Tennis-Club-Vorsitzender Axel Sartor: Zeit der Einschränkungen gut überstanden

Vorfreude beim TC Altona: „Alle brennen auf die Außensaison“

Es ist angerichtet: Mit Arbeitseinsätzen haben die Aktiven des TC Altona seit März ihre Tennisplätze fit für die Freiluft-Saison gemacht. Dabei spürte Vorsitzender Axel Sartor „viel Vorfreude“, wie er im Interview berichtet.
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Es ist angerichtet: Mit Arbeitseinsätzen haben die Aktiven des TC Altona seit März ihre Tennisplätze fit für die Freiluft-Saison gemacht. Dabei spürte Vorsitzender Axel Sartor „viel Vorfreude“, wie er im Interview berichtet.

Wildeshausen/Altona – Der lang ersehnte Start der Freiluftsaison? Verschoben auf Ende Mai! Die mit Spannung erwarteten Ranglisten- und Leistungsklassen-Turniere? Ausgesetzt bis 18. April. Den Tennisspielern im Amateurbereich bleibt angesichts der fortdauernden Pandemie-Lage nichts anderes übrig, als abzuwarten oder in Arbeitseinsätzen ihre Plätze fit für den Frühling und die Sommerserie zu machen. Doch Axel Sartor, seit 19 Jahren im Vorstand und seit 2017 erster Vorsitzender des Tennis-Clubs Altona, will sich nicht beklagen. Denn erstens blieben die Mitglieder dem Verein mit seiner Anlage zwischen Wildeshausen und dem Dötlinger Ortsteil Busch treu, zweitens weiß der 63-Jährige, dass Anhänger „seiner“ Sportart bei den behördlichen Verordnungen noch vergleichsweise glimpflich davon kamen.

Herr Sartor, wie hat Ihr Verein die lange Corona-Zeit bis jetzt überstanden?

Der TCA hat die Zeit ganz gut gemeistert – so, wie sicherlich viele andere Tennisvereine auch. Im Gegensatz zu anderen Sportstätten blieben die Tennisplätze geöffnet, und wir sind im vergangenen Frühjahr lediglich mit einer zweiwöchigen Verspätung – natürlich unter den gebotenen Hygienemaßnahmen – in die Saison gestartet.

Gab es einen Mitgliederschwund? Oder sind die Aktiven Ihnen treu geblieben?

Aufgrund der Pandemie gab es nur wenige Sportarten, die trotz des Lockdowns ausgeübt werden durften – und Tennis gehörte dazu. Dies war und ist auch noch immer der Grund, warum viele Tennisvereine keine Mitglieder einbüßen, sondern tatsächlich einen Mitgliederzuwachs verzeichnen.

Konnten die Spieler diesen Vorteil denn auch im Winter nutzen? Schließlich gibt es in Wildeshausen keine Tennishalle.

Wintertraining in umliegenden Hallen

Wir nutzen während dieser Zeit immer die umliegenden Hallen, um nicht „einzurosten“ – und natürlich für unser Jugendtraining. Selbstverständlich mussten wir wegen der Einzel- und Doppel-Regelung im Zuge der Hygienevorschriften wegen Corona einiges umplanen. Wir sind uns aber sicher, dass dennoch alle auch in diesem Winter ausreichend Spielzeit genießen konnten.

Nach jetzigem Stand soll die Sommersaison Ende Mai mit sechs TCA-Teams starten. Konnten Sie dieses Niveau im Vergleich zur Vorsaison halten?

Die Zahl ist so hoch wie im letzten Jahr: Wir starten 2021 wieder mit sechs Teams – jedoch diesmal mit einer Vierer-B-Junioren-Mannschaft. 2020 war es noch eine Zweier-B-Junioren.

Zahl der Mannschaften konstant

Starten denn alle in den denselben Ligen – oder gab es eine Mannschaft, die freiwillig eine Klasse tiefer gemeldet hat? Oder ist ein Team sogar nach oben geklettert?

