Trainerfuchs soll den SC BW Papenburg aus dem Tabellenkeller führen

Weusthof bringt Bragula ins Grübeln

Gesperrt: Mittelfeldspieler Jan Lehmkuhl (l.) sah beim 2:1-Erfolg über den SV Bevern (rechts Jakub Bürkle) die fünfte Gelbe Karte und fehlt dem VfL Wildeshausen nun in der Auswärtspartie beim SC BW Papenburg. Foto: Marquart

Wildeshausen – Der schneidige 2:1-Erfolg über den SV Bevern brachte den Landesliga-Fußballern des VfL Wildeshausen jede Menge Lob und Schulterklopfer ein. Natürlich freute sich auch Marcel Bragula über den Coup gegen den amtierenden Meister. In Euphorie wollte der VfL-Coach jedoch nicht verfallen. „Meine Aufgabe als Trainer ist es, das Spiel sauber zu analysieren. Wenn David Lohmann den Sieg mit seiner überragenden Leistung nicht festgehalten hätte, hätten wird eigentlich 2:5 verlieren müssen. Wir haben in der zweiten Halbzeit viel zu viel zugelassen. Das müssen wir abstellen“, nennt der 45-Jährige auch gleich eine Hauptaufgabe für die bevorstehende Auswärtspartie beim SC BW Papenburg (Sonntag, 15 Uhr).

Der Tabellenvorletzte aus dem Emsland gibt Bragula einige Rätsel auf. Unter anderem sitzt bei den Blau-Weißen in der laufenden Saison bereits der dritte Trainer auf der Bank. Thomas Priet, der erst im März die Nachfolge von Hermann-Josef Bruns angetreten hatte, musste nach dem Fehlstart mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Partien gehen. Unter Interimscoach Alexander Homann folgten zunächst zwei weitere Pleiten und dann laut Augenzeuge Bragula „ein überragendes Heimspiel“ gegen den SV Bevern, das Papenburg mit 3:1 gewann.

Trotzdem verpflichtete der Sportclub zu Beginn dieses Monats dann Alfons „Alo“ Weusthof, der zuletzt in Diensten des Regionalligisten SSV Jeddeloh stand. Seitdem der 61-jährige Fußballlehrer das Kommando übernommen hat, haben die Blau-Weißen aber noch keine Landesliga-Partie bestritten. Gleich dreimal machten ihnen die widrigen äußeren Bedingungen einen Strich durch die Rechnung. „Deshalb weiß ich nicht, wie der alte Fuchs spielen lässt“, grübelt Bragula.

Da Papenburg erst acht Begegnungen absolviert hat, relativiert sich auch der Tabellenstand etwas. Auffällig ist allerdings, dass der SC nur 13 Treffer erzielt hat. Lediglich Niklas Papen und David Schiller (je 4) netzten mehr als einmal. Deshalb wird Marek Janssen im Sportpark an der Hans-Nolte-Straße schmerzlich vermisst: Der mit 14 Treffern zielsicherste Papenburger der Vorsaison stürmt inzwischen für den Oberligisten SV Atlas Delmenhorst. „Einen Stürmer wie ihn zu ersetzen, ist schwierig“, findet Bragula.

Um Wettkampfpraxis zu sammeln, testete Papenburg am vergangenen Dienstag gegen den Bezirksligisten TuS Obenstrohe. Beim 3:0-Erfolg setzte Weusthof nicht weniger als 18 Spieler ein. Davon kann Bragula aktuell nur träumen. Denn aus seinem 24er-Kader stehen ihm am Sonntag bestenfalls 15 Akteure zur Verfügung. Sebastian Bröcker, Niklas Heinrich, René Tramitzke, Felix Dittrich und Philipp Finger sind verletzt. Jan Taute liegt mit einer Grippe flach. Jan Lehmkuhl, der gegen Bevern die fünfte Gelbe Karte gesehen hatte, ist gesperrt. Als Vertreter wäre sein Zwillingsbruder infrage gekommen, doch Ole Lehmkuhl ist im Urlaub. Bei Hauke Glück, der sich gerade wieder zurückgekämpft hatte, ist erneut die alte Hüftverletzung aufgebrochen. Innenverteidiger Mika Ostendorf hatte kurz vor Schluss von Beverns Torjäger Sebastian Sander einen Tritt in die Wade erhalten. „Mika kann kaum auftreten und wird wohl ein bis zwei Wochen ausfallen“, berichtet Bragula.

Noch schlimmer erwischte es allerdings Christoph Stolle. Eine Hüftverletzung setzt den Defensivallrounder bereits seit Mitte September außer Gefecht. Nun wurde eine Sehnenansatzentzündung diagnostiziert, die ihn ein halbes Jahr auf Eis legen könnte. „Das tut mir am meisten leid, weil Christoph so eine tolle Einstellung zum Fußball hat“, bedauert Bragula.  mar

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