Wieder zu Null: VfL Wildeshausen gewinnt 2:0 gegen den SV Wilhelmshaven

Gegentor-Flut gestoppt

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Wildeshausens Lennart Feldhus sorgte gestern für das 1:0 gegen Wilhelmshaven.

Huntlosen - Der VfL Wildeshausen hat dem strauchelnden Traditionsverein SV Wilhelmshaven einen weiteren Wirkungstreffer verpasst. Das Team des Trainerduos Marcel Bragula/Marco Elia gewann gestern Abend das Landesliga-Nachholspiel auf Kunstrasen in Huntlosen mit 2:0 (1:0).

Für Wildeshausen war es der zweite Sieg innerhalb von sieben Tagen, Wilhelmshaven wartet nun bereits seit sieben Ligaspielen auf einen Dreier. „Wir wollten kompakt stehen und immer wieder Nadelstiche setzen“, sagte VfL-Coach Bragula: „Unterm Strich kann man sagen, dass dies heute aufgegangen ist.“

Dabei hatten die Wildeshauser Startschwierigkeiten. Wilhelmshaven dominierte nach dem Anpfiff, ging früh drauf, hatte deutlich mehr Ballbesitz. Die Wildeshauser bekamen kaum Zugriff, doch das Schlimmste: Die Passgenauigkeit stimmte überhaupt nicht. So häuften sich die Fehler im Spielaufbau. Allerdings wusste Wilhelmshaven mit dem Ballbesitz auch nicht viel anzufangen, die Mittelfeldzentrale geizte mit Kreativität.

Die erste Dopppelchance verbuchte so auch das Bragula-Team: Storven Bockhorn schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Sechzehner, Wilhelmshavens Keeper Germain Boeke unterlief den Ball, Lennart Feldhus’ folgender Schuss konnte aber abgeblockt werden. Der Nachschuss von Lukas Schneider ging in die Wolken. Nur vier Minuten später wurde es auf der anderen Seite gefährlich. Der starke Kristof Köhler fasste sich ein Herz, zog von rechts aus 18 Metern ab – als viele schon den Torschrei auf den Lippen hatten, klatschte der Ball an das hintere Torgestänge.

Jubeln durfte dann Wildeshausen. Sascha Görke spielte raus auf Lukas Schneider, der von links eine scharfe Flanke schlug. Diese fand in der Mitte im hereinrutschenden Feldhus einen Abnehmer – 1:0 (22.).

Wildeshausen war nun vollends drin, attackierte früh, den Wilhelmshavenern gelang spielerisch gar nichts mehr. Erst Köhler sorgte wieder für einen Höhepunkt. Der 18-Jährige dribbelte vier Wildeshauser aus, legte rechts auf Melvin Lamberty ab, doch dieser schoss aus 14 Metern rechts vorbei (36.).

Nach der Pause hatte zunächst der VfL eine dicke Chance. Über Seidel und Feldhus landete der Ball bei Görke, dessen Schuss SVW-Torwart Boeke an den Pfosten lenkte (52.). Elf Minuten später zeigte VfL-Keeper Sebastian Pundsack seine Klasse, als er gleich zwei Mal aus der Nahdistanz glänzend reagierte. „Das hat ‚Pundse‘ überragend gemacht“, lobte Elia. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute: SVW-Verteidiger Sebastian Schlumberger traf nach einer Ecke von Bockhorn ins eigene Tor.

„Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt“, zeigte sich Bragula zufrieden: „Nach unserer Führung hatten wir eigentlich alles im Griff.“ Sein Trainerkollege Elia freute sich, „dass wir uns jetzt erstmal wieder etwas Luft verschafft haben. Wir haben es in den vergangenen beiden Spielen geschafft, die vorherige Gegentor-Flut zu stoppen. Darauf lag erst einmal unser Augenmerk.“

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