VfL Wildeshausen beweist beim 3:0 im Spitzenspiel gegen Tur Abdin Geduld

Flege löst den Knoten

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Die Spieler des VfL Wildeshausen feiern Lennart Flege (vorn), der das erlösende 1:0 erzielt hat.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Die Geduld des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen ist auf eine harte Probe gestellt worden. Der SV Tur Abdin ließ den Krandel-Kickern kaum Platz zum Kombinieren. Doch die Wildeshauser meisterten die Aufgabe mit Bravour: Nachdem Lennart Flege den Führungstreffer erzielt hatte, war der Knoten gelöst (76.). Am Ende triumphierten die Gastgeber deutlich mit 3:0 (0:0).

„Über den verdienten Sieger kann es keine zwei Meinungen geben. Ich denke, dass die Zuschauer ein echtes Spitzenspiel gesehen haben, in dem die Roten besser waren“, bilanzierte VfL-Trainer Marcel Bragula. Derweil bedauerte Abdin-Coach Andree Höttges, dass sich seine Mannschaft selbst um den Lohn ihrer Arbeit gebracht habe: „Wir haben leider zu viele einfache Fehler gemacht. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man die Gegentore so spät kassiert.“

Durch die Ausfälle vieler wichtiger Spieler konnten die Gäste „von der Kreativität her nicht so dagegen halten“, erläuterte Andree Höttges. Dafür verteidigte seine Crew 75 Minuten überaus diszipliniert und gestattete dem VfL mit Ausnahme von zwei Halbchancen für Rene Tramitzke (34./35.) im ersten Durchgang keinen Abschluss.

„Wir haben der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, dass man ein Tor auch mal erzwingen muss und dass das am besten durch Standards klappt“, berichtete Bragula. Und genau so kam es: Nach einem Eckstoß stocherte der aufgerückte Innenverteidiger Lennart Flege den Ball zum 1:0 ins Netz (76.).

Das Anrennen der Wildeshauser wäre aufs Neue losgegangen, hätte VfL-Keeper Sebastian Pundsack im direkten Gegenzug nicht reaktionsschnell einen Drehschuss von Miki Blümel über die Latte gelenkt (77.). Ansonsten war vom Tabellendritten aus Delmenhorst offensiv nicht viel zu sehen. Selbst Goalgetter Simon-Josef Matta konnte sich nicht in Szene setzen.

Für die Schlussphase brachte Marcel Bragula dann Kai Schmale anstelle von Maximilian Seidel, der erneut einen Schlag auf seinen lädierten linken Knöchel bekommen hatte (39.). Seidel wollte eigentlich schon zur Halbzeit raus, biss sich aber bis zur 81. Minute durch. Joker Schmale war gerade fünf Zeigerumdrehungen auf dem Platz, da durfte er sich auch schon feiern lassen: Nach Vorarbeit von Sascha Görke rauschte der Routinier heran und besorgte im Stile eines Torjägers das 2:0 (86.). „Kai weiß, wo er stehen und den Flunken hinhalten muss“, freute sich Marcel Bragula. Selbst Sebastian Pundsack hielt es nun nicht mehr in seinem Kasten. Der Kapitän lief über das ganze Feld um mitzujubeln.

Unmittelbar vor dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Per-Ole Wendlandt (VfL Stenum), der in der überaus fairen Partie nur ein Mal Gelb zog, vollendete Janek Jacobs einen Konter zum 3:0 (90.+2).

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