VfL-Coach Wieking: „Physisch und psychisch eine andere Hausnummer“

Volleyballerinnen schuften für das Projekt Oberliga

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Roxy Hillmann nimmt Maß, Vera Diersen (unten rechts) steigt gleich zum Block hoch. Eine Szene aus der vergangenen Saison, als Wildeshausen Arminia Rechterfeld empfangen hatte. Ab September wird sich Diersen das Wildeshauser Trikot überstreifen.

Wildeshausen - Von Daniel Wiechert. Vor 109 Tagen machten sie den Durchmarsch in die Oberliga perfekt. Lang, lang ist‘s her. Und bis es losgeht, sind es noch 86 Tage. Weit, weit ist‘s hin. Doch wer denkt, dass sich die Pause wie Kaugummi zieht, liegt falsch. Die Volleyballerinnen vom VfL Wildeshausen trainieren bereits seit Mai wieder, um für das Projekt Oberliga bestmöglich gerüstet zu sein. Denn Trainer Gunther Wieking weiß: „Das ist eine ganz andere Hausnummer – sowohl vom Physischen als auch vom Psychischen.“

Darauf gilt es sich vorzubereiten. Doch das ist nur ein Grund für den frühzeitigen Start in die Vorbereitung. Der andere ist, dass die Erfolgs-Volleyballerinnen, die in den vergangenen zwei Jahren zwei Aufstiege feierten, in der Ferienzeit nicht in die Halle kommen. Not macht erfinderisch: „In dieser Zeit spielen alle viel Beachvolleyball.“ Aber es gibt auch andere Wege, um sich fitzuhalten. So waren Sina Meyer und Angela Bleyle zuletzt beim Halbmarathon in Hamburg am Start. Um die Kondition für die kommende Saison muss sich Wieking wohl keine Gedanken machen.

Auch sonst lässt es sich gut an. Das Team bleibt zusammen, einzig Miriam Heinzl zieht es nach dem Abi erst einmal ins Ausland. Nichts Neues für Wieking: „Das ist gerade bei jungen Spielerinnen oft so. Erst schnuppern sie ein Jahr rein, im zweiten Jahr sind sie dann auf dem Niveau – und dann müssen sie leider oft weg wegen des Studiums, oder sie machen ein Auslandsjahr.“

Trotzdem hat es der VfL-Trainer in den letzten Jahren immer geschafft, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. „Die Stärke wird wieder unsere Eingespieltheit sein“, glaubt Wieking. Da passt es, dass Annika Thiel (nach Babypause) und Stella Drewes (nach Auslandsjahr) wieder zur Mannschaft stoßen.

Zudem gibt es noch ein neues Gesicht: Vera Diersen SV Arminia Rechterfeld. „Sie ist eine Zuspielerin, die eine Menge Erfahrung mitbringt“, sagt Wieking. Auf der Zuspielposition ist eigentlich Sina Meyer zu Hause, „aber wenn sie mal gefehlt hat, wurde es oft hakelig, da mussten wir viel improvisieren. Mit Vera Diersen haben wir da jetzt mehr taktische Möglichkeiten“, freut sich der Coach. Zu den Hauptdarstellerinnen der Erfolgsstory gehört neben Meyer auch Annahmespielerin Angela Bleyle: „Sie ordnet die Defensive hervorragend. Auch von Thiels Rückkehr verspricht sich Wieking einiges. „Sie ist jemand, die einfach Ruhe in den Laden hineinbringt.“

Insgesamt bringe jede Spielerin das Potenzial mit, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. „Als Neuling in einer Liga redet man zwar immer vom Nichtabstieg, aber dieses Mal ist es vom Niveau her wirklich ein Riesen-Schritt. Es kann in der Saison vorkommen, dass wir an unserem Limit spielen und trotzdem verlieren. Das war in der vergangenen Saison nicht so.“ Doch egal, wie das Abenteuer in der vierthöchsten Klasse Deutschlands ausgeht, Wieking ist sich sicher, „dass wir in dieser Liga eine Menge lernen werden“.

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