Wer folgt auf Servet Zeyrek?

Trainersuche des Fußball-Kreisligisten Ahlhorner SV gestaltet sich schwierig

Alexander Geisler (links) vom Fußball-Kreisligisten Harpstedter TB im Zweikampf mit Stefan Rupprecht vom Ahlhorner SV.
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Sportliche Zukunft ungewiss: Stefan Rupprecht (2. v. l.) zieht es beruflich weiter in den Süden. Seine Spielberechtigung bleibt vorerst beim Ahlhorner SV.

Ahlhorn – Diesmal gibt es kein Zurück. Schon 2020 hatte Servet Zeyrek seinen Abschied vom Ahlhorner SV verkündet, hängte nach einigem Hin und Her dann aber doch noch eine dritte Saison als Trainer des Fußball-Kreisligisten dran. Jetzt steigt der 47-jährige Wildeshauser aber endgültig beim ASV aus, den er zweimal zur Vizemeisterschaft geführt hatte. Inzwischen ist es mehr als zwei Monate her, dass Zeyrek seinen Rückzug öffentlich bekannt gegeben hatte. Bisher steht immer noch nicht fest, wer ihn beerben wird.

„Eigentlich wollten wir die Sache bis Anfang Juni über die Bühne bringen“, sagt ASV-Sportwart Engin Akcay. Allerdings gestaltet sich die Trainersuche – auch wegen der Coronapandemie – schwieriger als erwartet. „Wir sind in Gesprächen, können aber noch nichts vermelden“, gibt der 38-Jährige als Wasserstandsmeldung ab. Auch mit Zeyrek habe er sich nochmal unterhalten. „Aber Servet geht davon aus, dass er kaum noch Zeit hat, wenn die Gastronomie wieder richtig loslegen darf.“ Trotzdem ist Akcay „guter Dinge, dass wir eine Lösung finden“. Wahrscheinlich werde es auf eine „interne Lösung“ hinauslaufen, lässt er durchblicken.

Dass er selbst auf den Chefposten rückt, schließt der bisherige Co-Trainer jedoch aus. „Das möchte ich vermeiden“, erklärt Akcay. „Ich habe mit meiner Vorstands- und Integrationsarbeit genug zu tun. Außerdem haben wir in der nächsten Saison wieder eine A-Jugend – da werde ich Horst Krägermann begleiten, damit wir in ein paar Jahren wieder gute Nachwuchsspieler haben.“

In diesem Sommer gibt es keinen Nachschub aus der Jugend. Das hat weitreichende Folgen für den ASV. „Es sieht so aus, dass wir die zweite Herren auflösen müssen“, berichtet Akcay. Der Kader der in der 1. Kreisklasse beheimateten Reserve bestehe aus „15 Mann der älteren Generation, die nach und nach aufhören“, schildert der Sportwart das Dilemma.

Die Jungs wollen einfach nur wieder auf den Platz.

ASV-Sportwart Engin Akcay

Dagegen ist das Kreisliga-Team auch weiterhin quantitativ und qualitativ gut besetzt – trotz der bereits feststehenden Abgänge. So kehrt Angreifer Shqipron Stublla zum TV Dötlingen zurück, und Abwehrspieler Nexhdet Berisha wird sich wieder dem VfR Wardenburg anschließen. Wohin es Allah Aid-Hamid verschlägt, steht noch nicht fest. „Er sieht sich höherklassig um“, erklärt Akcay. Der 18-Jährige sei „ein Riesentalent, dem wir keine Steine in den Weg legen dürfen“. Oberligist VfL Oldenburg soll interessiert sein.

Auch die sportliche Zukunft von Stefan Rupprecht ist noch nicht geklärt. „,Ruppi‘ zieht es beruflich weiter in den Süden. Er lässt seinen Pass in Ahlhorn, aber wenn er einen anderen Verein findet, werden wir ihn ziehen lassen“, sagt Akcay. Der Verlust des 34 Jahre alten Torjägers würde schmerzen: Seit 2015 garantierte Rupprecht in jeder Saison eine zweistellige Trefferzahl.

Verstärkt hat sich der ASV bislang nicht. „Es laufen Gespräche, aber auch hier ist noch nichts fix“, sagt Akcay. Auch so sieht er das Team „gut aufgestellt – zwar nicht mehr so stark wie in den letzten beiden Saisons, aber für das obere Drittel sollte es reichen“. Nach der monatelangen Zwangspause sei etwas anderes viel wichtiger: „Die Jungs wollen einfach nur wieder auf den Platz.“

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