Deutsche U 18-Nationalteams triumphieren bei Faustball-Europameisterschaft

Webers Titeltraum wird Wirklichkeit

Doppel-Gold: Die deutschen U 18-Teams feiern ihre Titelgewinne bei der Europameisterschaft. Fotos: Uwe Spille

Brettorf/Ahlhorn – Für Jule Weber ist ein Traum in Erfüllung gegangen. „Ich wollte schon immer im Nationaltrikot einen Titel holen“, strahlte die Faustballerin vom TV Brettorf. Mit dem Sieg bei der U 18-Europameisterschaft im schleswig-holsteinischen Hohenlockstedt wurde ihr Wunsch Wirklichkeit. Auf dem Weg zur ersehnten Goldmedaille waren Zuspielerin Weber und Angreiferin Mieke Kienast vom Ahlhorner SV wichtige Stützen im deutschen Team.

Schon in der Vorrunde hatte die Crew der Bundestrainer Hartmut Maus und Heike Hafer ihre Titelambitionen eindrucksvoll untermauert. Zum Auftakt gab es ein glattes 3:0 (11:7, 11:3, 11:7) gegen die Schweiz. Mieke Kienast spielte vorne rechts durch, Jule Weber wurde im zweiten Satz eingewechselt. In der folgenden Partie gegen Österreich durften Jule Weber und Mieke Kienast von Beginn an mitmischen. Für die Ahlhornerin kam im zweiten Durchgang Melissa Leopold (SV Düdenbüttel) aufs Feld. Durch das 3:1 (6:11, 11:6, 13:11, 11:8) qualifizierte sich Deutschland direkt für das Endspiel.

Im Finale hieß der Gegner erneut Österreich, das sich in der Qualifikation mit 3:1 (11:3, 7:11, 11:5, 11:7) gegen die Schweiz durchgesetzt hatte. „Im Endspiel haben wir gezeigt, was uns ausmacht: Wir haben unser Ding nervenstark und hochkonzentriert durchgezogen“, berichtete Mieke Kienast. „Aber dass es so deutlich werden würde, hätte ich nicht gedacht“, ergänzte Jule Weber mit Blick auf das glatte 3:0 (11:6, 11:5, 11:8). Das Landkreis-Duo stand dabei vom ersten bis zum letzten Punkt auf dem Feld, was vor allem Mieke Kienast erstaunte. „Dass ich als eine der jüngsten im Team so viel spielen durfte, hat mich überrascht“, sagte die seit 2017 für den Ahlhorner SV angreifende Lemwerderanerin, die in der kommenden Woche ihren 16. Geburtstag feiern wird.

Nicht nur die deutschen Mädchen, sondern auch die deutschen Jungen konnten ihren EM-Titel verteidigen. Allerdings machten es die Schützlinge der Bundestrainer Kolja Meyer und Tim Lemke wesentlich spannender. Das Finale gegen Österreich entwickelte sich zu einem hochdramatischen Fünf-Satz-Krimi. Erst nach Abwehr von zwei Matchbällen triumphierte Deutschland mit 3:2 (4:11, 11:9, 15:13, 8:11, 14:12). „Mittlerweile ist mein Puls wieder unten“, pustete Tim Lemke durch. Der Brettorfer war „überrascht, dass sich Österreich im Vergleich zum Vorrundenspiel um zwei Klassen steigern konnte“.

Von den Strapazen können sich Lemke und alle anderen EM-Teilnehmer noch bis Freitag während es internationalen Jugendlagers erholen. Auf dem Programm stehen neben Kleinfeldturnieren und Länderspielen auch Ausflüge nach St. Peter-Ording und Hamburg.  mar

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