Tramitzke vor Verfolgerduell angeschlagen

Elias VfB kommt als Mannschaft der Stunde

René Tramitzke

Wildeshausen - Natürlich war der späte Ausgleich ärgerlich. In der Schlussminute hatte der damalige Tabellenführer VfL Wildeshausen beim fünftplatzierten VfB Oldenburg II das 1:1 kassiert. Inzwischen haben sich die Vorzeichen grundlegend geändert, so dass VfL-Coach Marcel Bragula im Rückspiel (Sonntag, 15 Uhr) mit einem Unentschieden „nicht unzufrieden“ wäre.

Denn die von seinem ehemaligen Wildeshauser Partner Marco Elia trainierte Regionalliga-Reserve ist zweifelsfrei die Mannschaft der Stunde. Mit zuletzt elf Siegen in Folge kletterten die Blauen bis auf Platz zwei. „Alle Positionen sind top besetzt. In der aktuellen Verfassung ist der VfB stärker als der SV Brake“, meint Bragula anerkennend. Dessen Trainer Gerold Steindor könne „froh sein, dass der VfB nicht die perfekte Hinrunde gespielt hat“. So hat der Spitzenreiter bei noch fünf ausstehenden Spielen zehn Punkte Vorsprung auf den Verfolger.

„Wir beschäftigen uns mit anderen Dingen“, sagt Bragula. Denn während der VfL in der ersten Halbserie das überragende Team war und aus 15 Partien 40 Zähler holte, haben die Krandel-Kicker inzwischen immense Schwierigkeiten. Aus acht Rückrundenpartien holten sie lediglich fünf Punkte. „Zu Saisonbeginn haben wir deutlich gesagt, dass wir eine gute Mannschaft haben, die in der Lage ist, oben mitzuspielen. Uns war klar, dass wir in der Breite nicht gut genug besetzt sind und wir Probleme bekommen, wenn mehrere Leistungsträger ausfallen.“ Dieser Fall ist nun eingetreten. „Aber ich hätte nicht gedacht, dass die Probleme so groß sind“, gibt Bragula zu.

„Wir müssen wieder galliger werden“

Akribisch, wie es seine Art ist, hat sich der VfL-Coach mit der Situation auseinandergesetzt und dabei viele Gespräche geführt. Im Training legte er großen Wert auf kleine Spielformen mit vielen Zweikämpfen und Ballkontakten. „Wir müssen wieder galliger werden“, erläutert Bragula.

Allerdings forderte der intensive Übungsbetrieb auch ein Opfer: Im Eifer des Gefechts erwischte Linksverteidiger Philipp Finger Torjäger René Tramitzke am Knöchel. Der Angreifer humpelte vom Platz und verpasste auch die Einheit am Donnerstag. „Das sieht nicht gut aus“, fürchtet Bragula um seinen besten Schützen, der beim 1:1 in Oldenburg die Führung erzielt hatte. Immerhin konnten Maximilian Seidel und Michael Eberle wieder ins Training einsteigen. - mar

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