Direkter Freiwurf bringt VfL Oldenburg das 28:28

Walz entreißt TV Neerstedt II den sicher geglaubten Sieg

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Linkshänder Erik Hübner, der unter der Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, erzielte mit dem letzten seiner insgesamt sechs Treffer das 28:26.

Neerstedt - Die 60-minütige Spielzeit war abgelaufen, und die Landesklassen-Handballer des TV Neerstedt II hatten die Auswärtspartie beim VfL Oldenburg eigentlich schon gewonnen. Eigentlich. Denn die Gastgeber bekamen noch einen direkten Freiwurf zugesprochen. Roland Walz schnappte sich den Ball in halblinker Position und schmetterte ihn über die Mauer hinweg zum 28:28 (15:15) in den Winkel. Keeper Robert Bahn, der den Wurf zu spät sah, hatte keine Abwehrchance.

„Gefühlt ist das Unentschieden ein Punktverlust“, sagte Neerstedts Betreuer Thomas Lindenthal. Diese Aussage war sehr gut nachvollziehbar. Denn als der achtfache Torschütze Andre Schröder-Brockshus per Siebenmeter das 26:21 (54.) erzielt hatte, waren die Gäste bereits auf der Siegerstraße unterwegs. Dass es am Ende nur zu einem Remis reichen sollte, sah Lindenthal der „fehlenden Cleverness“ geschuldet.

Die Hausherren holten auf und kamen 2:14 Minuten durch Walz zum 26:27-Anschlusstreffer. Neerstedts Linkshänder Erik Hübner, der unter der Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, besorgte 90 Sekunden vor ultimo mit dem letzten seiner insgesamt sechs Treffer das 28:26. Das sollte doch reichen! Zum Entsetzen von TVN-Coach Ninos Chabo langte es nicht. Zunächst stellte Marvin Janczak auf 27:28, ehe Walz den finalen Freiwurf versenkte.

Begegnung auf Augenhöhe

Zuvor waren sich die Tabellennachbarn absolut auf Augenhöhe begegnet. In der ersten Halbzeit konnte sich keines der beiden Teams auch nur einen Zwei-Tore-Vorsprung erspielen. Neerstedts A-Jugend-Keeper Robert Bahn, der den privat verhinderten Routinier Dennis Dohle vertrat, machte seine Sache sehr gut. Unterstützt von der Abwehr, wurde Bahn mehr und mehr zum Rückhalt. Zur Pause hieß es 15:15.

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann die Zügel angezogen“, berichtete Lindenthal. Doch angesichts der komfortablen Fünf-Tore-Führung schlichen sich Unkonzentriertheiten und Abschlussschwächen ins Spiel der Neerstedter Oberliga-Reserve ein. „Im Prinzip sind wir mit der Leistung zufrieden. Cleverness kannst du dir nicht antrainieren – das ist reine Kopfsache“, bilanzierte Lindenthal. - mar

TV Neerstedt II: Bahn, Voß - Hübner (6), M. Steenken, Goldberg (2), Bruns, Deeken (4), Löding (4), Schröder-Brockshus (8/2), Müller, Schachtschneider (2), Vosteen (2), Jacobs.

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