Unterstützung für Kinzel und Cordes

B-Junioren des VfL Wildeshausen sollen von Hartmut Schwolows Erfahrung profitieren

Das Trainertrio Helge Cordes (von links), Hartmut Schwolow und Bernd Kinzel auf dem Rasen des Wildeshauser Krandelstadions
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„Im Dreigestirn geht’s etwas leichter“: Helge Cordes (von links), Hartmut Schwolow und Bernd Kinzel trainieren in der kommenden Saison gemeinsam die Bezirksliga-B-Junioren des VfL Wildeshausen.

Wildeshausen – Mit seinem Aus beim Fußball-Kreisligisten TSV Ottersberg II im November 2017 hatte Hartmut Schwolow eigentlich auch einen Schlussstrich unter seine Trainerkarriere gezogen. Dreieinhalb Jahre blieb der B-Lizenzinhaber standhaft. Dann kam ein Anruf von Bernd Kinzel. Und nach ein paar Tagen Bedenkzeit revidierte Schwolow seine Entscheidung. „Ich werde künftig also wieder häufiger an der frischen Luft sein“, sagt er und lacht. Gemeinsam mit Kinzel und Helge Cordes trainiert Schwolow in der kommenden Saison die Bezirksliga-B-Junioren des VfL Wildeshausen.

„Es ist toll, dass wir so einen Mann bekommen konnten! Von seiner Erfahrung werden die Jungs profitieren“, freut sich Kinzel, der bislang im Gespann mit Cordes für die C-Junioren der Krandel-Kicker verantwortlich zeichnete.

In der Tat verfügt Schwolow über einen reichhaltigen Fundus. Unter anderem coachte er in der Saison 2008/2009 den Oberligisten Rotenburger SV. In der Serie 2012/2013 assistierte er Torsten Gütschow, dem früheren Torjäger von Dynamo Dresden, beim Oberligisten TuS Heeslingen, dem Vorgängerverein des Heeslinger SC. Außerdem saß Schwolow beim VfL Sittensen in der Bezirks- und Kreisliga sowie bei RW Scheeßel in der 1. Kreisklasse auf der Bank, bevor er schließlich in Ottersberg landete.

Dass Schwolow bislang vorwiegend im Rotenburger Raum als Übungsleiter aktiv war, ist seiner militärischen Laufbahn geschuldet, die den ehemaligen Berufssoldaten 1994 an die Wümme verschlug. Denn eigentlich ist Schwolow gebürtiger Oldenburger und lebte ab 1974 mit seinen Eltern in Wildeshausen. Er kickte für den VfL Wildeshausen, GW Kleinenkneten, FC Rastede, TuS Frisia Goldenstedt, Harpstedter TB und TV Dötlingen, bevorzugt auf der linken Seite. Unter Hartmut Konschal kam er beim Rotenburger SV später sogar zu Oberliga-Weihen. Seine erste Trainerstation war jedoch der VfL Wildeshausen, wo er Mitte der 90er-Jahre „eher zufällig“ die zweite Herrenmannschaft übernahm, „bis die Bundeswehr dazwischen grätschte“.

Seit 2016 ist Schwolow, der an diesem Dienstag seinen 59. Geburtstag feiert, im Ruhestand. Die Füße hochgelegt hat er trotzdem nicht. Stattdessen ließ er sich zum Ernährungsberater, Vital- und Präventionscoach ausbilden. „Ich war nie ganz weg“, sagt Schwolow, der mit seiner Frau seit 2019 wieder in Wildeshausen wohnt – nur einen Steinwurf vom Krandel entfernt. Bei den Landesliga-Heimspielen ist er regelmäßiger Beobachter. „Da haben wir dann öfter mal gequatscht“, berichtet Kinzel. Weil er und Cordes einen dritten Mann für ihr Trainerteam suchten, kamen sie alsbald auf den eingefleischten Borussia-Mönchengladbach-Fan. „Es ist gut, noch einen erfahrenen Mann zu haben, der das Training leiten kann, weil es bei uns beiden beruflich nicht immer passt“, erläutert Kinzel. „Ich mache aber nicht den Headcoach. Wir werden alles gemeinsam besprechen und entscheiden“, stellt Schwolow klar.

Von seiner neuen Mannschaft hat er aufgrund der Coronapandemie noch nicht allzu viel gesehen. Doch die ersten Eindrücke seien vielversprechend. „Da sind ein paar gute Jungs dabei. Wichtig ist, ihnen Spaß am Fußball zu vermitteln, dann dürfte sich der Erfolg von allein einstellen“, meint Schwolow. Konkret heißt das: „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, dass wir unsere Eigengewächse in ein paar Jahren in der ersten Herren spielen sehen wollen.“

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