Findet TV Neerstedt in Neuenhaus in die Spur?

Die vielen Gegentore nerven Müller

Keine Alternative: Neerstedts Linkshänder Michael Uken ist privat verhindert. Foto: Büttner

Neerstedt – Durch die beiden jüngsten Heimniederlagen gegen den VfL Horneburg (31:38) und den TuS Haren (32:36) ist die Situation für die Handballer des TV Neerstedt ungemütlicher geworden. Vor dem Gastspiel beim punktgleichen Tabellennachbarn SG Neuenhaus/Uelsen an diesem Sonnabend um 19.30 Uhr ist der MTV Eyendorf am Verbandsligisten aus der Gemeinde Dötlingen vorbeigezogen.

Das Tabellenende ist inzwischen bedrohlich nahe. Vier Zähler Vorsprung hat die Mannschaft von Trainer Andreas Müller noch zur HSG Barnstorf/Diepholz II auf dem ersten Abstiegsplatz. „Es ist an der Zeit, dass wir wieder in die Spur finden“, hat Müller die Zeichen der Zeit vor der Fahrt in die Grafschaft Bentheim erkannt.

Acht Spieltage vor Ende der Saison ist die Partie sowohl für den TV Neerstedt als auch für die SG Neuenhaus/Uelsen richtungweisend. Während der Sieger ein wenig durchatmen kann, steckt der Verlierer knietief im Abstiegskampf. Für die Gastgeber um ihren Spielertrainer und Haupttorschützen Jörn Wolterink (157 Saisontreffer) spricht die Heimbilanz. Von ihren 15 Zählern hat die SG zwölf in der heimischen Sporthalle Boussy-Saint-Antoine geholt. Zuletzt feierten die Gastgeber beim 32:28 gegen den TSV Bremervörde den ersten Erfolg in der Fremde.

Das Neerstedter Hauptaugenmerk ist auf den SG-Rückraum mit Wolterink und Linkshänder Hendrik Esmann gerichtet, erläutert Müller. Personell muss der Gästecoach weiter ohne Kreisläufer Philipp Hollmann (Knieverletzung aus dem Skiurlaub) und Torjäger Marcel Behlmer (im Training mit dem Fuß umgeknickt) planen. Aus privaten Gründen wird Linkshänder Michael Uken nicht mit an die niederländische Grenze fahren.

Seine Mannschaft habe gut trainiert. Dabei lag der Fokus auf der Abwehr, berichtet Müller: „Mit dem Angriff war ich zuletzt nicht unzufrieden. Die vielen Gegentore waren das Problem.“ 525-mal hat es in 19 Spielen bisher im Kasten von Lukas Oltmanns und Kevin Pecht eingeschlagen, was einem Schnitt von 29,2 Gegentreffern pro Partie entspricht. In den letzten beiden Spielen gegen Horneburg und Haren waren es zusammen 70.

„Ein Sieg in Neuenhaus wäre immens wichtig für die Moral“, sagt Müller mit Blick auf den Spielplan. Die nächsten beiden Gegner des TV Neerstedt sind der Tabellenzweite HSG Heidmark (Sonnabend, 14. März, 19.30 Uhr) und Spitzenreiter TvdH Oldenburg (Freitag, 20. März, 20 Uhr). „Mit zwei weiteren Punkten auf der Habenseite könnten wir mit etwas weniger Druck in die Duelle gegen die beiden Top-Teams gehen“, unterstreicht Müller die Bedeutung der aktuellen Begegnung.  prü

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