Ahlhorner SV könnte TV Brettorf im Derby noch vom zweiten Platz verdrängen

„Es ist völlig utopisch, mit 5:0 in Brettorf zu gewinnen“

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Man kennt sich: Brettorfs Jörn Büsselmann (l.) und Ahlhorns Patrick Baues können ganz entspannt ins Derby gehen. Beide Landkreisrivalen sind bereits für die DM qualifiziert. ·

Brettorf - Selten konnten die Erstliga-Faustballer des TV Brettorf und des Ahlhorner SV so entspannt in ein Derby gehen: Vor dem heutigen Aufeinandertreffen am letzten Spieltag in Brettorf (20 Uhr) sind beide Landkreisrivalen bereits für die DM in Oldenburg (15./16. März) qualifiziert.

Trotzdem: „Selbst wenn wir Letzter wären, würden wir uns zerreißen, um dieses Spiel zu gewinnen – es ist Derbytime“, sagt ASV-Trainer Thomas Neue feind. Schließlich steht auch noch die Revanche für die 2:5-Hinspielniederlage aus.

Nach derzeitigem Tabellenstand träfen die zweitplatzierten Brettorfer bei der DM auf den deutschen Feld- und Hallenmeister TSV Pfungstadt und den Süd-Dritten TV Vaihingen/Enz. Der Ahlhorner SV bekäme es in seiner Gruppe mit Nordmeister VfK 01 Berlin und dem Süd-Zweiten TV Schweinfurt-Oberndorf zu tun – übrigens dieselben sechs Mannschaften, die im Sommer vergangenen Jahres bei der Feld-DM in Ahlhorn um den Titel spielten.

An der Gruppeneinteilung können die Gäste noch etwas ändern. Dazu ist allerdings ein 5:0-Erfolg nötig. „Das ist die einzige Chance, dass der ASV noch Zweiter wird“, sagt Ulrich Meiners, der Präsident der Deutschen Faustball-Liga. In diesem Fall hätten beide Teams dasselbe Punktverhältnis (22:6) und die identische Satzdifferenz (+37). Die Ahlhorner (62) hätten allerdings aufgrund eines mehr gewonnenen Satzes gegenüber Brettorf (61) die Nase vorn, erläutert Meiners.

„Klar rechnet man aus Spaß. Aber es ist völlig utopisch, mit 5:0 gegen den TV Brettorf in seiner derzeitigen Form zu gewinnen“, sagt Thomas Neuefeind. „Trotzdem wollen wir ein gutes Spiel abliefern.“ Der ASV-Coach hat keine Ausfälle zu beklagen. Erneut werden Angreifer Steffen Lüdtke und Abwehrspieler Sören Dahms aus der zweiten Mannschaft im Kader stehen.

Klaus Tabke teilt die Einschätzung seines Kollegen. „Ich gehe davon aus, dass wir nicht mit 0:5 verlieren und den einen Satz, den wir noch benötigen um Zweiter zu bleiben, auch gewinnen“, erklärt Brettorfs Trainer. Viel lieber wäre ihm im letzten Spiel vor der DM natürlich ein Sieg.

Tabke wird für das Derby bereits jenen Neun-Mann-Kader nominieren, den er auch in Oldenburg aufbieten will. Dazu gehört auch Angreifer Jens von Seggern aus der Zweitliga-Mannschaft. Die Gastgeber werden mit ihrer voraussichtlichen DM-Aufstellung beginnen. · mar

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