VfL Wildeshausen und SV Brake schwächeln

„Nicht klagen, kämpfen!“

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Kevin Kari steht dem VfL Wildeshausen gegen den SV Brake wieder zur Verfügung.

Wildeshausen - Im Gleichschritt eilten der VfL Wildeshausen und der SV Brake in der Hinrunde von Sieg zu Sieg. Doch in der Rückrunde läuft es bei den beiden besten Mannschaften der Fußball-Bezirksliga ganz und gar nicht rund. Herbstmeister Wildeshausen holte aus fünf Partien lediglich vier Punkte und musste die Tabellenführung an den SV Brake abtreten.

Der verlor zuletzt jeweils mit 0:1 gegen den TuS Obenstrohe und beim VfB Oldenburg II. Zudem verabschiedete sich der Klassenprimus mit dem 0:2 beim TSV Wallenhorst im Viertelfinale aus dem Bezirkspokal. Dennoch trägt die Begegnung zwischen Wildeshausen und Brake am Sonntag, 15 Uhr, im Krandelstadion das Spitzenspiel-Siegel. „Wenn der Zweite auf den Ersten trifft, dann ist das so“, betont VfL-Coach Marcel Bragula.

Dabei schenkt der 43-Jährige den Themen Titelkampf und Aufstieg jedoch keine Beachtung. „Mich interessiert im Moment einzig und allein wie wir es hinbekommen, wieder aufzustehen und die Krone zu richten“, erläutert er. Denn das Osterwochenende mit den Spielen gegen den WSC Frisia Wilhelmshaven (3:0) und bei BW Bümmerstede (0:2) hat Kraft gekostet. Der Personalnot gehorchend, trat der VfL binnen 48 Stunden zweimal mit derselben Startelf an.

Am Dienstag gab Bragula seiner gesamten Crew trainingsfrei. Angeschlagene Akteure wie Ole Lehmkuhl und Maximilian Seidel durften sich die ganze Woche schonen. Die zuletzt aushelfenden Lukas Schneider und Tobias Düser stehen diesmal nicht zur Verfügung. Dafür sind Andreas und Kevin Kari aus dem Urlaub zurück. Bragula hat auch die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die kranken Jannis Oberbörsch und Jannik Wallner doch noch grünes Licht für einen Einsatz geben.

Als zusätzliche Option für den Angriff wollte Bragula eigentlich Henning Nitzsche in den Kader berufen. Doch der Torjäger der Wildeshauser U 23 (27 Saisontreffer in der 1. Kreisklasse) fällt wegen einer Fußverletzung aus. Nitzsche hatte gegen Frisia Wilhelmshaven bereits drei Minuten Bezirksliga-Luft geschnuppert. „Ich hätte mir sogar vorstellen können, ihn von Anfang an zu bringen“, sagt der Übungsleiter mit Blick auf die vielen vergebenen Chancen in Bümmerstede.

Auch Brake hatte zuletzt Schwierigkeiten mit dem Toreschießen. In den jüngsten drei Pflichtspielen ging das Team von Gerold Steindor und Maik Stolzenberger komplett leer aus. Beim 2:0 in Rastede war Norman Preuß zweimal per Standard erfolgreich. Das letzte Tor aus dem Spiel heraus erzielte der Tabellenerste vor fünf Wochen beim 3:1 über GVO Oldenburg.

Trotzdem ist Brake für Bragula der hohe Favorit. „Aber wir haben schon öfter gezeigt, dass wir auch in kritischen Situationen zurückschlagen können. Deshalb gilt: nicht klagen, sondern kämpfen!“ Sollten sich die Krandel-Kicker für die 1:2-Hinspielniederlage revanchieren, wären sie wieder im Vorteil. Der liegt aktuell noch beim Team aus der Wesermarsch, das bei zwei mehr absolvierten Partien acht Zähler Vorsprung in der Tabelle aufweist.

Doch das ist nur eine Momentaufnahme. „Der VfL hat uns schon einige Vorlagen gegeben. Wir haben sie bisher leider nicht nutzen können“, meint SVB-Trainer Steindor. Zwar ist sein Kapitän und Stammkeeper Patrick Lahrmann nach abgebrummter Rotsperre wieder an Bord. Dafür laboriert Innenverteidiger Dennis Pleus seit dem Pokalaus in Wallenhorst an Knieproblemen.

mar

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