Verteidiger kommt vom BV Cloppenburg

Bragulas Coup mit Krumland

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Marius Krumland (l.) grätscht künftig für den Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen.

Wildeshausen - Als der VfL Wildeshausen vor drei Jahren den Aufstieg in die Fußball-Landesliga geschafft hatte, klopfte VfL-Coach Marcel Bragula auf der Suche nach Verstärkungen auch bei Marius Krumland an. Allerdings handelte er sich eine Absage ein. Der Innenverteidiger entschied sich für einen Verbleib beim damaligen Regionalligisten BV Cloppenburg. Jetzt, mit dreijähriger Verspätung, kommt der Wechsel doch noch zustande: Marius Krumland läuft in der kommenden Saison für die Krandel-Kicker auf. Zudem vermeldete der Bezirksliga-Dritte Hauke Glück vom Kreisligisten Harpstedter TB als Neuzugang.

„Bei Marius war der Leistungsgedanke damals noch sehr ausgeprägt. Aber wir sind im Guten auseinander gegangen und haben seitdem ständig Kontakt gehalten“, berichtet Bragula. „,Bragu‘ hat sich immer um mich bemüht. Deshalb war der VfL jetzt auch mein erster Ansprechpartner“, ergänzt Krumland. Sein Job als Projektmanager lässt sich inzwischen nur noch schwer mit dem Aufwand in Einklang bringen, den er beim Oberliga-Elften betreiben muss. Sein BVC-Kollege, der Ex-Wildeshauser Janek Jacobs, habe ihm zu dem Wechsel geraten. „,Junek‘ hat gesagt, dass es sehr schwer wird, eine bessere Mannschaft zu finden, was den Zusammenhalt auch außerhalb des Fußballs angeht“, erzählt Krumland.

„Marius bringt alles mit, was ein guter Innenverteidiger braucht: Er ist zweikampf- und kopfballstark und hat ein gutes Tempo“, erläutert Bragula die Vorzüge seiner Neuerwerbung. Beim BVC übernahm der 1,89 Meter große Abwehrspieler aber auch des Öfteren den rechten Part in der Viererkette. „Auch die Sechs kommt infrage, denn am liebsten spiele ich in der Mitte – wir müssen schauen, wo ich der Mannschaft am meisten helfen kann“, erklärt der gebürtige Oldenburger. Von ihm erhofft sich Bragula nicht nur mehr Stabilität für die Defensive, sondern auch „ein paar zusätzliche Prozente für unsere Philosophie, sauber aufzubauen, wann immer es geht“.

Hauke Glück tauscht das blau-weiße Harpstedter Trikot gegen den rot weißen Wildeshauser Dress.

Auch wenn Krumland, der am Pfingstmontag seinen 24. Geburtstag feiert, noch vergleichsweise jung ist, hat Bragula „aufgrund seiner Vita eine gewisse Erwartungshaltung“ an ihn: „Marius soll eine Führungsrolle übernehmen.“ Nach ersten fußballerischen Gehversuchen bei seinem Heimatverein TV Dötlingen, wo sein älterer Bruder Jonas (25) im Kreisliga-Kader steht, wechselte der Ostrittrumer im Jahr 2004 in die Nachwuchsabteilung des SV Werder Bremen, für den er in der B- und A-Junioren-Bundesliga auflief. Allerdings sei ihm schon in der U 17 – übrigens unter einem gewissen Florian Kohfeldt – klar geworden, „dass es nicht für ganz oben reichen würde“, erzählt Krumland. Er liebäugelte immerhin mit der dritten Liga. „Aber dieses Ziel habe ich leider nicht erreicht.“

Im Herrenbereich spielte der Defensivspezialist zunächst eine Saison für den Regionalligisten SV Meppen, ehe er in Cloppenburg anheuerte. Nachdem ihn ein Kreuzbandriss für das erste Dreivierteljahr 2016 außer Gefecht gesetzt hatte, brachte es Krumland in der laufenden Spielzeit immerhin auf 16 Oberliga-Einsätze.

Bei aller Begeisterung über den Krumland-Coup – die Zusage von Hauke Glück erfreut Bragula „mindestens genauso“. Der 27-jährige Defensiv-Allrounder sei einer jener „Mentalitätsspieler, die bei mir hoch im Kurs stehen“. Glück, der aktuell noch zusammen mit seinem Zwillingsbruder Hendrik beim Harpstedter TB die Kreisliga-Vizemeisterschaft im Visier hat, sei ein absoluter „Vollblutfußballer, der immer alles gibt, wenn er auf dem Platz steht“. Beim VfL dürfte der ebenfalls in der Kreisstadt wohnende Glück vorzugsweise im Abwehrzentrum oder auf der Sechserposition zum Einsatz kommen. „Er kann aber auch mal rechts verteidigen“, erläutert Bragula. Neben Glücks „Willen die Zweikämpfe zu gewinnen“ schätzt er auch dessen Kopfballstärke: „Die könnte uns auch bei Offensivstandards zugute kommen.“ Unter HTB-Coach Jörg Peuker sei Glück in den beiden vergangenen Jahren außerdem „taktisch gereift“.

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