TV Neerstedt verliert beim 21:28 gegen TV Oyten nach dem 7:5 den Faden

Voigt beendet 15-minütige Torflaute

Kein Durchkommen: Neerstedts Marie Oltmann (M.) hängt zwischen den Oytenerinnen Theresa Otten (l.) und Lena Prütt (r.) fest. Foto: Marquart

Neerstedt – Eigentlich geht Fabienne Bajorat für die weibliche A-Jugend des TV Neerstedt als Kreisläuferin in der Handball-Verbandsliga auf Torejagd. Doch im Heimspiel gegen den TV Oyten hatte die Nahwurfzonenspezialistin eine völlig ungewohnte Aufgabe: Tore verhindern. Weil Theresa Scheffer, die einzige Keeperin im Team, auf Schulfahrt weilte, stellte sich kurzerhand Fabienne Bajorat zwischen die Pfosten. Und die 17-Jährige machte ihre Sache beim 21:28 (8:15) ausgesprochen gut. „Da kannst du nicht meckern“, meinte Udo Steinberg anerkennend.

Neerstedts Coach musste gegen den Tabellenführer nicht nur auf Theresa Scheffer verzichten. Zudem hatten sich seine beiden Halblinken Antonia Kallifidas und Henrike Bartelt krank abgemeldet. Luisa Adams und Alina Windhorst gingen grippegeschwächt in die Partie. Und zu allem Überfluss verletzte sich Julia Claußen bei ihrem Treffer zum 1:0 (2.) am Knöchel. Auf halblinks begann zunächst Anna Rippe, später durften sich dann Marie Oltmann und Lina Schulenberg auf der Königsposition versuchen.

„Die ersten 15 Minuten waren sehr gut. Alle haben für Fabienne gespielt und sich an das gehalten, was wir besprochen hatten“, freute sich Steinberg. Seine 5:1-Abwehr agierte personenbezogen gegen Theresa Otten. Die Rückraumlinke ist der Dreh- und Angelpunkt im Oytener Spiel. „Als es nicht lief, hat sie die Entscheidung gesucht“, erläuterte Steinberg. Mit 10/3 Treffern war Theresa Otten am Ende auch erfolgreichste Werferin der Partie.

Den besseren Start erwischte aber zunächst der TV Neerstedt. Das Schlusslicht legte ein 4:1 (6.) vor und behauptete die Führung bis zum 7:5 (13.) durch Marie Oltmann. Es sollte für lange Zeit der letzte Neerstedter Treffer sein. „Wir haben vorne den Faden verloren, und auch die Abwehr hat nicht mehr vernünftig gearbeitet“, ärgerte sich Steinberg. Seiner Crew unterliefen in der Offensive reihenweise Fehlpässe und Fangfehler. Erst nach 15:22 Minuten beendete Rechtsaußen Leonie Voigt per Siebenmeter zum 8:13 (28.) die Torflaute. Bis zur Pause wuchs der Rückstand der Grün-Weißen auf 8:15 an.

„In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, dass wir uns zusammenreißen“, berichtete Steinberg. Das funktionierte allerdings nicht sofort, denn die Gäste zogen weiter auf 22:11 (38.) davon. „Dann haben wir uns gesteigert“, registrierte Steinberg zufrieden. Die Neerstedter Abwehr bewegte sich wieder schneller und packte energischer zu. Doch die technischen Fehler im Angriff konnten die Hausherrinnen nicht abstellen. „Die brechen uns immer das Genick! Wir haben nichtmal aufs Tor geworfen, und trotzdem ist der Ball schon wieder weg“, monierte Steinberg.

Die Neerstedterinnen gaben aber nicht auf und konnten das Resultat nach dem 16:26 (51.) noch etwas freundlicher gestalten. Zum ersten Punktgewinn reichte es freilich nicht mehr. „Unter den gegebenen Umständen haben wir uns ganz gut aus der Affäre gezogen. Alle haben ihr Bestes gegeben“, resümierte Steinberg.

Dem TV Neerstedt steht nun eine anstrengende Woche mit vier Partien binnen sieben Tagen bevor. Nacheinander muss das Schlusslicht bei der SG Neuenhaus/Uelsen (Sonntag, 1. März, 15 Uhr), beim TV Oyten (Montag, 2. März, 19.15 Uhr), gegen die SG Neuenhaus/Uelsen (Freitag, 6. März, 20.15 Uhr) und gegen Jugendhandball Wümme (Sonnabend, 7. März, 17.30 Uhr) antreten.  mar

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