Gaden: „Wir sind selbst schuld“ / Werner: „Haben sehr gute Leistungen gezeigt“

Wildeshausen und Dünsen verpassen das Halbfinale

Janek Jacobs verlor mit dem VfL Wildeshausen gegen den späteren Turniersieger aus Ahlhorn.
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Janek Jacobs verlor mit dem VfL Wildeshausen gegen den späteren Turniersieger aus Ahlhorn.

Ganderkesee - Die Chancen waren vorhanden, am Ende aber blieb die Tür zum Halbfinale der Fußball-Hallenkreismeisterschaften für den VfL Wildeshausen und SC Dünsen versperrt. Doch während für die Dünsener das erneute Erreichen der Zwischenrunde bereits als Erfolg zu bewerten war, schlichen die Wildeshauser enttäuschter aus der Halle.

„Wir sind dieses Mal selbst schuld“, erklärte VfL-Trainer Jürgen Gaden, nachdem sein Team zum vierten Mal in Folge seit 2008 das Halbfinale des prestigeträchtigen Hallenturniers verpasst hatte. Zwar hatte die Zwischenrunde für die Wildeshauser mit einem 5:3 gegen den TV Munderloh, dessen „Mission Titelverteidigung“ einen frustrierenden Verlauf nahm, perfekt angefangen. Doch gegen den Ahlhorner SV folgte trotz optischer Überlegenheit mit zwei hochkarätigen Chancen prompt die Ernüchterung – 0:1. Als anschließend auch gegen den Außenseiter Bookholzberger TB nicht mehr als ein 1:1 heraussprang, deutete sich das Aus für den VfL bereits an. „Gerade dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen“, sagte Gaden und ärgerte sich bei diesen Worten vor allem über die letzte Szene: Liridon Stublla agierte zehn Sekunden vor Schluss viel zu eigensinnig, als er den BTB-Keeper anschoss, anstatt zu seinen völlig frei stehenden Mitspielern zu passen. Der 3:0-Erfolg gegen den VfL Stenum, der zu diesem Zeitpunkt bereits als Gruppensieger feststand, ließ zwar noch einmal Hoffnung aufkeimen, doch diese verpuffte, als Ahlhorn gegen Bookholzberg mit 1:0 gewann und in der Tabelle wieder an den Wildeshausern vorbeizog. Trotzdem war es für Gaden ein schönes Turnier. „Wir hatten Spaß, und keiner hat sich verletzt.“

Noch dramatischer verlief die Zwischenrunde für den SC Dünsen. „Wir sind nicht nur gekommen, um die Favoriten zu ärgern. Wir wollen jetzt auch ins Halbfinale“, sagte Martin Werner und gab damit gleichzeitig das Selbstvertrauen seiner Spieler wieder. Und die drehten gleich richtig auf, erkämpften sich gegen die Sportfreunde Wüsting ein 1:1 und bezwangen anschließend den TV Falkenburg mit 2:1. Sogar gegen den TSV Ganderkesee führten die Dünsener mit 2:1, ehe sie eine äußerst umstrittene Zeitstrafe gegen Timur Rademacher aus der Bahn warf. Ganderkesee nutzte die Überzahl mit drei Toren konsequent aus, am Ende hieß es sogar 6:3 für die Gastgeber. Dass die letzte Gruppenpartie gegen den SV Achternmeer dennoch zu einem „Endspiel“ wurde, hatte der SC Dünsen dem TV Falkenburg zu verdanken, der tapfer kämpfend den Sf Wüsting ein 0:0 abtrotzte, wobei Wüsting in einer hektischen Schlussphase 13 Sekunden vor dem Abpfiff einen Neunmeter verschoss. „Das ist ein Zeichen, gleich packen wir das“, feuerte Werner sein Team an. Doch das Feuer in dem entscheidenden Spiel entfachte dann doch ein anderer: Mit einem Hattrick schoss Andre Haake den SV Achternmeer im Alleingang ins Halbfinale – 0:3.

Bei Dünsens Trainer überwog am Ende trotzdem die Zufriedenheit. „Wir haben in allen vier Spielen eine sehr gute Leistung gezeigt und bewiesen, dass wir auch gegenüber den höherklassigen Teams gleichwertig sind. Das Halbfinale wäre die Krönung gewesen, aber auch so können wir zufrieden sein.“ · him

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