Vertrauensbeweis im Oberliga-Abstiegskampf

Trainerin Cordula Schröder-Brockshus sagt beim TV Neerstedt für eine weitere Saison zu

Trainerin Cordula Schröder-Brockshus gibt den Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt während einer Auszeit Anweisungen.
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Macht weiter: Cordula Schröder-Brockshus wird die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt auch in der kommenden Saison trainieren.

Neerstedt - Ob die Handballerinnen des TV Neerstedt auch in der Serie 2022/2023 ein Teil der Oberliga sein werden oder ob es zurück in die Landesliga geht, ist ungewiss. Aber egal in welcher Spielklasse: Auch in der nächsten Saison wird die Trainerin beim Club aus der Gemeinde Dötlingen Cordula Schröder-Brockshus heißen. Das gab der Tabellenvorletzte am Donnerstagvormittag bekannt. Damit geht die 28-Jährige in ihren dritte Saison als Cheftrainerin ihres Heimatvereins.

„Es ist trotz der aktuellen Tabellensituation eine wichtige Nachricht, dass Cordula weiter bei uns bleibt“, sagte der Vereinsvorsitzende Tim-Martin Gersner laut Pressemitteilung. „Wir vertrauen ihr und wollen deshalb im Abstiegskampf die entsprechende Ruhe in der Mannschaft haben. Die Mannschaft hat nun den Kopf frei, um alles dafür zu tun, die Oberliga zu halten“, erklärte der TVN-Chef. Die ligaunabhängige Zusage von Cordula Schröder-Brockshus stelle zudem einen Vertrauensbeweis für den Verein und den Vorstand dar und zeige darüber hinaus, dass die Grün-Weißen mit ihr absolut den richtigen Weg eingeschlagen hätten. „Ich bin davon überzeugt, dass wir die Früchte dieser Arbeit irgendwann ernten können“, ist sich Gersner sicher.

„Ich möchte gerne mehr Zeit haben, um die junge Mannschaft weiterzuentwickeln, da noch viel Potenzial vorhanden ist. Bislang konnten wir noch keine komplette Saison absolvieren, da wir nach Coronapausen immer wieder neu starten mussten. Das wirft einen jedes Mal wieder zurück“, sagte Cordula Schröder-Brockshus. Es mache ihr einfach Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. In ihrer Crew stecke mehr als sie bisher gezeigt habe. Die Spielerinnen seien sehr engagiert – sowohl auf als auch neben dem Feld.

„Mir war wichtig, dass der Kader im Kern zusammenbleibt“, erläuterte Cordula Schröder-Brockshus. „Ich habe in der Pause viele Gespräche mit den Spielerinnen geführt. Obwohl es sportlich nicht so läuft wie gewünscht, waren die Rückmeldungen positiv“, berichtete die Einkäuferin eines großen Landmaschinen-Herstellers.

Neue Herausforderung: Lisa Rangnick wechselt zum Ligarivalen SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn.

In Lisa Rangnick steht beim TV Neerstedt indes bereits ein Abgang fest. Die 29-jährige Allrounderin zieht es im Sommer zum Ligarivalen SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn. „Lisa sucht noch einmal die sportliche Herausforderung bei einem Spitzenteam der Oberliga“, nennt Cordula Schröder-Brockshus die Beweggründe für deren Wechsel. Rangnick geht damit den gleichen Weg wie zuvor bereits Agnieszka Blacha, die seit der Saison 2020/2021 im Trikot der Ammerländerinnen unterwegs ist. Neerstedts Ex-Coach Maik Haverkamp hatte Lisa Rangnick zur Spielzeit 2019/2020 von der TSG Hatten-Sandkrug zum TV Neerstedt gelotst. In den bisherigen acht Saisonspielen erzielte die vielseitig einsetzbare Rechtshänderin insgesamt 17 Treffer.

Nicht abgeschrieben: Fenna van Dreumel könnte beim TV Neerstedt wieder eine Option werden.

Weitere Abgänge sind Cordula Schröder-Brockshus bisher nicht bekannt. „Man weiß ja nie, wo die eine oder andere jüngere Spielerin vielleicht einen Studienplatz bekommt“, schließt die B-Lizenzinhaberin Veränderungen im Kader aber nicht aus. Verstärkungen erhofft sie sich aus dem eigenen Lager. So will die junge Mutter Nadja Albes ab der Saison 2022/2023 wieder für den TV Neerstedt auflaufen, und auch eine Rückkehr von Fenna van Dreumel hat Cordula Schröder-Brockshus noch nicht gänzlich ad acta gelegt. „Es dauert seine Zeit, bis nach dem Eingriff an der Achillessehne alles wieder zusammengewachsen ist. Fenna könnte aber wieder eine Option werden“, hofft die Trainerin auf ein Comeback der Rückraumlinken.

Spätere Rückkehr in den Spielbetrieb

Eigentlich sollten die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt an diesem Sonnabend, 17.30 Uhr, mit der Auswärtspartie bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Doch daraus wird nichts. „Wir werden das Spiel verlegen“, sagt Neerstedts Trainerin Cordula Schröder-Brockshus. In ihrer Crew gibt es einen Coronafall. „Und die anderen Mädels fühlen sich aktuell grundsätzlich nicht wohl damit zu spielen“, begründet die Übungsleiterin. Zudem habe bei ihr auch die HSG Hude/Falkenburg bereits wegen einer Verlegung des für Sonntag, 23. Januar, 16.30 Uhr, angesetzten Derbys angefragt. „Wir werden daher frühestens am 29. Januar wieder spielen“, sagt Cordula Schröder-Brockshus. Dann steht für den Tabellenvorletzten das wichtige Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn HSG Osnabrück auf dem Plan.

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