Nein, wegen Corona gab es keine Auf- oder Absteiger. Gerne möchte ich aber in diesem Zusammenhang erwähnen, dass unsere B-Junioren im letzten Jahr Meister (in der Regionsklasse B, d. Red.) geworden sind – und zwar ohne einen Satzverlust.

Wie sehr strengt jetzt das Warten auf den Wiederbeginn an?

Es ist wie jedes Jahr: Obwohl man in der Halle spielen konnte, brennen alle auf die Außensaison.

Angebot: Probe-Mitgliedschaft

Die Krise setzte Kreativität frei: Voriges Jahr bot der Tennis-Club Altona (TCA) erstmals eine Probemitgliedschaft an. „Natürlich hat die Pandemie diese Werbemaßnahme enorm gepusht“, sagt TCA-Vorsitzender Axel Sartor rückblickend. „Und was noch erfreulicher ist: Mehr als 50 Prozent dieser Probemitglieder sind anschließend in den TCA eingetreten. Das spornt uns an – und wir werden auch in diesem Jahr wieder ein solches Angebot machen.“

Darin enthalten sind unter anderem der Wegfall der Aufnahmegebühr, geringere Startgelder und drei kostenlose Trainerstunden. Die Mitgliedschaft erlischt automatisch am Ende der Sommersaison, falls dann doch kein Interesse mehr bestehen sollte.

Nähere Informationen gibt es im Internet: www.tca-wildeshausen.de

Konnten Sie von dieser Vorfreude schon etwas während der Arbeitsdienste im März spüren?

Natürlich mussten wir die Arbeitseinsätze aufgrund der aktuellen Pandemie-Vorschriften etwas anders gestalten als in den Vorjahren, aber man hat bei den Anwesenden deutlich gespürt, dass sich alle auf den Start in die Sommersaison freuen.

Apropos Vorschriften: Wie oft mussten Sie das Hygienekonzept für den eigentlichen Tennisbetrieb überarbeiten?

Wir mussten das einige Male anpassen. So sollte zum Beispiel zu Beginn der vorigen Sommersaison jeder nur mit seinen eigenen Bällen spielen dürfen – wegen einer befürchteten Schmier-Infektion. Oder auch die Änderungen bezüglich der Doppel: Durften wir zur letzten Saison mit etwas Zeitverzug noch „normales Doppel“ spielen, gab es später die Ansage, dass nur Einzel oder Doppel mit Mitgliedern aus maximal zwei Hausständen gespielt werden durften.

Haben die Mitglieder Verständnis für die Einschränkungen?

Ich denke mal, dass unseren Spielerinnen und Spielern bewusst ist, eine der wenigen Sportarten ausüben zu dürfen, die in dieser Pandemie möglich sind. Darum habe ich auch bisher noch niemanden gehört, der aufgrund der Einschränkungen oder verschärften Hygienemaßnahmen unzufrieden war.

Und wie gehen die Jüngeren damit um? Haben Sie Sorgen um den Nachwuchs, der sich in Zeiten der Pandemie vielleicht vom Tennis oder dem Sport im Allgemeinen abwenden könnte?

Da habe ich überhaupt keine Sorgen, denn wir konnten unser Jugendtraining trotz der Pandemie so gestalten, dass alle zufrieden waren und auch im Sommer wieder beim Training dabei sein möchten. Dank unserer Corona-konformen Trainingsmethoden haben wir auch keine Bedenken, dass unsere Spielerinnen und Spieler jetzt etwa Versäumtes aufzuholen haben.

Zur Person

Der Tennis-Club Altona hat aktuell 169 aktive Mitglieder. Vorsitzender ist Axel Sartor aus Wildeshausen, der seit 2002 im Vorstand mitarbeitet – zunächst als Webmaster. 2010 übernahm er das Amt des Sportwarts, erster Vorsitzender ist er seit 2017 – und möchte gern weitermachen. „Weil wir in diesem Jahr den Vorstand neu wählen, werde ich mich um eine weitere Legislaturperiode bemühen“, verrät Sartor augenzwinkernd.

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