VfL-Joker erzielt Last-Minute-Tor in Obenstrohe / Atlas patzt beim 1:1 in Bockhorn

Tramitzke: Die „letzte Waffe“ setzt Glücksgefühle frei – 1:0

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Joker Rene Tramitzke bescherte dem VfL Wildeshausen einen wichtigen Sieg.

Wildeshausen - Dramatischer hätte der 26. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga kaum verlaufen können: Während Spitzenreiter VfL Wildeshausen durch einen Last-Minute-Treffer von Rene Tramitzke mit 1:0 (0:0) bei Angstgegner TuS Obenstrohe gewann, ließ Verfolger SV Atlas durch das 1:1 (0:0) beim BV Bockhorn Federn im Titelkampf.

„Heute trägt der Fußballgott rot-weiß“, jubelte Marcel Bragula, während im Mannschaftsbus die Party tobte. Zuvor hatten die mitgereisten Fans bereits für „bewegende Momente“ gesorgte, berichtete der VfL-Trainer. Seine Crew hat nun sieben Zähler Vorsprung auf den SV Atlas, der jedoch zwei Partien weniger ausgetragen hat. Sollten beide Konkurrenten ihre ausstehenden Begegnungen gewinnen, würde den Krandel-Kickern im direkten Duell am letzten Spieltag nun ein Remis genügen.

Allerdings schlug sich Fortuna erst spät auf die Wildeshauser Seite: Während an der Plaggenkrugstraße alles auf ein torloses Remis hindeutete, führte der SV Atlas acht Kilometer weiter westlich durch einen Treffer von Musa Karli mit 1:0 (47.). Doch mit einem verwandelten Strafstoß raubte BVB-Kapitän Patrick Degen den Delmenhorstern zwei wichtige Punkte (89.). „Glück gehört dazu, aber das haben wir uns auch erarbeitet“, meinte Bragula.

Klassenprimus Wildeshausen und der bisherige Dritte Obenstrohe lieferten sich eine intensive Partie, die zurecht das Prädikat Spitzenspiel trug. Allerdings gab es kaum Torchancen. Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit zwei Mal die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Doch Obenstrohes Keeper Tim Stahl klärte per Fußabwehr gegen Kai Schmale (20.), und Sascha Görke zielte ein wenig zu hoch (43.). „Wir haben grandios verteidigt und keine einzige Chance zugelassen“, freute sich Bragula.

Nachdem sich zunächst Kai Schmale und dann Maximilian Seidel erfolglos an der Obenstroher Defensive abgearbeitet hatten, griff Bragula in der 82. Minute zu seiner „letzten Waffe“ und wechselte Rene Tramitzke ein. Und der Joker stach: In einer unübersichtlichen Situation im Strafraum behielt Ole Lehmkuhl den Überblick und legte quer. Tramitzke musste nur noch den Schlappen hinhalten – und setzte große Glücksgefühle frei.

Doch bei aller Euphorie: „Ich bin zu lange im Geschäft und weiß, dass wir nächste Woche gegen den Ahlhorner SV genauso fokussiert sein müssen“, warnte Marcel Bragula. Gegen das Schlusslicht fehlt ihm Storven Bockhorn. Der Mittelfeldspieler sah in Obenstrohe seine fünfte Gelbe Karte. Außerdem handelten sich noch vier weitere Wildeshauser Verwarnungen ein – äußerst ungewöhnlich für den Spitzenreiter. Aber selbst mit jetzt 31 Mal Gelb führt der VfL auch weiterhin die Fairnesstabelle an.

mar

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