Ahlhorner SV braucht unbedingt einen Sieg / TV Brettorf ohne Coach nach Berlin

„Werden alles in dieses Spiel legen“

Diesmal auf der Skipiste: Brettorfs Vincent Neu.

Brettorf/Ahlhorn – Fünf Spiele bleiben den Erstliga-Faustballern des Ahlhorner SV noch, um den drohenden Sturz in die Zweitklassigkeit zu verhindern. Allerdings muss das Tabellenschlusslicht auch zweimal gegen Spitzenreiter VfK 01 Berlin antreten. Deshalb ist für den ASV in der Auswärtspartie beim viertplatzierten VfL Kellinghusen am Sonnabend ab 16 Uhr ein Sieg fast schon Pflicht. Dagegen will der TV Brettorf in seinem „Hauptstadt-Doppelpack“ beim VfK 01 Berlin (Sonnabend, 16 Uhr) und bei der Berliner TS (Sonntag, 11 Uhr) weitere Punkte für die DM-Qualifikation sammeln.

Ahlhorner SV

„Neues Jahr, neues Glück“, sagt ASV-Spielertrainer Tim Albrecht. Wenn das mal so einfach wäre. Denn der VfL Kellinghusen ist „ein harter Gegner – das haben wir beim 1:5 im Hinspiel gesehen“, meint der Weltmeister. Zudem hat sich seine Crew in der Sporthalle an der Danziger Straße in der Vergangenheit meistens ziemlich schwer getan. Auf dem Schwingboden nehmen die Bälle kaum Fahrt auf, springen dafür aber sehr hoch ab. Ähnlich wie der ASV hatten auch die Gastgeber im bisherigen Saisonverlauf mit Personalproblemen zu kämpfen. „Ich gehe aber davon aus, dass sie in voller Besetzung antreten“, sagt Tim Albrecht. Gegen die starke Abwehr der Schleswig-Holsteiner wollen die Ahlhorner versuchen, zu schnellen Punktgewinnen zu kommen. „Aber das geht nur, wenn wir selbst gut in der Abwehr stehen“, erläutert Tim Albrecht. Er hat seine Ellenbogenverletzung auskuriert und wird auf jeden Fall spielen. „Auf welcher Position, wird sich zeigen.“ Während der Nationalspieler die erste Trainingseinheit des Jahres am Mittwoch ohne Probleme absolvierte, setzte Christoph Johannes weiter aus, um sein lädiertes Knie zu schonen. Ob der Schlagmann zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest. Im Derby gegen den TV Brettorf (4:5) vertrat Youngster Jan Hermes den Hauptangreifer bravourös. „Es wäre schön, wenn Jan an diese Leistung anknüpfen könnte“, wünscht sich Tim Albrecht. Für den Klassenerhalt sollten drei Siege reichen, kalkuliert er. „Wenn wir nur zwei holen, könnte es aufgrund unseres schlechten Satzverhältnisses knapp werden. Deshalb werden wir alles in dieses Spiel legen“, betont der 27-Jährige.

TV Brettorf

Spätestens seit dem Erfolg in Ahlhorn haben die Brettorfer ihre Zurückhaltung abgelegt und fassen ganz offiziell die Teilnahme an der DM-Endrunde am 7. und 8. März in Mannheim ins Auge. Und die Chancen stehen nicht schlecht, denn der VfL Kellinghusen auf Rang vier hat bereits sechs Minuspunkte mehr auf dem Konto als der Tabellenzweite und überdies schon eine Partie mehr ausgetragen. „Das Ziel sind 2:2 Punkte, aber 4:0 wären natürlich besser“, sagt Brettorfs Abwehrroutinier Timo Kläner vor dem Trip in die Hauptstadt. An der Spree müssen die Gäste nicht nur ohne Abwehrspieler Marcel Osterloh (Weisheitszahn-OP) und Angreifer Vincent Neu (Skiurlaub), sondern auch ohne Coach Klaus Tabke (Urlaub) auskommen. Als Ersatzmann ist am Sonnabend Abwehrspieler Moritz Cording aus dem Brettorfer Zweitliga-Team dabei. „Am Sonntag müsste Tim als sechster Mann einspringen“, sagt Timo Kläner. Gemeint ist Tim Lemke, der als Betreuer mitfährt. „Wir wollen auf jeden Fall versuchen, den VfK zu ärgern“, kündigt Timo Kläner an. Kein leichtes Unterfangen, denn auch die Sporthalle am Steinplatz hat ihre Tücken: glatter Boden, harte Betonwände, niedrige Decke, wenig Auslauf – und meistens ziemlich kalt. Allerdings haben die Gäste nach der 1:5-Klatsche im Hinspiel etwas gutzumachen. „Das war mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung. Wir dürfen uns nicht noch einmal so abschlachten lassen“, fordert Timo Kläner. Eine Niederlage sei dennoch „kein Beinbruch“. Dagegen sind in der folgenden Begegnung bei der Berliner TS zwei Zähler fest eingeplant. Allerdings sollten die Brettorfer gewarnt sein. Denn der Aufsteiger hat bereits drei Partien gewonnen und unter anderem den Ahlhorner SV in dessen Halle mit 5:0 abgefertigt. „Das wird kein einfaches Match. Wir sollten die Berliner TS auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen“, bestätigt Timo Kläner.  mar

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