VfL Wildeshausen verlängert mit Chefcoach 

Bragula bleibt, Apostel geht, Meyer kommt

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Ihre Wege werden sich am Saisonende trennen: VfL-Chefcoach Marcel Bragula (l.) und Co-Trainer Sven Apostel.

Wildeshausen - Bezirksligist VfL Wildeshausen setzt auf Kontinuität auf dem Trainerposten. Wie VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte, geht Marcel Bragula in der Saison 2018/2019 in seine fünfte Spielzeit als Chefcoach der ersten Herrenmannschaft.

Der B-Lizenzinhaber hatte am 1. Juli 2014 die Nachfolge von Jörg Peuker angetreten. Während auch Torwarttrainer Eike Bothe, Teamkoordinator Helge Cordes und Betreuer Thomas Kupka ihr Engagement weiterführen, wird Co-Trainer Sven Apostel die Krandel-Kicker verlassen. Seine Position übernimmt Patrick Meyer, aktuell noch spielender Co-Trainer beim Kreisligisten TSV Ganderkesee.

„Ich freue mich, dass wir die gute Zusammenarbeit fortsetzen können. Das ist absolut positiv. Marcel ist VfLer durch und durch – von Leuten wie ihm leben wir“, erklärt Jöckel. Aber auch Bragula weiß, was er an „seinem“ Verein hat. „Ich fühle mich beim VfL pudelwohl und bin motiviert wie am ersten Tag – es gibt keinen Grund zu wechseln“, betont er. Dabei lagen dem 43-Jährigen nach Informationen unserer Zeitung auch andere, höherklassige Angebote vor. „Aber mit meiner derzeitigen Verwendung bei der Bundeswehr und der Familie wäre die Oberliga aktuell nicht vereinbar“, erläutert der umworbene Übungsleiter. Obwohl die Offerten sicherlich lukrativ waren, ließ er sich nicht locken. „Kohle ist nicht alles und spielt in meinen Vorstellungen von Amateurfußball keine Rolle. Es gibt Werte wie Kameradschaft, Zusammenhalt und Geselligkeit, die sich mit Geld nicht aufwiegen lassen.“ Das alles sei beim VfL gegeben.

Sportlich läuft es im Krandel momentan ohnehin rund. Obwohl die Verantwortlichen nach dem Landesliga-Abstieg erstmal auf Konsolidierung bedacht waren, führt die Mannschaft die Bezirksliga-Tabelle mit der sichersten Abwehr und dem torgefährlichsten Angriff an. Der Titelkampf mit dem punktgleichen SV Brake in der zweiten Saisonhälfte dürfte spannend werden. „Wie wir bisher aufgetreten sind, ist allererste Sahne!“, schwärmt Jöckel. Dazu hat auch Sven Apostel einen wichtigen Beitrag geleistet. „Ich bedauere, dass Sven geht. Mit seiner Akribie und seinem Fachwissen hat er den VfL in den letzten zwei Jahren ein ganzes Stück nach vorne gebracht. Er ist ein absolut verlässlicher Partner“, meint Bragula.

2016 vom TSV Ganderkesee gekommen

Apostel war im Sommer 2016 vom TSV Ganderkesee in die Kreisstadt gekommen, wo er den Platz von Marco Elia einnahm, der sich in Richtung GVO Oldenburg verabschiedet hatte. Die beiden vergangenen Jahre werden Apostel „sehr, sehr positiv“ in Erinnerung bleiben. Doch nun möchte der A-Lizenzinhaber „die nächsten Schritte gehen“. Dem 41-Jährigen liegt ein konkretes Angebot vor. „Aber noch ist nichts spruchreif – es muss passen“, bekräftigt der Ganderkeseer. Da er sich künftig auch mehr um seine beiden kleinen Kinder kümmern möchte, kann es aber auch gut sein, dass er erstmal eine Fußballpause einlegen wird. „Die Gründe, die Sven in unseren Gesprächen genannt hat, sind für mich durchaus nachvollziehbar“, sagt Jöckel.

Bei der Suche nach einem neuen Co-Trainer gewährte der VfL-Fußballboss Chefcoach Bragula ein Vorschlagsrecht. Dessen Wunschkandidat Patrick Meyer sagte „nach einigen schlaflosen Nächten“ zu. „Das passt! Ich habe ein gutes Gefühl“, ist Bragula überzeugt. Sein neuer Partner ist ebenfalls außerordentlich vereinstreu. So trug Meyer bisher ausschließlich das Trikot des TSV Ganderkesee. „Deshalb fiel mir die Entscheidung auch nicht leicht“, berichtet der B-Lizenzinhaber. Doch nachdem ihn selbst TSV-Fußballabteilungsleiter Hans Peckelsen bestärkt habe, nahm er das Angebot an.

„Ich glaube, dass Marcel und ich uns gut ergänzen werden“, sagt Meyer, der in Oldenburg wohnt und studiert (Sport und Mathematik auf Grundschullehramt). Genau wie Bragula mag er es nicht, „wenn meine Mannschaft viele Gegentore bekommt“. In Wildeshausen trifft Meyer in Felix Dittrich, Michael Eberle und Christoph Stolle auf drei frühere Mitspieler aus gemeinsamen TSV-Zeiten. „Von ihnen habe ich viel Positives über Teamgeist und Einsatzbereitschaft gehört“, erzählt Meyer. Auch deshalb freue er sich auf sein neues Engagement – „egal welche Liga es denn am Ende wird“. Obwohl der Innenverteidiger mit seinen 28 Jahren im besten Fußballalter ist, wird er jedoch nur im äußersten Notfall das VfL-Trikot überstreifen. 

mar

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