VfL Wildeshausen empfängt Tabellendritten

Bragula warnt vor Frisias schnellem Umschaltspiel

Philipp Finger

Wildeshausen - Schon gleich nach dem 4:3-Erfolg beim SV Tur Abdin Delmenhorst hatte Marcel Bragula gemerkt, dass da was im Anflug ist. Tatsächlich setzte den Coach des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen dann eine heftige Grippe mehrere Tage lang völlig außer Gefecht. Somit oblag es Co-Trainer Patrick Meyer, die Krandel-Kicker auf das Heimspiel gegen den WSC Frisia Wilhelmshaven (Sonntag, 15 Uhr) vorzubereiten. Doch diesbezüglich hat Bragula überhaupt keine Bedenken: „Patrick ist ein guter Mann – ich habe vollstes Vertrauen zu ihm.“

Mehr Kopfzerbrechen bereiten Bragula da schon die drei Gegentreffer in Delmenhorst, nachdem VfL-Keeper Felix Dittrich in den drei Partien zuvor nur eines kassiert hatte. „Aber so lange wir ein Tor mehr schießen als der Gegner, ist alles in Ordnung“, meint der 44-Jährige. Gut gefallen habe ihm nicht nur gegen Tur Abdin, sondern auch schon beim 3:1 gegen den SV Wilhelmshaven, dass seine Crew bis zum Schluss an den Sieg geglaubt und sich dafür schließlich auch mit späten Toren belohnt habe: „Diese Mentalität war uns in der letzten Saison ein bisschen abhanden gekommen.“

Diesen unbedingten Siegeswillen wird der Spitzenreiter auch gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellendritten in die Waagschale werfen müssen. Denn das Team des WSC-Trainerduos Timo Voß und Sebastian Block ist ziemlich ambitioniert. Das allein verdeutlicht bereits die Verpflichtung von Philip Immerthal. Der Mittelfeldspieler wechselte im Sommer vom Oberligisten SV Atlas Delmenhorst zum Vorjahressechsten. Bereits im Winter hatten sich die Blau-Weißen die Dienste von Melvin Lamberty gesichert und damit für Aufsehen gesorgt.

„Wenig spektakulär“ findet Bragula hingegen Frisias Ergebnisse in den ersten vier Saisonspielen. Dem schneidigen 3:1-Auftaktsieg beim SV Tur Abdin folgten Unentschieden gegen die Aufsteiger TuS Eversten (2:2) und FC Hude (2:2) sowie ein 2:1 über Eintracht Wiefelstede. Trotzdem warnt Bragula vor den Gästen. „Besonders Frisias Umschaltspiel ist bärenstark – da müssen wir nach Ballverlusten schnell sortiert sein“, weiß der Übungsleiter. Zudem verfügen die Jadestädter in Person von Tim Rister und Julian Mülder, an dem Regionalliga-Aufsteiger VfL Oldenburg interessiert war, über „eines der stärksten Sturmduos der Liga“.

Gute Nachrichten gibt es derweil von den beiden Wildeshauser Langzeitverletzten Sebastian Bröcker und Philipp Finger: „Beide sind wieder im Training, aber natürlich noch ganz weit weg von der Startelf. Sie werden auch nicht im Kader stehen“, berichtet Bragula. 

mar

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