: „Wir werden den Zuschauern ein gutes Event bieten und einfach Spaß haben.“ Und auch die sportliche Herausforderung gegen die Oberliga-Auswahl nimmt der 318-fache Nationalspieler gerne an: „Ich denke schon, dass wir da noch gut gegenhalten können.“

Der Kartenverkauf für die Partie, in deren Vorfeld sich auch zwei Ü40-Auswahlen der Handballregion Oldenburg und aus Cloppenburg und Dinklage messen werden, soll in den kommenden Tagen starten, die 600 Tickets befinden sich bereits im Druck.

Hintergrund dieses Handball-Leckerbissens ist nach Angaben von Initiator Wolfgang Sasse, Vorsitzender der Handball-Region Oldenburg und des VfL Wildeshausen, die Initiative „Integration durch Bildung und Sport“ des VfL. „Im Rahmen der täglichen Arbeit von Valdrin Stublla, der bei uns sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, haben wir einige wichtige Erkenntnisse gewonnen“, erklärt Sasse. So müsse nicht nur die Integration von Mitbürgern aus dem Ausland verbessert werden, auch im Zusammenspiel zwischen den Generationen gebe es Optimierungspotenzial.

Hintergrund: Auf viele junge Trainer wirke der stetig wachsende Papierkram, der vom Übungsleiter abgearbeitet werden muss, abschreckend. Und auch die Organisation von Training und Spielbetrieb sei einfach nicht jedermanns Sache, von Zeitaufwand einmal abgesehen, haben Sasse und seine Mitstreiter erkannt.

Und genau an dieser Stelle möchte er ansetzen: „Wir dürfen den demografischen Wandel nicht nur als Gefahr sehen, sondern sollten auch die Chancen nutzen. Viele Ältere wollen auch nach ihrem aktiven Berufsleben noch etwas Sinnvolles machen.“ Und so schwebt Sasse vor, dass sich die jungen ehrenamtlichen Trainer künftig auf den reinen sportlichen Bereich konzentrieren können, während die Älteren die Organisation übernehmen. „Das ist meine Vision.“ Dabei, so Sasse, dürfe eine Sache aber auf gar keinen Fall passieren: „Der Senior darf den Junior nicht überlagern oder dominieren. Sie sollen ihre Erfahrung einbringen, aber die Jüngeren müssen sich frei entfalten können.“

Ob die angestrebte integrative Vernetzung der Generationen im Endeffekt aufgeht, bleibt abzuwarten. „Das vermag ich nicht zu sagen, aber es kann sicherlich eine Möglichkeit sein“, sagt auch Schwarzer. Denn dass gerade im Jugendbereich, losgelöst von der Sportart, etwas passieren müsse, bestreitet auch Schwarzer, Bundestrainer der Handball-Junioren, nicht. „Im Moment ist es so, dass uns die Kinder nicht mehr so zulaufen, wie es noch nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2007 war. Aber das ist nicht nur beim Handball so, sondern in allen Sportarten, da es durch die Ganztagsschulen für die Vereine immer schwieriger wird.“

Doch obwohl die Begleitumstände derzeit nicht die allerbesten sind, sieht „Blacky“ für die Zukunft des Handball keinesfalls schwarz: „Ich muss sagen, dass wir gerade bei der letzten Sichtung des Jahrgangs 1998 echte Talente dabeigehabt hatten. Die machen das mit richtig Freude und Engagement. Das Ziel muss es sein, bei den großen Turnieren immer unter den Top-Vier zu landen.“ · lka

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