VfL-Gegner GVO Oldenburg kommt mit breiter Brust / Urlaubszeit bricht an

Bragula ist gewarnt, aber selbstbewusst

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Über Langeweile wird sich Wildeshausens Storven Bockhorn morgen gegen GVO Oldenburg wohl nicht beklagen können. Im defensiven VfL-Mittelfeld gilt es für ihn und seine Nebenleute, die Kreise von GVO-Spielmacher Daniel Niemann einzuengen.

Wildeshausen - Von Daniel Wiechert. Tabellenführer gegen Aufsteiger – von der Papierform gehen die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen morgen (15 Uhr) als klarer Favorit in das Heimspiel gegen den GVO Oldenburg. Aber Vorsicht: „Sie haben zuletzt im Pokal mit den Kickers Wahnbek einen Landesligisten rausgekickt“, erinnert VfL-Trainer Marcel Bragula an Oldenburgs 3:2-Statement-Sieg. „Das sollte uns Warnung genug sein.“

Tatsächlich ist die Mannschaft aus dem Südosten Oldenburgs kein normaler Aufsteiger, allein das Spielerpotenzial in der Offensive genügt locker den Anforderungen der Bezirksliga. „Mit Daniel Niemann haben sie einen überragenden Mann auf der Zehn“, sagt Bragula über den 32-jährigen GVO-Spielmacher, der früher in der U17 für Deutschland spielte. „Aus der Zentrale heraus versteht es Niemann ziemlich gut, Oldenburgs weiteres Prunkstück in Szene zu setzen“, weiß der VfL-Trainer und meint damit das Stürmer-Duo Dennis Tinter und Daniel Johanning. Tinter kam in der letztjährigen Aufstiegssaison auf sagenhafte 37 Treffer, auch Johannings Statistiken können sich sehen lassen. Für den SV Achternmeer spielend sicherte er sich 2012/13 mit 26 Treffern die Kreisliga-Torjägerkrone.

Die GVO-Offensive wird also durchaus eine Standortbestimmung für die Wildeshauser, doch der Saisonstart mit drei Siegen und einer Punkteteilung hat der Bragula-Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. „Wir sind der Tabellenführer, da machen wir unsere Spielweise bestimmt nicht abhängig von der des Gegners“, schloss der 40-jährige Coach etwa eine Sonderbewachung für Spielmacher Niemann aus.

Allzu viel will Bragula in die Tabellenführung nach vier Spieltagen aber nicht hineininterpretieren. „Es ist und bleibt eine Momentaufnahme.“ Der VfL-Trainer verfolgt stattdessen lieber eine langfristig angelegte Planung. „Bei uns bricht jetzt die Urlaubszeit an“, erklärt Bragula: „Das heißt, dass in dem Zeitraum bis Ende September elf Spieler in den Urlaub fahren, so dass uns teilweise fünf oder sechs Akteure pro Spiel fehlen werden.“ Bammel hat der VfL-Coach vor dieser Situation allerdings nicht: „Früher hätte ich darüber gejammert“, sagt der 40-Jährige: „Heute sehe ich das vielmehr als eine Herausforderung. Denn ich bin davon überzeugt, dass dieser Kader dem standhält.“

Eine kleine Urlaubswelle wird sich aber schon morgen bemerkbar machen, wenn Janek Jacobs und Dennis Schröder fehlen. Verletzt fallen zudem weiterhin Valdrin Stubbla, Tobias Kern und Alexander Kupka aus.

Bei der Frage nach dem zentralen Stürmer im Spielsystem hat Bragula aber weiterhin freie Wahl. Beginnt Majues Gebhardt-Bauer, Rene Tramitzke oder Kai Schmale in der offensiven Zentrale? „Jeder von ihnen bringt das Zeug mit, von Anfang an zu spielen“, hält sich der Trainer bedeckt, was die morgige Besetzung angeht: „Ich bin vielmehr froh, dass wir von der Position schon fünf Tore in dieser Situation erzielt haben.“

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