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TV Neerstedt muss beim heimstarken TSV Bremervörde antreten

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Von: Jürgen Prütt

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Neerstedts Florian Schrader beim Torwurf.
Einsatz fraglich: Bei Neerstedts Rückraumspieler Florian Schrader ist eine alte Fußverletzung aufgebrochen. © Tamino Büttner

Neerstedt – Die Erinnerung ist noch frisch: Vor gut zwei Wochen hatten die Verbandsliga-Handballer des TV Neerstedt durch einen Kempa-Treffer von Eike Kolpack in letzter Sekunde den 25:24-Erfolg über den TSV Bremervörde perfekt gemacht. Ob der Schütze des Siegtores an diesem Sonnabend, 18.30 Uhr, zum Rückspiel auflaufen wird, war am Dienstagabend nach der Neerstedter 24:30-Niederlage beim ATSV Habenhausen II mehr als fraglich. „Eikes Knie ist angeschwollen. Ich glaube nicht, dass wir am Wochenende schon wieder auf ihn zählen können“, erklärte Trainer Andreas Müller, nachdem Kolpack die komplette zweite Hälfte auf der Bank geblieben war.

Seine Spieler müssten an ihre Schmerzgrenze gehen, hatte B-Lizenzinhaber Müller vor der englischen Woche mit drei Spielen binnen acht Tagen gesagt. Nach dem schwer erkämpften Unentschieden gegen Primus TV Oyten reichten die Kräfte der Grün-Weißen in der Hinni-Schwenker-Halle nur bis zur 45. Minute. Beim 24:21 (47.) hatte Habenhausen den Rückstand aus der ersten Halbzeit gedreht. Die Niederlage sei vermeidbar gewesen, meinte Müller. „Am Ende kassieren wir in der zweiten Hälfte mehr als doppelt so viele Gegentore wie in der ersten, und vorne werfen wir die Bälle unbedrängt ins Aus oder zum Gegner“, schilderte der Bookholzberger.

Letztlich war Kolpacks Ausfall der Anfang vom Ende. Mit dem dreifachen Torschützen als Störspitze der 5:1-Deckung war Neerstedt ab dem 5:5 (6.) auf 10:6 (19.) davongezogen. „Im zweiten Abschnitt hat Julian Hoffmann sein Bestes getan, um den Laden zusammenzuhalten. Wir kassieren aber zu viele einfache Tore“, klagte Müller.

Für das Rückspiel in Bremervörde schwant dem 44-Jährigen nichts Gutes. „Die werden auf Revanche aus sein. Das Kempa-Tor von Eike ist da noch in den Köpfen. Wollen wir eine Chance haben, dann müssen wir uns dagegenstemmen“, erwartet der Trainer des TV Neerstedt einen „galligen Gegner“, der in eigener Halle noch keinen Zähler abgegeben hat.

Neben Kolpack droht auf Neerstedter Seite auch Florian Schrader auszufallen. Bei dem Rückraumspieler war in Habenhausen nach der Pause eine Fußverletzung wieder aufgebrochen. Der eine oder andere Akteur müsse aus privaten Gründen passen, rechnet Müller nicht mit einer vollen Bank. Beim TSV Bremervörde geht die meiste Torgefahr von Lars von Kamp aus. 16-mal hatte der Linksaußen beim jüngsten 36:30-Erfolg gegen den Wilhelmshavener HV II getroffen.

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