Waterboys Neerstedt starten als Titelverteidiger bei German Open in Wildeshausen

Wolfgang Sasse tippt auf die Sand Devils Minden

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Die Waterboys Neerstedt (v.l.: Torben Kruse, Björn Schilke, Bastian Carsten-Frerichs und Thomas Schützmann) haben sich akribisch auf das Unternehmen Titelverteidigung bei den German Open in Wildeshausen vorbereitet.

Wildeshausen - „Wildeshausen ist an diesem Wochenende der Nabel der Beachhandballwelt“, sagt Wolfgang Sasse. Acht Frauen- und zehn Männermannschaften kämpfen heute und morgen bei den German Open in der Wittekindstadt um den Titel des inoffiziellen deutschen Meisters. Die Grundlage für das Spektakel auf dem Gildeplatz bilden mehr als 300 Tonnen Sand.

Nach mehr als einem Jahr Vorbereitungszeit startet das Turnier heute um 9.30 Uhr mit den Gruppenspielen. Morgen ab 10 Uhr geht es weiter. Die Halbfinals steigen ab 11.25 Uhr. Die Endspiele sind für 14.50 Uhr (Frauen) und 15.30 Uhr (Männer) angesetzt. Die Siegerehrung ist für 16 Uhr geplant. Neben dem Titel des German-Open-Siegers geht es für die teilnehmenden Teams außerdem um das Ticket für den EHF Chamipons Cup auf Gran Canaria (1./2. November).

Titelverteidiger sind die Waterboys Neerstedt, die die German Open 2013 in Lemgo gewinnen konnten. Die Crew um Tim Schulenberg rekrutiert sich aus Akteuren des Oberligisten TV Neerstedt. „Die Jungs sind seit 2007 zusammen und gut eingespielt – die können schon Beachhandball spielen“, sagt Wolfgang Sasse. Als Topfavoriten auf den erneuten German-Open-Sieg sieht der Turnierorganisator die Waterboys dennoch nicht. Sein Tipp: die Sand Devils Minden, um den bundesligaerfahrenen Jörn Wolterink.

Neben den Waterboys hat der heimische Beach Sport Verein Nord-West mit den Frauenteams Sandmöpse Neerstedt und Bumblebee Connection Wildeshausen noch zwei weitere Eisen im Feuer. Die Sandmöpse bestehen ebenfalls größtenteils aus Neerstedterinnen. „Sie verstehen ihr Geschäft“, weiß Wolfgang Sasse spätestens seit dem Sieg der Sandmöpse beim Nordseebad Dangast Cup vor einigen Wochen.

Die Bumblebee Connection um die Wildeshauserinnen Charlotte Schumacher und Esther Batke befindet sich derzeit im Umbruch und hat sich deshalb mit Spielerinnen der Wesernixen (SV Werder Bremen) verstärkt. Als Lokalmatadore müssen auch Die Nordlichter Oldenburg gelten. Zum Kader gehören unter anderem die Harpstedter Zwillingsbrüder Maurice und Yannick Dräger, die inzwischen für den Drittligisten TSV Hannover II spielen.

Der Deutsche Handballbund (DHB) hatte sich vor drei Jahren von der Sandvariante als Leistungssport verabschiedet. „Das ist bedauerlich – damals waren wir an der Weltspitze dran“, sagt Wolfgang Sasse, der bis 2011 beim DHB als Beachhandball-Referent fungierte.

Inzwischen hat bei den Funktionären offenbar ein Umdenken stattgefunden. Er habe vom DHB-Präsidium „den Auftrag bekommen, den deutschen Beachhandball bis 2020 in allen Bereichen an die internationale Spitze heranzuführen“, berichtet Sasse. Inzwischen hat er einen „Masterplan“ entworfen, den er gestern einer Expertenrunde im Wildeshauser Hof vorgestellt hat.

mar

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