ASV-Faustballerinnen spielen in Brasilien gegen Duque de Caxias Curitiba

Weltpokal als Trostpflaster: Meiners-Crew will den Titel

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Wollen den Weltpokal nach Ahlhorn holen: Betreuer Karsten Bilger (h.v.l.), Sarah Reinecke, Pia Neuefeind, Annika Lohse, Sandra Wortmann, Trainerin Edda Meiners, Celina Minx (v.v.l.), Janna Meiners und Imke Schröder.

Ahlhorn - Die Feldsaison verlief für die erfolgsverwöhnten Bundesliga-Faustballerinnen des Ahlhorner SV eher suboptimal. Nach der Silbermedaille beim Europacup geriet die Heim-DM durch das Aus in der Qualifikation zur großen Enttäuschung.

Aller Frust wäre vergessen, sollte es auf den letzten Metern doch noch mit einem Titel klappen: Als Europacupsieger von 2012 spielen die Ahlhornerinnen heute und morgen im brasilianischen Curitiba gegen den Südamerikameister Duque de Caxias Curitiba um den Weltpokal.

Bereits vor vier Jahren kam es an gleicher Stelle schon einmal zum Kräftemessen zwischen beiden Teams – am Ende hatten die Gastgeberinnen die Nase vorn. „Da haben wir noch einiges gutzumachen“, erklärt Edda Meiners. Dennoch ist die ASV-Trainerin zuversichtlich: „Die Motivation und der Einsatz stimmen, was nicht selbstverständlich ist. Der Bundesliga-Spielbetrieb mit der Endrunde in Ahlhorn hat uns einige Kraft gekostet. Die Mannschaft konnte sich nahezu keine Verschnaufpause gönnen. Somit ist diese Saison für uns außergewöhnlich lang“, sagt Edda Meiners.

Während sich Angreiferin Celina Minx den Sommer über immer wieder mit Rückenproblemen herumplagte, sind rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt alle Wehwehchen vollständig auskuriert. „Jetzt müssen wir nur noch mental unsere hundertprozentige Leistung abrufen, was uns in der Vergangenheit nicht immer gelungen ist. Wenn wir aber die Niederlagen der letzten beiden deutschen Meisterschaften aus den Köpfen kriegen und uns auf unsere Stärken konzentrieren, haben wir durchaus Mitspracherecht“, sagt Rekordnationalspielerin und ASV-Kapitänin Janna Meiners. Bereits in den Jahren 2004 und 2006 konnte der Ahlhorner SV den Weltpokal nach Deutschland holen – sollte dieses Kunststück nach jahrelanger Durststrecke ein drittes Mal gelingen, käme dies einer kleinen Sensation gleich.

Um sich zu akklimatisieren, sind die Ahlhornerinnen bereits eine Woche vor dem Event in die Millionenstadt Curitiba gereist. Nach einigen Trainingseinheiten kommt es am heutigen Sonnabend um 15 Uhr Ortszeit zum ersten Aufeinandertreffen der Kontinentalsieger. Das Rückspiel findet morgen um 11 Uhr statt. Gespielt wird jeweils auf vier Gewinnsätze.

Nach der DM tat sich die ASV-Faustballabteilung schwer, Sponsoren für die Brasilien-Reise zu finden. Der zehntägige Trip der zwölfköpfigen Delegation koste vorsichtig gerechnet 18 000 Euro, erläutert Abteilungsleiter Ulrich Meiners. Mit einem großen Eigenanteil trugen die Spielerinnen letztlich zur Finanzierung bei. „Wir haben daher den Gedanken, auf die Teilnahme zu verzichten, ebenso schnell verworfen, wie er aufgekommen ist“, sagt Ulrich Meiners.

Laufend aktualisierte Informationen zum Weltpokal inklusive Teamtagebuch gibt es auf der Internetseite

http://www.ahlhornersv.de

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