Sascha Görke schießt VfL zur Titelverteidigung bei Hallenkreismeisterschaft in Ganderkesee

Wildeshausen bleibt Maß der Dinge

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Da ist das Ding! Die Fußballer des VfL Wildeshausen verteidigten mit einem 3:0-Finalsieg gegen den TV Munderloh ihren Titel bei den Hallenkreismeisterschaften in Ganderkesee. ·

Ganderkesee - Wahre Größe zeigt sich im Misserfolg. Heißt es. Die Fußballer des VfL Wildeshausen haben gestern bewiesen, dass es auch andersrum geht. Kaum hatte Lukas Schneider den Siegerpokal für die diesjährige Hallenkreismeisterschaft in der Hand, reichte er den Pott an den Langzeitverletzten Rene Tramitzke weiter.

Als dieser die Trophäe in die Lüfte hob und alle mit ihrem Tanz den Torjäger a.D. umkreisten, fiel die Anspannung von elf Partien in zwei Tagen ab. Dass die Wildeshauser beim Turnier in Ganderkesee ohne ihren etatmäßigen Goalgetter Tramitzke auskommen mussten, fiel aber kaum ins Gewicht. Schließlich hatten sie noch Sascha Görke. Nach 39 Sekunden im ersten Gruppenspiel gegen den Harpstedter TB hatte sich Görke schon zwei Mal ins Torjägerheft eingetragen – am Ende gewann der VfL die Partie mit 3:1. Dass das folgende 2:2 gegen den SC Colnrade nur ein Ausrutscher war, bewiesen die Erfolge gegen Bookholzberger TV, SC Dünsen und Kickers Ganderkesee. Auch wenn die Wildeshauser damit äußerst souverän als Gruppenerster in die Zwischenrunde eingezogen waren, zeigte sich Trainer Klaus Ebel nicht vollends zufrieden nach dem ersten Turniertag: „Es flutscht noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Hoffentlich sind wir am zweiten Tag etwas eingespielter.“

Ebels Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Auch, weil die Wildeshauser im ersten Spiel der Zwischenrunde das Fortune auf ihrer Seite hatten. Der VfL Stenum traf zwei Mal nur den Querbalken, bevor Jan Lehmkuhl (Spieler des Turniers) mit der ersten gelungenen VfL-Aktion zum 1:0 traf, den 2:0-Endstand besorgte Görke. Im zweiten Spiel der Zwischenrunde konnte das Ebel-Team, das gestern von Co-Trainer Jörg Peuker gecoacht wurde, schonmal Erfahrungen mit dem späteren Finalgegner TV Munderloh sammeln. Durch zwei Tore von Tobias Düser und ein Treffer von Görke führte der Bezirksligist schnell mit 3:0, am Ende hieß es 3:2. „Wenn wir 3:0 führen, muss ich hinten sicher stehen und dicht machen“, bemängelte Ebel nach der Zitterpartie. Doch der VfL war „on fire“, gewann auch die beiden abschließenden Zwischenrunden-Partien.

Im Halbfinale wartete das Überraschungsteam vom TSV Ippener. Görke und Majues Gebhardt-Bauer drehten den 0:1-Rückstand durch Florian Schamberg, alles schien für den Favoriten zu laufen. Doch erneut Schamberg besorgte das 2:2 für das Team aus der 1. Kreisklasse. Im Neunmeterschießen vergab aber ausgerechnet TSV-Spielertrainer Andreas Lorer. Die Laune konnte es ihm nicht verhageln: „Wir wollten uns vernünftig präsentieren, das Turnier als Image-Werbung nutzen. Ich glaube, das hat funktioniert“, so der TSV-Trainer.

Die Wildeshauser begannen danach das Finale mit breiter Brust, wollten direkt zeigen, dass sie sich die Titelverteidigung nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Zunächst scheiterte Benjamin Bohrer noch zweifach am Aluminium, bevor Görke nach einem Schneider-Schuss zur Stelle war – 1:0. Düser und wiederum Görke sorgten für das 3:0-Endergebnis. „Die Jungs waren heute richtig heiß auf den Cup. So kann man arbeiten“, freute sich auch VfL-Coach Peuker. · wie

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