Oberliga-Männer feiern nach Fünfsatz-Krimi über Delmenhorst den Klassenverbleib

Volleyball-Drama mit Happy End für Wildeshausen

Nervenstark: Wildeshausens Fabian Muhle nutzte den Matchball gegen Tecklenburg. Damit war alles angerichtet für den anschließenden Fight gegen Delmenhorst um den Klassenverbleib. Foto: Westermann

Wildeshausen – Klassenerhalt gesichert! Mit zwei Heimsiegen am Samstag haben die Volleyballer des VfL Wildeshausen zurück in die Erfolgsspur gefunden damit vorzeitig letzte Zweifel am Verbleib in der Oberliga aus dem Weg geräumt. Das war aber ein hartes Stück Arbeit und im zweiten Spiel an Dramatik kaum zu überbieten“, verdeutlichte VfL-Spielertrainer Frank Gravel.

VfL Wildeshausen - VCB Tecklenburger Land II 3:1 (25:19, 19:25, 25:12, 25:18): Im ersten Spiel gegen die junge Nachwuchsmannschaft aus Tecklenburg legten die Wildeshauser einen guten Start hin. Der zurückgekehrte Fabian Muhle stabilisierte die Annahme, sodass die Zuspieler Freddy Bartelt und Linh Nguyen immer wieder Akzente setzten. Bis zum 21:19 ließ sich Tecklenburg aber nicht abschütteln. Erst zum Satzende hin machte Conrad Kramer mit seinen Angaben den Sack zum 25:19 zu.

Der Start in den zweiten Abschnitt ging mit 0:8 völlig in die Hose. Wildeshausen kämpfte sich zwar Punkt für Punkt auf 19:21 heran, doch zum Schluss schwamm die Annahme wieder – und der Satz war weg.

Bis zum 5:7 war die Wildeshauser Mannschaft auch im dritten Satz noch verunsichert. Anschließend ging Paul Schütte zum Aufschlag – und der Block um Manuel Meyer und Bartelt packte mehrfach bis zum 16:7 zu. Damit war der Satz für die Wildeshauser entschieden.

Im vierten Durchgang lagen die Wildeshauser von Beginn an vorn, erst beim 23:13 ließ die Konzentration in der Annahme etwas nach. Fabian Muhle ging für Manuel Meyer in der Annahme ins Feld, schob einen sauberen Pass zum Matchball, den er anschließend selber im Angriff versenkte.

VfL Wildeshausen - VG Delmenhorst-Stenum 3:2 (25:19, 25:19, 12:25, 25:27, 17:15): Damit war klar, dass ein Sieg gegen Delmenhorst den vorzeitigen Klassenerhalt bedeuten würde. Es entwickelte sich ein enger erster Satz. Beide Mannschaften waren stabil in der Annahme und verwerteten die Angriffe. Erst beim 20:19 baute Paul Schütte mit guten Aufschlägen Druck auf, die zum Satzgewinn führten.

Bis zum 12:11 verlief der zweite Durchgang ähnlich. Anschließend waren die Wildeshauser im Block erfolgreich und zogen unaufhaltsam auf 21:13 davon. Bis zum 8:9 im dritten Satz lief es ähnlich weiter, danach brach die Wildeshauser Annahme um Libero Helge Mildes weg, ein klarer Satzverlust war die Folge. Zum vierten Satz stellte sich der VfL neu auf, fand sich erst beim 3:7 neu zusammen und gestaltete den Satz wieder offen. Beim 21:17 sahen die Hausherren schon wie der sichere Sieger aus. Delmenhorst konterte aber zum 21:20 und anschließend beim 23:21 zum 23:24. Den ersten Satzball wehrten die Wildeshauser ab und holten sich danach beim 25:24 einen Matchball. Den ließen sie unglücklich liegen, als der Block angeschlagen wurde.

Die nächsten beiden Ballwechsel waren umkämpft – mit dem besseren Ende für Delmenhorst zum Satzausgleich. Das wirkte im Tiebreak bei den Wildeshausern noch nach, ein früher Rückstand bis zum 5:9 war die Folge. Der Einsatz stimmte aber, und der VfL kämpfte sich auf 8:9 heran, hielt diesen Abstand bis zum 10:11. Doch Delmenhorst machte die nächsten drei Punkte und sah schon wie der sichere Sieger aus. Beim 11:14 rettete Libero Maik Backhus in der Abwehr einen vom Block abgefälschten Ball. Beim 12:14 versagten dem Delmenhorster Außenangreifer zweimal die Nerven. Den ersten Ball schlug er ins Aus, den zweiten ins Netz. Beim 14:14 hatte Delmenhorst eine schwache Annahme, die auf Bartelt kam, der den Ball zum Matchball versenkte. Den wehrte Delmenhorst noch einmal ab. Anschließend stand die Wildeshauser Annahme zum dritten Matchball. Der war es dann endlich zum umjubelten Sieg im Derby gegen die Delmenhorster.

Bei zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, den die Delmenhorster belegen, ist damit der Klassenerhalt geschafft. So kann das Team in drei Wochen beruhigt zum Derby nach Vechta fahren. Als neues Ziel will sich die Mannschaft den vierten Platz zum Saisonende sichern. Dazu muss sie die letzten beiden Spiele gegen Vechta und Hollern-Twielenfleth allerdings gewinnen.

VfL Wildeshausen: Frank Gravel, Maik Backhus, Marco Backhus, Paul Schütte, Linh Nguyen, Manuel Meyer, Helge Mildes, Conrad Kramer, Frederik Bartelt, Fabian Muhle, Torben Dannemann.

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