VfL-Volleyballerinnen verlieren, zeigen aber anderthalb Sätze, dass mehr drin ist

Ein 0:3 als Mutmacher

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Die Pleite im ersten Landesligaspiel sollte Franziska Lehmann (li.), Lea Schwuchow (re.) und Co. nicht verunsichern. Eine Teilschuld nahm auch Coach Gunther Wieking (Mitte) auf sich.

Wildeshausen - Von Daniel Wiechert. Die Musik donnerte aus den Lautsprechern, handverlesen lief jede Spielerin in das proppevolle Emder Sportzentrum ein – der Rahmen für das Oberliga-Debüt der Wildeshauser Volleyballerinnen hätte kaum besser und größer sein können. Nur das Ergebnis trübte die Stimmung etwas. Das VfL-Team von Trainer Gunther Wieking verlor glatt mit 0:3 (20:25, 15:25, 12:25) bei Blau-Weiß Emden-Borssum. „Für uns war hier nichts zu holen. Davon werden wir uns allerdings nicht aus der Bahn werfen lassen“, versprach Wieking.

Denn obwohl es am Ende eine glasklare Angelegenheit wurde, hatten die Wildeshauser Aufsteigerinnen Phasen im Spiel, in denen sie auf Augenhöhe agierten. Am Anfang sogar mehr als das. Das Wieking-Team begann wie entfesselt, führte schnell mit 6:0. „Da haben wir wahnsinnig gut aufgeschlagen“, sagte der Trainer: „Aber Emden-Borssum hat dann immer mehr Druck entwickelt.“ Aus dem 6:0 wurde schnell ein 8:15. Wieking reagierte, nahm einen Diagonalwechsel vor – und es schien zu wirken. Beim 19:21 war Wildeshausen wieder dran. Wieder stellte der VfL-Coach um, allerdings fehlerhaft, wie er selbst zugibt. „Ich habe den Rückwechsel vorschnell getätigt. Das hat dann etwas für Verwirrung innerhalb des Teams gesorgt, weshalb das auch ein bisschen auf meine Kappe geht“, so Wieking. Borssum nutzte die VfL-Konfusion und machte den Satz mit 25:20 zu.

Im zweiten Durchgang hatten sich die Gäste wieder gefangen, agierten bis zur Satzmitte auf Augenhöhe – bis der Faden komplett riss. „Wir hatten plötzlich große Probleme bei unseren Annahmen. Das Selbstvertrauen schwand zusehends, alle wurden ängstlicher“, berichtete Wieking, der auch in dieser Phase etwas mit sich haderte: „Vielleicht habe ich bei den Wechseln zu lange gezögert. Allerdings weiß ich auch nicht, ob es bei diesem Gegner wirklich etwas geholfen hätte...“

Letztlich gingen die Durchgänge zwei und drei schnell weg. „Wir haben eineinhalb Sätze lang im Rahmen unserer Möglichkeiten gespielt“, sagte der Coach: „Das einzige, das mich ärgert, ist, dass wir uns am Ende nicht noch mehr gewehrt haben.“

Allerdings müsse auch beachtet werden, dass die Wildeshauserinnen in Franziska Lehmann nur eine etatmäßige Mittelblockerin in Ostfriesland mit an Bord hatten. Sarah Liebig, Katrin Schröder und Last-Minute-Neuzugang Annemarie Norpoth fehlten.

„Wir wissen, dass wir uns noch verbessern müssen – vor allem bei der Annahme, aber auch im Schnelligkeitsbereich müssen wir noch arbeiten“, forderte Wieking.

VfL Wildeshausen: Roxy Hillmann, Ina Diephaus, Stella Drewes, Sina Meyer, Vera Diersen, Lea Schwuchow, Franziska Lehmann, Angela Bleyle.

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