Basketball: SC Wildeshausen nimmt Jugendtraining wieder auf / „Es macht Spaß“

Weiter Weg bis zum Dunking

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Efe Alkanat hat großen Spaß am Basketballspielen gefunden.

Wildeshausen - Von Michael Hiller„Machen wir gleich noch ein paar Dunkings?“, fragt Efe Alkanat und schaut dabei hoffnungsvoll zu einem Trampolin rüber, dass am anderen Ende der Halle vor einem Basketballkorb steht – und förmlich danach „schreit“, um für den spektakulärsten aller Würfe benutzt zu werden. Doch Dennis Frühauff muss seinen Schützling bremsen. „Heute noch nicht, außerdem wäre die Verletzungsgefahr für euch da etwas zu groß“, erklärt Frühauff. Der Zwei-Meter-Hüne spielt selbst in der ersten Herrenmannschaft des SC Wildeshausen in der Bezirksliga und hat dort in den Punktspielen schon desöfteren eindrucksvoll bewiesen, dass er den Dunking beherrscht.

Bei den Nachwuchsspielern, die Frühauff immer montagnachmittags in der Sporthalle des Wildeshauser Gymnasiums um sich hat, wird er indes noch etwas länger darauf warten, bis ihm jemand beim „Eintauchen in den Korb“ nacheifert. Denn im Vordergrund steht derzeit Grundlagentraining: Wie bewege ich mich mit dem Ball, wie halte ich mit dem Ball an, wie bewege ich mich ohne Ball. Erst vor drei Wochen hat Dennis Frühauff mit der Wiederaufnahme der Jugendarbeit begonnen, immerhin sieben Jungs sind seinem Aufruf gefolgt – und beschäftigen sich derzeit vornehmlich mit Prellen, Passen sowie Standwürfen.

„Die Jungs sind echte Anfänger und haben noch nie richtig Basketball gespielt. Deswegen sind teilweise die Regeln gar nicht bekannt. Wir fangen praktisch bei Null an“, erzählt der Trainer, dem viel daran liegt, „die Lust am Training“ zu vermitteln. „Es läuft aber besser, als gedacht“, zeigt sich Dennis Frühauff mit der Resonanz der Schüler und den bisherigen Eindrücken sehr zufrieden.

Aber auch den kleinen „Nowitzkis“ ist die Begeisterung am Basketball anzumerken. „Es macht richtig Spaß“, sind sich der 14-jährige Efe Alkanat und Son Tung Nong (12) einig. „Ich mag generell Ballsportarten“, meint der Zwölfjährige, der sich von seinem Kumpel Julius Scheuerer überreden ließ, zum Training mitzukommen. „Jetzt möchte ich auch dabeibleiben“, sagt Son Tung Nong.

Genau darauf baut Dennis Frühauff: „In erster Linie besteht unser Anliegen darin, eine gewisse Stetigkeit in das Thema Jugendbasketball in Wildeshausen zu bringen. Denn genau das gestaltete sich in den vergangenen Jahren als große Herausforderung“, sagt der 22-Jährige. Vor gut einem Jahr blieb dem Sport-Club schon einmal nichts anderes übrig, als das damalige U 18-Team kurz vor Beginn des Punktspielbetriebs mangels Masse abzumelden. Deswegen hat der Wettkampfgedanke derzeit noch keine Priorität. „Es werden auch dieses Mal sicherlich nicht alle dabei bleiben. Für

Nowitzki könnte für

einen Schub sorgen

manche ist der Sport vielleicht doch nichts, oder es stehen mitunter andere Interessen im Vordergrund. Das ist völlig normal und muss durch Neuzugänge kompensiert werden“, sagt Frühauff, gibt sich aber trotzdem optimistisch: „Wildeshausen ist groß genug, um das zu leisten. Wir hatten erstmal einen guten Start, und wenn alles gut weiterläuft, sollen natürlich auch irgendwann Punktspiele bestritten werden. Bis dahin werden aber noch einige Trainingseinheiten ins Land gehen.“

Den Zeitpunkt für einen Neuaufbau der Basketball-Jugendabteilung hätte der SC Wildeshausen dabei wohl kaum besser wählen können. Schließlich wurde vor einer Woche erst mit NBA-Star Dirk Nowitzki erstmals in der Geschichte dieser Verleihung ein deutscher Basketballspieler zum „Sportler des Jahres“ gewählt. Das Basketball-Nationalteam hatte den Titel „Mannschaft des Jahres“ bereits 1993 und 2005 erhalten. „Ich denke, dieses Aufsehen zu herausragenden Basketballern geht jetzt erst bei den Kids los. Schließlich hatten fast alle vorher mit dem Sport noch gar nichts am Hut. Aber jetzt werden sie am ‚German Wunderkind‘ kaum mehr vorbeikommen können“, erhofft sich Dennis Frühauff durch Nowitzki und Co. einen Schub für seine Sportart.

Efe Alkanat ist jedenfalls schon jetzt begeistert: „Es ist ein schneller Sport, der richtig spannend ist. Gerade durch die 24-Sekunden-Angriffe ist man dazu aufgefordert, schnell zu spielen. Da wird jeder Fehler sofort bestraft“, spricht der 14-Jährige schon wie ein „Großer“. Bis zu seinem ersten Dunking wird er trotzdem noch ein bisschen warten müssen, wie Dennis Frühauff augenzwinkernd bestätigt: „Das lernen wir erst, wenn die Korbleger mit geschlossenen Augen fallen...“

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