VfL-Coach Bragula glaubt an Sattelfestigkeit seiner Defensive / Heute Pokalspiel

„Die Gegentore verzerren das Bild unserer Abwehr“

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Sechs Gegentore nach drei Liga-Spielen seien zu viel, sagt Wildeshausens Trainer Marcel Bragula. Seine Abwehrspieler Daniel Pasker (rechts) und Lennart Flege spricht der Coach aber von der Schuld frei.

Wildeshausen - Marcel Bragula hatte gestern Abend Redebedarf. Beim letzten Training vor dem heutigen Bezirkspokalspiel (19.30 Uhr) gegen den TSV Oldenburg thematisierte der VfL-Trainer noch einmal das letzte Gegentor zum 3:3 gegen den TSV Ganderkesee am vergangenen Wochenende. „So etwas darf einfach nicht passieren, da müssen wir ballorientierter verteidigen“, sagt Bragula.

Die sechs Liga-Gegentore nach drei Bezirksligaspielen wurmen den heute 40 Jahre werdenden Coach. Doch als eine Generalkritik an seiner Defensive möchte Bragula sie nicht verstanden wissen: „Die sechs Tore verzerren das Bild unserer Abwehr“, sagt er. Denn eigentlich sei seine Defensive ziemlich häufig Herr der Lage, „vor allem Daniel Pasker und Lennart Flege räumten doch zuletzt alles ab – ob in der Luft oder am Boden“, erklärt der Coach.

Das sollten Pasker und Flege tunlichst auch heute Abend in der dritten Bezirkspokalrunde machen, denn mit dem TSV Oldenburg kommt ein offensivstarker Landesligist ins Krandelstadion. Vor allem Sascha Abraham und Marco Prießner gilt es im Auge zu behalten – zusammen erzielten sie in der vergangenen Saison 23 Treffer. Damit waren sie maßgeblich am vierten Rang des TSV zum Saisonende beteiligt. Dass es nicht für noch weiter oben reichte, lag besonders an der Defensive – satte 60 Gegentore fingen sich die Oldenburger.

Das ist auch Bragula nicht verborgen geblieben, er weiß aber auch, dass beim TSV ein Umdenken stattgefunden hat: „Sie haben auf diese Masse an Gegentoren reagiert“, sagt der VfL-Trainer: „Mit Melvin Lamberty und Daniel Oleksyn haben sie jetzt zwei stabile, zweikampfstarke Innenverteidiger auf dem Platz.“ Die Abwehrkette wird meistens durch Linksverteidiger Alexander Dreher und Saiem Suleiman (zuletzt Kickers Wahnbek) auf der anderen Seite komplettiert. „Die machen ordentlich Dampf über die Außenpositionen“, erklärt Bragula. Überhaupt seien die Oldenburger „ein ganz schönes Kaliber“, das sich auch in der Landesliga einiges ausrechnen dürfe. Deshalb wird der Trainer „vor der Partie ergebnis-technisch keinen Druck auf mein Team ausüben“. Nichtsdestotrotz: „Wir haben sicher keine Angst“, sagt der VfL-Coach: „Wir spielen schließlich zu Hause, unter Flutlicht in der zweiten Hälfte“, hofft Bragula auf eine packende Pokal-Atmosphäre.

Bei der Aufstellung lässt sich der Trainer dagegen nicht in die Karten schauen, nur eins: „Wir werden sicherlich im Vergleich zum letzten Spiel etwas rotieren“, erklärt Bragula. Zum einen, weil Sonntag das nächste Liga-Spiel anstehe, zum anderen, „weil ich gegen Ganderkesee Sachen gesehen habe, die mir nicht ganz so gut gefallen haben“.

In der Offensive scheint Maximilian Seidel gesetzt, mit seiner Wucht und Wuseligkeit kann er die TSV-Recken vor Probleme stellen, wer allerdings als Stoßspitze agiert, bleibt offen: „Wir haben mit Kai Schmale, Rene Tramitzke und Majues Gebhardt-Bauer drei zentrale Angreifer, die sich gegenseitig pushen“, erklärt der 40-Jährige.

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