VfL Wildeshausen und SV Brake kämpfen mit Defensivproblemen

Lehmkuhls Sperre schmerzt

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Wegen der fünften Gelben Karte gesperrt: Wildeshausens Jan Lehmkuhl (l.).

Wildeshausen - Auch nach vier Niederlagen in Folge ist die Stimmung beim Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen immer noch gut. Die sportliche Situation beim Aufsteiger lässt sich Marcel Bragula trotzdem nicht schönreden. „Mir passt nicht in den Kram, wie wir die Gegentore bekommen – das nehme ich so nicht hin“, sagt der VfL-Coach.

Dementsprechend legten er und sein Trainerpartner Marco Elia vor dem Nachholspiel gegen den SV Brake (Donnerstag, 20 Uhr) „den Fokus darauf, dass wir wieder gescheit verteidigen“. Eklatante Fehler hatten die Wildeshauser schon beim 2:4 in Lohne und auch zuletzt beim 3:4 gegen Kickers Emden mögliche Punkte gekostet. „Wenn man gegen eine Spitzenmannschaft wie Emden zu Hause drei Tore schießt, muss was Zählbares rausspringen“, ärgert sich Bragula immer noch. Doch weil seine Crew bei drei der vier Gegentreffer kräftig patzte, stand sie am Ende mit leeren Händen da. „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit im Kollektiv ganz schlecht verteidigt und waren viel zu brav in den Zweikämpfen – so werden wir auch gegen Brake nichts holen“, warnt Bragula.

Dabei haben die Gäste aus der Wesermarsch in der Fremde bislang rein gar nichts beschickt. In fünf Anläufen setzte es ausnahmslos Niederlagen – damit ging der Tabellenvorletzte als einziges Team auswärts komplett leer aus. Doch von dieser Bilanz lässt sich Bragula nicht blenden – zumal der SV Brake vor Kurzem mit einem Trainerwechsel einen neuen Impuls gesetzt hat: Nach der Trennung von Sebastian Schütte hat Gerold Steindor in der vergangenen Woche übernommen (wir berichteten). „Das sind zwei total unterschiedliche Trainertypen: Sebastian Schütte steht für Offensivfußball; Gerold Steindor wird daran arbeiten, die Defensive zu stabilisieren“, erläutert Bragula. Das ist auch bitter nötig, denn mit 36 Gegentreffern ist der SV Brake die Schießbude im Bezirksoberhaus.

Steindors Heimpremiere gegen den TSV Oldenburg war noch nicht von Erfolg gekrönt. „Aber Brake war schon deutlich verbessert – er weiß, welche Stellschrauben er drehen muss“, meint Bragula. Beim 1:3 fehlte zudem Christian Hillje. Während Brakes Mittelfeldmotor nach abgesessener Gelbsperre wieder mitmischen kann, müssen die Gastgeber auf Jan Lehmkuhl verzichten, der gegen Emden seine fünfte Verwarnung erhielt. Der Ausfall des laufstarken und torgefährlichen Mittelfeldspielers schmerzt die Krandel-Kicker ungemein.

Zu den verletzten Jan Gusfeld-Ordemann, Majues Gebhardt-Bauer und Bastian Stuckenschmidt hat sich auch noch Jannik Wallner ins VfL-Lazarett gesellt. Der Außenverteidiger erlitt im Abschlusstraining für das Emden-Spiel eine Bänderverletzung. Derweil setzte Janek Jacobs eine Grippe zu – allerdings geht Bragula davon aus, dass der Flügelstürmer dabei sein wird.

Auch für Jacobs und seine Kollegen aus der Abteilung Attacke geht es dann zunächst einmal ums Tore verhindern. „Im modernen Fußball fängt Verteidigung bereits in der Offensive an“, betont Bragula: „Wenn man vorne keinen Druck drauf kriegt, weil man nur halbherzig draufgeht, bekommt der Gegner Räume.“ Wohin das führen kann, hat die erste Halbzeit gegen Emden gezeigt.

mar

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