Sieg zum Abschluss

Versöhnliches Saisonfinale

+
Torschützenkönig: Mit 157 Saisontreffern war Harpstedts Rückraumspieler Bernhard Dasenbrock der erfolgreichste Regionsoberliga-Werfer.

Harpstedt/Neerstedt – Mit Erfolgserlebnissen haben die Handballer des Harpstedter TB und des TV Neerstedt II die Regionsoberliga-Saison 2018/2019 abgeschlossen. Der Harpstedter TB beendete die Spielzeit nach dem 29:26 über den BTB Oldenburg als Tabellenvierter, der TV Neerstedt II lief nach dem 35:23 beim DSC Oldenburg als Fünfter ein. Als Meister durfte sich die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III nach dem abschließenden 25:20 beim TSV Ganderkesee feiern lassen, während Titelkonkurrent Elsflether TB II beim TuS Augustfehn patzte (25:25).

Harpstedter TB – BTB Oldenburg 29:26 (12:11): „Das war der erwartet schwere letzte Akt“, pustete HTB-Trainerin Désirée Görzel nach dem Schlussakkord durch. Ihr Plan, den starken Bürgerfelder Rückraum mit einer offensiven Deckungsvariante in den Griff zu bekommen, ging zunächst nicht auf. „Wir haben nicht konsequent genug verschoben und dem BTB-Kreisläufer viel zu viel Raum gegeben“, monierte sie. Deshalb stellte Désirée Görzel bereits nach 20 Minuten auf eine 6:0-Abwehr um. Durch einige schnell vorgetragene Angriffsaktionen verschafften sich die Hausherren einen knappen 12:11-Pausenvorsprung. Dennoch vermisste Harpstedts Übungsleiterin bei ihrer Crew in der Defensive den letzten Biss, was sie in der Kabine auch thematisierte.

In der zweiten Halbzeit behaupteten die Harpstedter zunächst ihren knappen Vorsprung, ehe sie sich vom 16:15 (39.) durch einen Dreierpack des Regionsoberliga-Torschützenkönigs Bernhard Dasenbrock (157 Saisontreffer) und einen Treffer von Philipp Gröper auf 20:15 (42.) absetzen konnten. „In dieser Phase haben wir uns viele Bälle durch cleveres Deckungsverhalten erarbeitet und durch gutes Tempospiel in Tore umgemünzt“, berichtete Désirée Görzel. Doch dann kam beim HTB nochmal Sand ins Getriebe, und die routinierten Bürgerfelder konnten durch langsam vorgetragene Angriffe bis auf 20:22 (48.) verkürzen. Letztlich ließen die Gastgeber aber keinen Zweifel aufkommen, wer die Halle als Sieger verlassen würde.

„Gegen einen körperlich sehr robusten Gegner, der darauf bedacht war, das Tempo durch extrem lang vorgetragene Angriffe zu verschleppen, haben die Jungs insgesamt recht gut agiert und jede Chance zum Tempospiel genutzt“, bilanzierte Désirée Görzel. Obwohl es in der Endabrechnung letztlich nur zu Platz vier reichte, war sie mit der Entwicklung ihrer Mannschaft insgesamt zufrieden.

DSC Oldenburg – TV Neerstedt II 23:35 (11:14): Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen, darunter die beiden Pleiten beim Elsflether TB II (24:33) und gegen den TSV Ganderkesee (23:31), wollten die Neerstedter die Saison unbedingt mit einem Erfolgserlebnis beenden. Entsprechend engagiert ging die Crew von Ninos Chabo trotz einiger Anlaufschwierigkeiten zu Werke. Die 5:1-Abwehr mit dem vorgezogenen Stjorven Schröder war zwar griffig, allerdings fehlte ihr gegen die flinken DSC-Angreifer zunächst die Feinabstimmung. Zudem ließen die Grün-Weißen in der Offensive einige Chancen aus. Doch gegen Ende der ersten Hälfte setzte sich Neerstedt vom 11:11 (27.) durch Thomas Schuetzmann bis zur Pause auf 14:11 ab und baute den Vorsprung nach dem Seitenwechsel bis auf 18:11 (36.) aus.

„Dann war es ein Selbstläufer“, erklärte Neerstedts Betreuer Thomas Lindenthal. Die Gäste wechselten nun munter durch. Dadurch geriet ihr Spielfluss mitunter etwas ins Stocken. Gefährdet war ihr Sieg aber zu keinem Zeitpunkt. „Das war eine klare Nummer, obwohl sich der DSC nicht hängen gelassen hat“, meinte Lindenthal nach dem „rundum versöhnlichen Saisonabschluss“.

Ähnlich wie der Harpstedter TB hatte auch die Neerstedter Verbandsliga-Reserve ihren Titel- und Aufstiegsambitionen nicht ganz gerecht werden können. „Andere Mannschaften waren eben besser. Wenn du in den entscheidenden Spielen nicht da bist, musst du dich eben dahinter einreihen“, resümierte Lindenthal.  mar

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Drama in Volkmarsen: Ökumenischer Gottesdienst 

Drama in Volkmarsen: Ökumenischer Gottesdienst 

Drama in Volkmarsen - Auto rast bei Rosenmontagsumzug in Menschenmenge

Drama in Volkmarsen - Auto rast bei Rosenmontagsumzug in Menschenmenge

Kochen mit Matcha bringt Farbe ins Spiel

Kochen mit Matcha bringt Farbe ins Spiel

So trägt man farbiges Leder im Sommer 2020

So trägt man farbiges Leder im Sommer 2020

Meistgelesene Artikel

Patrick Meyer hat „einen klaren Plan“

Patrick Meyer hat „einen klaren Plan“

Voigt beendet 15-minütige Torflaute

Voigt beendet 15-minütige Torflaute

Schneider und Seidel schon gut in Form

Schneider und Seidel schon gut in Form

Sebastian Bröcker: „Immer wieder Schmerzen“

Sebastian Bröcker: „Immer wieder Schmerzen“

Kommentare