„Das ist der Wahnsinn“

U 18-Faustballerinnen des Ahlhorner SV setzen sich sensationell DM-Krone auf

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Plötzlich deutscher Meister: Trainerin Edda Meiners (h.v.l.), Jolene Brockmann, Hannah Nordbrock, Tamika Köhler-Schwartjes, Jordan Nadermann, Mieke Kienast, Nina Löschen (v.v.l.), Talea Köhler-Schwartjes, Tokessa Köhler-Schwartjes und Trainerin Bianca Nadermann vom Ahlhorner SV.

Ahlhorn – Die Party geht weiter! Nur eine Woche nach dem sensationellen DM-Triumph der Frauen feiert die Faustballabteilung des Ahlhorner SV bereits den nächsten deutschen Meistertitel. Völlig überraschend setzte sich nun auch die weibliche U 18 des ASV im oberfränkischen Hallerstein die Krone auf. „Das ist der Wahnsinn!“, jubelte Trainerin Bianca Nadermann.

Vor allem Kapitänin Tokessa Köhler-Schwartjes, die auch zum erfolgreichen Frauenteam gehört und nun mit Doppel-Gold dekoriert ist, konnte ihr Glück kaum fassen. Einen schöneren Abschluss ihrer Jugendzeit hätte sich die 18-Jährige kaum wünschen können.

„Wir haben nicht im Traum daran gedacht deutscher Meister zu werden. Wir hatten uns als Ziel gesetzt die Hauptrunde zu erreichen“, erläuterte Bianca Nadermann. Deshalb waren ihre Schützlinge nach der Auftaktniederlage gegen Titelverteidiger TV Jahn Schneverdingen (9:11, 11:13) auch nicht wirklich geknickt. Mit einer ganz stabilen Abwehr sowie den Angreiferinnen Jordan Nadermann und Tokessa Köhler-Schwartjes, die über sich hinauswuchsen, bezwang der ASV im zweiten Vorrundenspiel den TSV Pfungstadt mit 2:0 (11:8, 11:6).

Von der Berliner TS wurden die Ahlhornerinnen dann nicht wirklich gefordert. Beim 2:0 (11:4, 11:5) konnten Bianca Nadermann und ihre Trainerkollegin Edda Meiners im zweiten Satz komplett durchwechseln, ohne dass ein Leistungsabfall erkennbar war. Mit dem abschließenden 2:0 (11:7, 11:7) über den TSV Calw machte der ASV den zweiten Platz in der Vorrundengruppe A dann perfekt. „Einfach traumhaft!“, strahlte Bianca Nadermann.

Gegner im Viertelfinale war der SV Energie Görlitz. Jordan Nadermann punktete ein ums andere Mal mit tollen Angaben durch die Mitte, während Tokessa Köhler-Schwartjes im Rückschlag immer mutiger agierte. Dank einer kompletten Teamleistung behauptete sich der ASV schließlich mit 2:0 (12:10, 11:6). „Schon den Einzug ins Halbfinale haben wir gefeiert. Allerdings wollten wir bloß nicht Vierter werden, nachdem wir in der U 18 vorher schon dreimal eine Medaille verpasst hatten“, berichtete Bianca Nadermann.

Gesagt, getan! Wie ein Orkan fegten die Ahlhornerinnen über den TSV Bayer 04 Leverkusen um seine Jugendnationalspielerin Maja Mehle hinweg. Durch das 11:1 im ersten Satz war der Widerstand des Werksteams gebrochen; der zweite ging mit 11:5 an den ASV.

Im Endspiel traf Ahlhorn erneut auf den TV Jahn Schneverdingen, der im Halbfinale den TSV Staffelstein mit 2:0 (11:6, 11:6) ausgeschaltet hatte. Bianca Nadermann und Edda Meiners stellten ihre Formation um, zogen Jordan Nadermann nach hinten und schickten Nina Löschen in den Angriff. Das funktionierte zunächst gar nicht. Jahn legte schnell ein 4:0 vor und ließ sich auch von einer Ahlhorner Auszeit nicht stoppen. Doch ab dem 2:8 kam der ASV-Express ins Rollen und bog den ersten Durchgang tatsächlich noch um (13:11). Der Satzverlust beschäftigte die „Heidschnucken“ auch noch im zweiten Abschnitt, der mit 11:8 an Ahlhorn ging. „Und plötzlich waren wir deutscher Meister“, meinte Bianca Nadermann ungläubig.  mar

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