Landesliga-Auftakt gegen Sparta Werlte: Mittelfeldzentrale als Problemzone

VfL sticht ohne Kapitän Görke in See

Achillessehnenbeschwerden: Flügelstürmer Robin Ramke musste im Bezirkspokalspiel gegen den TV Dötlingen zur Halbzeit ausgewechselt werden.
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Achillessehnenbeschwerden: Flügelstürmer Robin Ramke musste im Bezirkspokalspiel gegen den TV Dötlingen zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Wildeshausen – Auf dem Adventskranz brannte die erste Kerze – so lang ist es her, seit die Fußballer des VfL Wildeshausen letztmals um Landesliga-Punkte gespielt haben. Inzwischen liegt das 1:1 beim VfL Germania Leer mehr als neun Monate zurück. Doch an diesem Sonntag, 15 Uhr, soll die Durststrecke vorbei sein. Zum Saisonauftakt erwarten die Krandel-Kicker den Aufsteiger SV Sparta Werlte. „Dann müssen wir sehen, dass wir unser Produkt pünktlich auf die Platte bringen“, sagt VfL-Coach Marcel Bragula.

Die Vorbereitung der Wildeshauser verlief ziemlich holprig. Doch zuletzt, so schien es, fanden sie langsam in die Spur. Im letzten Testspiel gegen den Bezirksligisten VfL Stenum gab es ein 3:0 und in der Erstrundenpartie des Bezirkspokals ein 4:0 über den Kreisligisten TV Dötlingen. Keine Ruhmestaten, aber immerhin.

Auch bei den Gästen lief nicht alles rund. In den Testspielen gelang den Emsländern nur ein Sieg (4:0 beim TuS Emstekerfeld). Dafür meisterten sie ihre Generalprobe im Pokal mit dem 4:2 beim Bezirksligisten FC Lastrup erfolgreich. „Werlte wird mit der Euphorie eines Aufsteigers nach Wildeshausen kommen“, ahnt Bragula. Die Umstände, wie Sparta den Sprung in die Landesliga geschafft hat, sind allerdings kurios: Zum Zeitpunkt des coronabedingten Saisonabbruchs belegten die Schwarz-Gelben in der Bezirksliga-Staffel 3 den vierten Tabellenplatz. Doch nach der Berechnung des Punktequotienten war Sparta urplötzlich Meister.

Natürlich haben Bragula und sein Co-Trainer Patrick Meyer ihre Hausaufgaben gemacht. „Auf dieser Ebene kannst du es dir nicht erlauben, unvorbereitet ins Spiel zu gehen“, betont der Chefcoach. Sparta sei robust, zweikampf- und kopfballstark. Kurz: „Ein unbequem zu bespielender Gegner.“ Prunkstück der Gäste ist der Angriff mit Michael Pfeiffer (20) und Alexander Kenning (15). Das Duo erzielte in den 16 Spielen der vergangenen Saison zusammen 35 der 51 Werlter Treffer.

Im Mittelfeld zieht Spielertrainer Jan Büter die Fäden. Bevor der 33-Jährige Sparta 2017 in der Kreisliga übernahm, spielte er bei Hansa Friesoythe in der Landesliga. Für den nötigen Schuss Erfahrung in der jungen Werlter Mannschaft sorgt schließlich Jan-Christian Meier. Der 31-jährige Innenverteidiger, der auch drei Einsätze für die deutsche U 19-Nationalmannschaft in seiner Vita stehen hat, absolvierte in seiner Karriere mehr als 200 Regionalliga-Spiele für den VfL Wolfsburg II, SV Wilhelmshaven, Eintracht Braunschweig II, SV Meppen, Germania Halberstadt und Lupo Martini Wolfsburg.

Zur absoluten Unzeit hat der VfL Wildeshausen ein Personalproblem in der Mittelfeldzentrale. Kapitän Sascha Görke wird beim Auftakt aus privaten Gründen fehlen. Steve Köster und Alexander Kupka fallen mit Fußverletzungen aus. Christoph Stolle ist nach langer Zwangspause noch nicht wieder bei 100 Prozent. Zum Glück ist der Wildeshauser Kader breit aufgestellt. „Hauke Glück ist jemand, den du immer reinwerfen kannst“, meint Bragula. Neben den genannten Akteuren fallen auch Ole Lehmkuhl (Oberschenkelzerrung), Robin Ramke (Achillessehnenprobleme) und Steven Müller-Rautenberg (dickes Knie) aus. „Für ,Stevo‘ tut es mir einfach nur leid! Er ist bei uns der Spieler, der am meisten für den Fußball investiert. Er trinkt keinen Alkohol, geht nicht auf Partys und lebt absolut diszipliniert – das ist fast schon tragisch“, bedauert Bragula.

Im Kampf um den Platz im VfL-Tor gibt es zwischen S��ren Willers und Miguel Förster eine Pattsituation. „Sich jetzt auf eine Nummer eins und eine Nummer zwei festzulegen, wäre unfair“, sagt Bragula, nachdem er Torwarttrainer Eike Bothe sowie seine Mannschaftsführer Sascha Görke und Lukas Schneider zurate gezogen hat. Die Leistungen der beiden Keeper im Abschlusstraining sind die Entscheidungsgrundlage, wer am Sonntag spielt.  mar

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