VfL-Coach ärgert sich über Defensivverhalten und nicht gegebenen Foulelfmeter

Bragula nach 2:4 angefressen

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Lennart Feldhus (r.) erzielte den Wildeshauser Anschlusstreffer.

Wildeshausen - Es bleibt dabei: Im heimischen Krandelstadion ist Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen eine Macht; auf fremden Plätzen kommt der Aufsteiger bisher meistens nicht über den Status des Punktelieferanten hinaus. Das 2:4 (0:2) beim TuS BW Lohne war die vierte Niederlage im sechsten Auswärtsspiel der Saison. Lediglich bei Germania Leer (0:0) und Hansa Friesoythe (1:1) standen die Krandel-Kicker nicht mit leeren Händen da.

Auch das Lohner Heinz-Dettmer-Stadion hätten die Wildeshauser nicht ohne Beute verlassen müssen. „Aber wir haben uns erneut nicht belohnt“, ächzte Marcel Bragula. Der VfL-Coach war mächtig angefressen. Und das hatte zwei Gründe.

Grund eins: das „katastrophale Defensivverhalten“ beim 2:3. Im Anschluss an einen langen Ball tanzte Toptorjäger Tim Wernke nacheinander Lukas Schneider, Lennart Flege und Storven Bockhorn aus und schob dann seelenruhig zu seinem 14. Saisontreffer ein (88.). „Das hat er natürlich stark gemacht, aber das Tor darf so niemals fallen“, schimpfte Bragula.

Grund zwei: In der 90. Minute wurden Lennart Flege und dann auch noch Ole Lehmkuhl im Lohner Strafraum umgerissen. „Einen klareren Elfmeter gibt es für mich nicht! Warum er den nicht gibt, bleibt sein Geheimnis“, ärgerte sich Bragula über Schiedsrichter Marc Lübbers (FC Wesuwe). Mehr noch als über den ausbleibenden Pfiff echauffierte sich der VfL-Coach über die Begründung des Unparteiischen: „Nach unseren Protesten sagt er doch glatt: ,Den hättet ihr eh nicht gemacht.‘ Das ist für einen Landesliga-Schiedsrichter ein katastrophales Verhalten!“

Dass sich die Gäste am Ende um mindestens einen Zähler gebracht fühlten, war zur Pause überhaupt nicht abzusehen. Denn bis dahin war ihre Leistung mehr als dürftig. Lohne hatte nach einer Viertelstunde das Kommando übernommen und erspielte sich gute Chancen. Beim Doppelpack von Dionissios Ipsilos halfen die Wildeshauser jedoch kräftig mit. Beim 0:1 spielte Alexander Kupka dem Torschützen den Ball in den Fuß (24.). Beim 0:2 stieg Storven Bockhorn nicht mit zum Kopfball hoch (30.). „Das Ergebnis ging bis dahin in Ordnung“, meinte Bragula.

Nach Wiederanpfiff steigerte sich seine Crew jedoch erheblich und spielte „die wohl bisher beste zweite Halbzeit der Saison“. Nachdem Lennart Feldhus zum 1:2 abgestaubt hatte (48.), verhinderte BW-Keeper Simon Kolhoff gegen Jan Lehmkuhl den möglichen Ausgleich (55.). Anschließend sah der bereits verwarnte Kristen Bramscher für ein Foul an Storven Bockhorn Gelb-Rot (61.). In Überzahl zielte Janek Jacobs knapp am rechten Pfosten vorbei (63.).

Dann war das 2:2 aber doch fällig: Nach einem Foul an Ole Lehmkuhl verwandelte Storven Bockhorn den fälligen Strafstoß (78.). „Anschließend waren wir drauf und dran das 3:2 zu machen“, berichtete Bragula. Stattdessen gaben die beiden bereits erwähnten Schlüsselszenen der Partie eine erneute Wendung. Das 4:2 durch Mursel Smakolli war nicht mehr als eine Fußnote (90.+2).

mar

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