VfL Wildeshausen gegen VfB Oldenburg II

Wiedersehen mit dem Ex: Elias Vorfreude hält sich in Grenzen

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Starkes Duo: Marco Elia (l.) und Marcel Bragula feierten beim VfL Wildeshausen gemeinsam große Erfolge. Jetzt stehen sich die beiden Ex-Partner erstmals als Gegner gegenüber.

Wildeshausen - Die Beziehung von Marcel Bragula und Marco Elia ist schon eine besondere: Als Trainerduo führten sie den VfL Wildeshausen 2015 zur Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga. In der darauffolgenden Saison schafften sie mit den Krandel-Kickern den Klassenerhalt in der Landesliga. Dann trennten sich ihre Wege.

„Ich hatte zwei wunderschöne Jahre in Wildeshausen“, sagt Elia. Der Hundsmühler, der voraussichtlich im März zum zweiten Mal Vater wird, verließ den Verein 2016 aus privaten Gründen Richtung GVO Oldenburg. „Aber unsere Freundschaft ist ungebrochen. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt“, berichtet Bragula. Oft telefonieren sie. In dieser Woche trafen sie sich bei einer Bundeswehrtagung auch persönlich. Und das nächste Wiedersehen lässt nicht lange auf sich warten. Wenn der von Elia gecoachte VfB Oldenburg II Bragulas Wildeshauser empfängt, stehen sich die beiden Ex-Partner erstmals als Gegner gegenüber (Sonnabend, 16 Uhr/Kunstrasenplatz Maastrichter Straße).

Die Vorfreude hält sich bei Elia in Grenzen. „Ich spiele gegen viele Freunde. Das ist ein komisches Gefühl. Ich würde es Wildeshausen von Herzen gönnen, dass sie wieder in die Landesliga hoch gehen. Deshalb wäre es mir unangenehm, Punkte zu holen. Trotzdem wollen wir was mitnehmen“, sagt der 41-Jährige. Mit einem Großteil der jetzigen Wildeshauser Mannschaft hat er noch zusammengearbeitet. Derweil geht Bragula sachlich-nüchtern an die Partie heran: „Für mich ist das kein besonderes Spiel. Ich wünsche Marco nur das Beste, aber das werde ich ausblenden. Jetzt ist sportlicher Wettkampf angesagt“, erklärt der VfL-Coach.

„Es wäre vermessen zu sagen, dass wir noch oben mitmischen können“

Zwar scheint nach derzeitiger Tabellensituation alles auf ein Titelduell zwischen Spitzenreiter Wildeshausen (30 Punkte) und Verfolger SV Brake (28) hinauszulaufen. Dennoch warnte Bragula in den vergangenen Wochen immer wieder davor, die Oldenburger Regionalliga-Reserve bereits abzuschreiben. „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir noch oben mitmischen können. Dafür haben wir schon zu viele Punkte abgegeben“, wiegelt Elia ab. Seine Crew hat als Tabellensechster bereits 13 Zähler Rückstand auf den Primus. „Realistisch wäre Platz drei – wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben.“

Aktuell beklagt Elia eine „kleine Grippewelle“ in seinem Kader. Marius Harenberg plagen Oberschenkelprobleme. Andre Geiken, der wie Frederik Voltmann und Jonathan Matondo bereits fünf Saisontreffer erzielt hat, konnte nur eingeschränkt trainieren. Ercan Karavul machte zuletzt mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Der 20-jährige Mittelfeldspieler gab beim 0:6 gegen den Hamburger SV II sein Regionalliga-Debüt und steht voraussichtlich auch für die Partie gegen den FC St. Pauli II im Aufgebot der Ersten.

Selbst wenn Sebastian Bröcker nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder mitmischen darf, hat sich die Personalsituation bei den Gästen im Vergleich zum 3:2 gegen den TuS Obenstrohe eher verschlechtert. Doch Bragula will nicht lamentieren. „Man kann halt nur mit den Damen tanzen, die im Saal sind“, meint der 43-Jährige mit Blick auf die einsatzfähigen Akteure.

Egal wie das Spiel am Ende ausgeht: „Wir sind Freunde, und wir bleiben Freunde“, betont Elia. „Wir können uns beide auch super vorstellen, wieder was zusammen zu machen, wenn es sich ergibt“, ergänzt Bragula.

mar

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